VA 21. Tag 1. September 2023 Ochsenfeldalm -Rein in Traufer

In der Nacht hat es geregnet, wir verstauen alles im Rucksack, trocknen werden wir es später. Wir steigen im Karbachtal hoch zur Ochsenfeldalm (2014 m). Der Almhirte ist ein Bayer. Er sieht uns und wir reden wiedermal zu lange mit ihm. Ein sehr geselliger Typ. Wenn wir gestern bis zu ihm aufgestiegen wären, hätten wir ein Schlafplatz gehabt. Von da steigen wir über die Almhänge der Villgratner Berge hinauf zur Grüblscharte (2394 m), dem höchsten Punkt der Etappe.

Mir war das nicht genug. Zum Frühstücken stiegen wir nach ganz oben. Andy motzte zwar aber kommt mit hoch. Von hier sehen wir wo’s wieder bergwärts geht auf der anderen Talseite. Auf die imposante Rieserfernergruppe. Wir erreichen um elf Uhr das Dorf Antholz Mittertal. Wir essen ein Sandwich und trinken Kaffee dazu. Als Nachspeise gibt es Berliner, zwei bezahlen, drei bekommen und ehrlich teilen.

Die mächtige Rieserfernergruppe mit dem bekann Hoch- und Wildgall am Ende des Tales wirken wie beschützende Arme und die wuchtigen Dreitausender bilden Übergang in das Nachbartal Rein in Taufers. Wir müssen Insgesamt 1550 Meter aufsteigen. Der Weg schlängelt sich hoch in Schlaufen durch Schutthänge und der Schluss ist reines Treppensteigen.

Wir erreichen ziemlich erschöpft die Rieserfernhütte 2791 müM nach 4 Stunden. Der Wirt sagt schnauft zuerst mal durch ich komme dann später. Als er wieder kommt bestellen wir gleich mal zwei grosse Gläser Milch und Spaghetti dazu, der denkt sich die Schweizer spinnen.

Hier oben ist ne ganz andere Welt hochalpine Gipfel Dreitausendster mit Schnee und Gletscher, sieht Mächtig aus. Es ist auch kalt und windig. Wir gehen um 4 Uhr los ins nächste Tal runter, (nördliche Reintal)

Wir steigen zuerst über Felsblöcke bis zum Abstieg über Moränenmaterie von einer Ebene in die nächste runter in einen Talkessel. Auf diese flachen Almböden, die von hoch aufragenden Gipfeln gesäumt sind, folgt talaus nun wieder eine Hangstufe, die durch steilen Hochwald zur Seeber-Alm (ca. 1530 m) am Talboden des Reintales führt.

Unser Zeltplatz ist absolut spitze gleich neben dem Wanderweg sehe ich ein riesen Stein der oben grade sein könnte. Andy kletterte auf den Stein und es kommt ein Daumen hoch von ihm.

Ich gebe das Material hinauf und klettere hoch. Wie zwei Kinder freuen wir uns.

Heute war ein spitzen Tag super 2000 Höhenmeter und 33 Kilometer nicht schlecht für zwei Oldtimer wie wir 😜

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