Wir müssen bis halb neun Uhr warten, denn erst dann gibt’s Frühstück. Das Wirteehepaar hatte keine Lust früh aufzustehen. Macht auch nichts da es immer noch regnerisch ist .

Nach dem Frühstück gehen wir aus Weissenbach und laufen dem Fluss Lech entlang. Zwischen den Bäumen hindurch hat man immer wieder einen Blick auf die Flusslandschaft.
Das türkise Wasser und die weißen Schotterbänke. Hier ist der Fluss noch in seinem natürlichem Breite zu sehen was sehr schön ist. Dann geht’s rein in‘s Schwarzwassertal. Leicht ansteigend geht es nun durch dieses völlig unbesiedelte und dicht bewaldetet Tal aufwärts.

Bei einem Tor hat es allerlei Warnschilder,Verbotstschilder. Andy meint, wenn du in Österreich den Abend lebendig erlebst hast du Glück. Wir müssen immer wieder staunen, was dir alles auf denn Wanderwegen geschehen kann, erschlagen v. Stein, Ast, Lawinen ausrutschen auf Kuhfladen oder Verschmutzungen, Ertrinken , Absturz in die Lech.

Wir treffen beim Aufstieg zur Bockkarscharte noch zwei Alpwirte. Andy fragt wie der Alpsommer war. Der Älpler erzählt, nicht gut, ihm sind diesen Sommer insgesamt 30 Schafe getötet worden von einem Bären. Wir fragen ob der Bär noch lebe. Er; ja es werde diskutiert was man machen könnte. Wir verstehen nicht wie man da nicht schneller reagiert der Bär ist offensichtlich zu nah am Menschen. In Amerika wäre der Bär vertrieben worden oder das Gebiet weiträumig abgesperrt, das Essen entfernt beziehungsweise die Schafe abtransportiert.

Wir haben heute gelernt, dass wir die Warntafel mit den Bären oder Wölfen ernst nehmen müssen. Uns ist aufgefallen das die Landwirte es einfach hinnehmen, wenn ihnen Tiere gerissen werden.Der Aufstieg ist steil aufwärts zur Bockkarscharte.

Der Aufstieg war wieder mal sehr anstrengend und rutschig. Jenseits der Scharte führt der Weg nicht mehr ganz so steil abwärts zum Prinz Luitpolt Haus.

Wir nehmen hier eine Übernachtung mit Nachtessen und Frühstück, sehr schöne Hütte mit leckerem Essen.


