27. August Sillianer Hütte
In der Nacht hatte es gestürmt. Wir sind froh in der Hütte übernachtet zu haben, obwohl jetzt wissen wir ja, wie das stellen des Zelt bei Sturm geht.

Wir essen gemütlich mit unserem Outdoorprofi frühstücken und danach wird sie weiter ziehen.
Wir machen heute einen Ruhetag und Morgen werden wir nach Sexten wandern wahrscheinlich bei strömendem Regen.
Normalerweise ist wandern mit Andy eher ein Marathon dem gleich der nächste folgt.
Wir geniessen den Tag in der Hütte mit lesen, schreiben und reden.
28. August Sexten
Wir essen mehr als gemütlich Frühstück plaudern und draussen giesst es in Strömen. Ein Unwetter mit Blitzen, Wind baut sich auf.

Wir gehen ja nur ins Tal mehr oder weniger auf einer Kiestrasse, also Pipi Fatz (eine Kleinigkeit)
Wir verabschieden uns, ziehen Regenhose und Windjacken plus Regenponcho an.
Der Abstieg haben wir in zwei Stunden hinter uns, war lustig wir plaudern und latschen nach Sexten.

Wir hätten auch für die letzten 700 Höhenmeter die Bahn nehmen können. Aber ich weigere mich fast immer in so ein Ding einzusteigen sind mir einfach zu gefährlich und da lauf ich lieber auch bei Regen.
Wir buchten ein Zimmer auf einem Bauernhof mitten in Sexten. Wir gehen mal fragen ob es möglich ist, dass Zimmer schon zu beziehen. Die Frau macht es schnell fertig so liebe es ist noch nicht mal 11 Uhr und wir können schon rein. Schnell warm duschen und dann gehen wir essen, und den Rest des Tages bleiben wir im Zimmer. Draussen regnet es ohne Unterbrechung.
29. August Sexten
Andy hat im Internet ein Last-Minute Angebot für eine Übernachtung gefunden. Wir bleiben noch eine Nacht in Sexten.

Wir gehen Frühstücken. Die Bauersfrau hat für uns aufgetischt, das meiste vom eigenen Hof.
Preis Leistung unschlagbar: schönes Zimmer, Frühstück in einer alten Stube. Wie alt die wohl war?
Wir gehen danach noch einige Sachen einkaufen und schicken fast drei Kilo an Material nach Hause, die wir zuwenig gebraucht haben.

Wir sind jetzt drei Wochen unterwegs und was schauen wir im Internet nach, Wetter, Streckenbeschreibungen, was gibt’s im nächsten Tal schlicht und einfach alles was wir brauchen um zu wandern. Wie eine Auszeit von all den Informationen, Neuigkeiten, Katastrophen, was auch immer, wir geniessen es einfach unsere Reise.

Gegen Abend lässt der Regen nach, wir spazieren zur Kirche, die beeindruckend ist so viele Wandmalereien und reich geschmückt. Danach gehen wir noch ins Museum, langsam macht mir Andy‘s Gelassenheit sorgen.

Seit ich ihn kenne sind wir noch nie in ein Museum gewesen. Ich geniesse es einfach wird wahrscheinlich nicht allzu lange so bleiben. Sehr schöner und erholsamer Tag war das.