VA 28. Tag 8. September 2023 Stallenalm – Karwendelhaus

Die Nacht war mal was für starke Nerven, geschlafen haben wir nicht viel. Ich erwache etwa nach einer halben Stunde. Ich höre ein Brühlen oder Grunzen nicht weit vom Zelt. Ich denke es wird dann schon weiterziehen, was es auch ist. Irgendwann musste ich Andy wecken. Leider war das was da Lärm macht, eher der Meinung, wir sollen weiterziehen.

Wir probierten so ziemlich alles aus. Trillerpfeife, das Zelttuch zum Flattern bringen mit den Lampen flackern. Je mehr wir machen unso hartnäckiger verhält sich das Tier. Es kam eher näher. Auf Jedenfall sucht es definitiv nicht das weite.Wir sammeln ein paar grosse Steine zum Werfen und legen sie vor das Zelt und behielten die Schuhe an im Zelt.Aber an Schlaf war nicht zu denken.Ich sag zu Andy, das geht nicht weg, ich würde sagen wir geben auf. Alles zusammenpacken mit Stirnlampen und bewaffnet mit einem starken Ast. Laufen wir zurück bis zu einer Transportbahn. Dort drin auf einem Holzboden konnten wir dann schlafen.

Wir stehen sehr früh auf um alles wieder so herzurichten wie es vorher war.

Wir steigen bis zur Lamsenjochhütte im Karwendel Gebirge auf. Was sehen wir Gemsen und zwei Hische, jetzt war uns klar, dieses musste ein Hirsch in der Brunst gewesen sein, der uns in der Nacht vertrieben hatte.

Der Wahnsinn in der Hütte soviele Leute, das Hüttenpersonal ist völlig überfordert. Die Hüttenscheffin sagt zu mir, das geht seit Corona so, ein völlig neues Klientel sehr anspruchsvoll und auch Zuviele.

Wir gehen nach dem Frühstück weiter bis zur nächsten Alm. Danach ein Abstieg und schon wieder hoch zum Karwendelhaus 1790 müM

Wir übernachten hier in dieser bekannte Bergsteigerhaus aber heute gleicht sie eher einem Rummelplatz für E-Biker.

Die Einrichtung erinnert einem daran das hier Bergsteiger aus aller Welt ihr Abenteuer gestartet haben. Auch die Wetterlage wird punkt sieben Uhr mit den Bergsteigern besprochen.

Die Aussicht ins Karwendel Tal und die umliegenden Berge wirklich sehr schön. Hier zu übernachten und zu essen ist schon eine highlights.

Das Massenlager befindet sich gleich unterm Dach. Schade finde ich es, dass die Hütten meistens sehr gut belegt sind, teilweise fast überbelegt. Draussen irgendwo das Zelt zu stellen ist eher unser Ding.

Bei den Gesprächen am Tisch können wir meistens nicht mitreden. Unser Art zu wandern ist ganz was anderes. Wir laufen meistens früh morgens los und schauen so was der Tag bringt.

Am Abend haben wir fast immer zufiel gemacht, an Höhenmeter und Distanz, was sich dann in den Gelenken und Muskeln bemerkbar macht. Vernünftig ist das nicht, gesund vielleicht auch nicht aber es macht uns meistens Spass.

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