Wir gehen nochmals zum Volg einkaufen für‘s Frühstück.

Scuol ist die grösste und bedeutendste Siedlung des Unterengadins, uns gefällt es hier wir Frühstücken in einem Park. Die Rhätische Bahn, die heute ihre Endstation in Scuol hat, ist Verbindung zwischen Unterengadin und Oberengadin auf Schienen.

Der Via Alpina würde eigentlich durch die eindrückliche Clemgia-Schlucht gehen.

Wegen den vergangenen Unwetter ist diese gesperrt, also gehen wir auf der Strasse hoch und laufen oberhalb der Schlucht in das Val S-charl. Das Dörfchen ist klein, zwei Restaurants und ein paar Häuser.

Wir essen hier zu Mittag. Das dauert Ewig, wir müssen warten bis endlich zwei Teller Spaghetti auf unserem Tisch stehen. Von S-charl geht es leicht ansteigend auf einem Wiesenweg das Tal nach hinten dann kurz durch einen Wald steil hinauf zur Alp Plazer (2091 m). Von der Alp geht es weiter hinauf durch immer steiniger werdendes Gelände zur Cruschetta (2296 m), das die Südtiroler Scharljoch nennen.



Neben dem Kreuz markiert ein Grenzstein die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und Italien. Wir machen Pause und sehen die Ortler Berggruppe. Hier verlassen wir die Schweizer und gehen weiter im italienischen Münstertal.

Beim Abstieg machen wir einen kurzen Abstecher zu der ganz in der Nähe gelegenen Jöchlhütte von der Bergrettungsgruppe Taufers errichtetes Berghüttl (für Selbstversorger mit 4 Schlafplätzen). Für uns ist es noch zu früh um Feierabend zu machen um Zwei Uhr und wir entscheiden weiterzuwandern.



Es geht über Almen runter bis nach Taufers 1246 müM. Das liegt an der internationalen Verkehrsverbindung von Santa Maria im Münstertal ins Etschtal, und ist somit auf dieser Strecke der erste Ort in Italien.
Hier wollen wir nicht bleiben. Um den Abend zu verbringen gefällt es uns zu wenig.



Wir denken etwas rauf im Wald und es gibt sicher ein ruhiges Plätzchen. Wir stiegen bis Abends um Acht hoch in einem Wald der vom Stürmholz gezeichneten ist.
Die erste Gelegenheit um das Zelt zu stellen war nach der Rifairalm auf 2250 müM .
Kaum sind wir im Schlafsack geht’s los, ein Hirsch oberhalb des Zeltes und zwei unterhalb voll in der Brunst. Das Gebrüll ist sehr nervig, über Stunden und morgens um halb sechs starten sie erneut.