CDT 2025 1. 21.-27. April Lordsburg bis Crazy Cook

134 km oder 84 Meilen – Ein optimaler Start.

Am Montag gehen wir für 5 Tage Essen einkaufen und danach dürfen wir bis zwölf Uhr im Zimmer bleiben. So haben wir keinen Stress um alles in den Rucksäcken zu verstauen. Auch Leeroy trägt selber sein Futter. Wir werden Leeroy in diesem Abschnitt immer wieder mal entlasten und den Rucksack für ihn tragen. (Wir… also Andy 🥵)

Um vier Uhr laufen wir los. Jetzt ist die grösste Nachmittagshitze vorbei. Leeroy muss die Schuhe aber trotzdem tragen, wegen Glascherben, Nägel oder auch Stacheldraht und Dornen. Das liegt auf der ganzen Strecke bis zur Stadtgrenze.

Wir machen jetzt so einen Langstreckentrail schon zum vierten Mal. Und was tragen wir zur Grenze runter für nichts: Alles was wir sicher nicht brauchen. Zwei langärmlige Merino-Shirts, Regenjacken, Regenhosen und Ponchos. Und das wir sicher nicht frieren auch noch die Inliner. Nicht gerade intelligent.

Wir sind wie ein schweizer Uhrwerk. Jeden Tag laufen wir um sechs Uhr los. Um elf Uhr suchen wir einen Schattenplatz und pausieren bei der Mittagshitze bis fünf Uhr am Abend. Dafür wandern wir bis in die Nacht hinein über die riesigen Ebenen.

In der Sonne zu wandern wäre alles andere als vernünftig. Für Leeroy wäre es wie in einem Backofen, so nah am Boden wäre er bis am Abend gekocht.

Einige Hiker sahen fast schon aus wie ein Hähnchen auf dem Grill, ziemlich verbrannt. Es ist sehr anstrengend, du läufst und läufst. Meistens geht es gerade aus durch sehr trockenes Farmland.

Einmal wollten wir bei einer Windmühle, die Wasser für die Kühe pummt die Mittagshitze aussitzen. Zuerst kommen zwei Kühe mit Kälbern. Wir denken uns nichts dabei, bis Andy meint, dass eigentlich noch ein Bulle dabei sein sollte. Als wir den Bullen entdecken muss Leeroy gleich mal liegen bleiben. Schnell Wasser filtern und nichts wie weg. Mal wieder Glück gehabt. 🤪

Am Samstagmorgen um acht Uhr kommen wir entspannt beim letzten Wasserdepot an. Wir trinken möglichst viel und essen Riegel. Null Stress. Noch 22,2 km zur Grenze. Wir laufen weiter bis zu einem Schattenplatz. Ein riesiger grüner Baum, besser geht’s nicht. Dort machen wir eine Pause bis am Abend und laufen dann noch einmal bis in die Nacht hinein, bis wir etwa 10 oder 8 km vor der Grenze sind.

Leeroy sieht am Samstag seine erste Klapperschlange.

Andy und ich kommen der Schlange viel zu nahe. Wir haben sie einfach nicht gesehen, dafür aber gehört. Sie bäumt sich auf und wir bleiben sofort stehen und gehen ruhig rückwärts zurück. Leeroy merkt sofort, dass dieses Tier nicht spielen will. Er verhält sich extrem ruhig und geht auch zurück.

Grosser Schatten für Mittagspause

Am Sonntag um acht Uhr kommen wir beim Crazy Cook Monument an. Wir sind schon etwas verrückt zweimal bei dieser Hitze durch New Mexiko zu laufen. Unserer Fahrer kommt fast pünktlich mit anderen Hikern an den Startpunkt. Wir laden unsere Rucksäcke und Leeroy in den Kofferraum von seinem riesigen Jeep.

Crazy Cook an der Grenze zu Mexiko 🇲🇽

Dann geht es in drei Stunden zurück nach Lordsburg. Der erste Teil geht über unbefestigte Strassen, der Fahrer hätte sicher eine Wüstenralley gewonnen. Cooler Typ.

Wir gehen in Lordsburg gleich mal essen. Leeroy verdrückt gleich zwei Burger. 🍔

Um zwei Uhr können wir das Hotelzimmer beziehen. Kurz darauf geht der Wetter-Alarm auf dem Handy los und der Sturm draussen tobt. Verstehen muss man das nicht: ein Alarm sollte vorwarnen. Wenn der Sturm da ist merken wir’s auch selbst.

Ein neuer Tag erwacht

Unser Schutzengel macht einen richtig guten Job. Wir hatten doch ein paar Mal ziemlich Glück auf diesem Streckenabschnitt.

Hinterlasse einen Kommentar