Wir bleiben länger im Zelt das aussen mit Reif überzogen ist, da die Nacht saukalt war. Wir ziehen Handschuhe an und putzen das Zelt so gut es geht. Auch die Schlafsäcke sind etwas nass. Wir gehen los. Die Sonne versteckt sich noch hinter den Bergen.

Hier überschreitet man die Grenze von Vorarlberg nach Tirol. Wir laufen an einem Bach Tal einwärts. Dann steigt er aber unterhalb des „Runden Kopfes“ in engen Serpentinen steil an. Nach ca. 300 Höhenmetern wird es wieder flacher und entlang des Baches führt der Weg durch das feuchte Hoch.

Danach der Anstieg zur Getschnerscharte 2819 m an. Oben angekommen sind wir aus der Puste, schon was anderes mit Schnee. Zum Glück mussten wir denn Weg nicht suchen es hatte schon jemand den Aufstieg gemacht. Diese Bergwelt mit Schnee ist wunderschön sowas immer wieder erleben zu dürfen ohne zu verunfallen. Meine Schuhe sind jetzt zu ersetzen das Profil ist im Schnee zu fest abgelaufen.

Ich sag zu Andy nochmals Tausend Kilometer werden dies nicht mehr mitmachen, gleichen jetzt dann wirklich eher Badelatschen.

Zwischen Mittlerer und Hinterer Getschnerspitze steigen wir steil, ab alles im Schnee.

Mit Blick ins Jamtal geht es weiter unterhalb der Madlenerspitze und Getschnerferner abwärts. Schließlich quert man den Jambach zur Jamtalhütte auf 2154 müM. Wir sind hungrig und die Hütte hat zu jetzt sind wir genervt.

Die nächste Etappe ist mit sieben Stunden angegeben. Wieder hoch zuerst entlang des Futschölbaches weiter. Wir merken schon bei den ersten paar 100 Metern, das wird kein Spass hier, hat es etwa vor zwei Monaten ein gigantischen Bergsturz gegeben (Westliches Gamshorn) hier. Der Aufstieg zum Futschölpass, 2767 m ist nicht so anstrengend auch der Abstieg ist sehr einfach ins Val Tasna.

Hier will Andy noch das Wasser auffüllen. Es sind noch zwei lustige Bündner am Arbeiten bei einer Hütte. Er fragt und der eine erschreckt sich so, dass er hinfällt. Wir reden und haben’s lustig irgendwann wird Schnaps aufgetischt.

Er wird noch ein Murmeltier grillieren, das ist der Zeitpunkt für unseren Aufbruch.
Noch in den Abend rein gewandert Richtung Ftan und ein Zeltplatz gefunden unter einer Tanne.
