Morgens um fünf erwachten wir. Es hat schon Wanderer unterwegs.Wir sind sehr geschickt im verstauen unsere Sachen im Rucksack. Jeder Handgriff sitz mittlerweilen und das Zelt ist mit ein paar Griffen abgebaut. Das hat sich mit all den Übernachtungen im Freien so eingestellt. Wir müssen zum Glück nicht mehr diskutieren wer was macht es läuft einfach so.

Die Leute sind weitergegangen und wir wandern noch eine Stunde bis nach Trenta.
Unten ist erst der Dorfladen offen, wir kaufen etwas und essen direkt beim Laden. Dort dürfen wir unsere Telefon und Akku aufladen.
Ich wäre für ein Tag Pause aber ich merke, Andy ist immer noch fit zum Weiterlaufen. Mit ihm jetzt hier zu bleiben wäre glaube ich mehr Stress als Entspannung also geht es weiter. Neben dem Fluss wandern wir das Trenta Tal bis zur Quelle des Soča Flusses rauf.


Der Aufstieg zum höchstgelegenen Bergpass Sloweniens, dem Vršič ist unheimlich streng. Wir gehen im Restaurant auf dem Pass etwas essen.

Es hat viele Leute hier und bis zum Berg Sleme und danach ist man wieder alleine unterwegs. Wir steigen ins Tamar Tal ab. Dabei bewundern wir die gewaltigen Wände der Berge Jalovec und Mojstrovka.



Dies ist eine der schönsten Etappen die wir in Slowenien gewandert sind.

Der letzte Teil bis ins Tal war nicht ohne. Es ist steil und wir brauchen die Hände um kritische Stellen zu meistern. Das beste aber war, Andy meinte, wir müssten wieder hochsteigen über Felsen und Geröll was zu einem Sattel führte und erst hinter diesem ganz nach unten kraxeln.
Ich war begeistert und ging gleich mal voraus. Ich liebe es ein wenig zu klettern. Andy hatte nach einiger Zeit gerufen das wir doch nicht hoch müssen.

Ich ging noch ein wenig weiter voll Elan, es machte richtig Spass. Andy mit einem hochroten Kopf und ziemlich sauer bremste mich aus, als er mich eingeholt hatte: also doch nicht hoch. Es gab dann noch eine Standpauke und ich kletterte vorsichtig zurück mit ihm.
Auch heute regnet es wieder aber zum Glück erst kurz vor der Unterkunft. Wir schlafen im Massenlager diese Nacht, sehr urige Hütte.