CDT 2025 1.-4. Juni

1. Juni: Heute sind wir etwas angespannt, wir wissen nicht wie es mit dem Abstieg geht, es geht doch einige Höhenmeter hinunter.

Zuerst versuchen wir den Spuren zu folgen, was ziemlich schwierig ist. Nach einer Stunde beschliessen wir einfach dem Bach zu folgen. Wir müssen dann aber doch noch etwa zwei Stunden im Schnee hinunter steigen, überall Schmelzwasser.

Rivercrossing

Wir gehen alles dem Fluss nach, unten müssen wir diesen noch queren, was nicht einfach ist. Es macht aber auch keinen Sinn auf andere Hiker zu warten.

Leeroy schwimmt einfach gegen die Strömung, er hat zum Glück keine Angst im Wasser. Wir haben es etwa um elf geschafft. Jetzt müssen wir alles auf Schotterstrasse laufen bis zu einem Campingplatz oder eher einem Alpendorf Platoro, das nur im Sommer bewohnt ist.

Wir laufen insgesamt ca. 16 Kilometer durch. Oben weicher Schnee, unten harte Strasse. Um zwei Uhr sitzen wir in einem Laden mit Restaurant, trinken Soda und essen Sandwiches. Mehr gibt es hier nicht, dafür sind die aber sehr fein. Wir mieten mit einem Hiker zusammen ein Blockhaus für fünfzig Dollar.

Der Besitzer ist begeistert von Leeroy und er bekocht ihn. Zuerst bekommt Leeroy warmer Haferbrei zum Mittagessen und am Abend kocht er ihm einen Burger. Wir sind froh das wir es nicht bezahlen müssen.

2. Juni: Wir gehen am Montag um sieben los. Heute ist wieder Schotterstrasse laufen angesagt, ca. 50 Kilometer.

Immer wieder mal Spuren von der Vergangenheit, hier wurde Gold abgebaut. Wir machen meistens wenn es regnet unter Bäumen Pause, lange an einem Ort darf man nicht bleiben. Es ist ein Häuschen mit See. Ein Schild mit Privateigentum, dass man hier nicht bleiben darf steht da. Also möglichst schnell durchfahren oder gehen. Auch aus dem Auto aussteigen ist verboten. 😁


Am Abend sind wir etwa 8 Kilometer vor dem Hwy 160 weg. Dort stellen wir das Zelt neben die Strasse. Ein Pickup-Fahrer will uns mitnehmen, er möchte uns einfach etwas fahren, wir lehnen dankend ab. Das versteht er gar nicht, er meint fahren wäre besser als laufen. Wir lachen und richten unsere Behausung ein.

Wolf Creek Pass 40 Meilen

Es würde uns nichts nützen, da wir morgen früh am Hwy 160 über den Wolf Creek Pass nach Pagosa Springs wollen mit Autostop.

3. – 4. Juni: Bagosa Springs
Perfekt um zwei Tage Pause zu machen, wir mieten eine kleine Cabine.


Die Küche ist vorhanden aber sehr klein und ohne Backofen, dafür gibt es im Aussenbereich einen Grill. Wir kochen hier und gehen nie auswärts essen.


Nach diesem Hike können wir sicher keine Burger mehr essen. Meistens sind verschiedene Burger oder Tortilia auf der Karte. Leeroy ist völlig entspannt, er geniesst die Ruhe und wir kochen jetzt auch für ihn mit. 🤣 Die Kartoffel zuerst kurz in die Mikrowelle und danach mit Speck und Tomaten auf dem Grill anbraten, sehr lecker. Natürlich holen wir Glace und sehr viele Bananen. Wir kaufen uns noch neue Schuhe, meine alten habe ich mit Panzerklebeband geflickt.

Nicht mal 1000 Meilen


Diese Ortschaft ist schön, in der Mitte durch hat es einen Fluss. Es hat viele heisse Quellen, manche Becken sind zum Bezahlen, vereinzelt sind sie auch gratis.

Am Rand mit heissen Quellen


Es ist sehr schwer zu erkennen, was die Hiker vorhaben. Die Einen machen für zwei Wochen einen Route Trip, die Anderen gehen nach Hause und steigen später wieder ein.

Vereinzelt gehen sie hoch nach Wyoming oder auf andere Abschnitte die tiefer liegen und machen Colorado später, wenn der Schnee geschmolzen ist. Wir gehen wieder hoch auf die rote Strecke, danach auf die braune, die etwas tiefer ist. So sollte es gehen. Wir lieben es einfach durchzuwandern, hoffentlich von der Grenze Mexiko zu der Grenze Kanada .

Hinterlasse einen Kommentar