CDT 2025 15.-17- Juni

15. Juni: Salida Monarch Pass – Cottonwood Pass 3696 müM Hwy 306
Am Sonntag wollen wir etwas frühstücken, bevor wir uns an den Hwy stellen um Autostop zu machen, damit wir wieder zurück zum Trail kommen.


Wir laufen von einem Restaurant zum nächsten, aber sonntags ist alles ziemlich überfüllt. Am Schluss hole ich etwas aus einem Einkaufszentrum und wir essen davor. Wir stellen uns an den Hwy, nicht lange und ein Mann will uns mitnehmen, nur leider nicht in die Richtung in die wir wollen. Nach kurzer Zeit nimmt uns eine Frau mit, die eigentlich mit ihrem Vater auch nicht den Pass hochgefahren wäre. Der liebe Vater wollte uns helfen. Also hat sie gewendet und uns hochgefahren, so liebe Menschen.

Der Tag verging so schnell, wir liefen einer nichtvorhanden alten Zuglinie nach. Eigentlich war es eine Tunnelstrecke von Denver auf Gunnison South Park and Pacific Railroad auf einer Höhe von ca 3500 müM, schon beeindruckend.

Am Abend sahen wir noch vier uns unbekannte Hiker, cool endlich wieder Leute unterwegs. Wir steigen noch einen Schneehang hoch und oben über den Sattel und wieder runter in eine sehr schöne Hochebene bis um acht Uhr.

Wir werden gar nicht müde, es ist so eine tolle Landschaft, überall blüht alles und Schmelzwasser kommt die Hänge runter. Als wir im Hang oberhalb eines Tales queren wird unten geschossen. Daran haben wir uns gewöhnt, du läufst einfach weiter und es hört auf als wir wieder tiefer sind. Ganz normal hier. Es wird auf alles geschossen, Schilder scheinen besonders beliebt zu sein oder irgendwelche Sachen die im Wald liegen wie Autos, Maschinen, Büchsen, usw. Einfach nur verrückt.

Wir sehen noch einmal einen Elch in einem Tal, er schaut kurz hoch und frist dann weiter. Wir sind sehr froh, dass jetzt der Sommer angekommen ist. Auch in dieser Höhe gibt es leider Moskitos 🦟, was weniger lustig ist.

16. Juni: Am Montag gehen wir vor sechs los. Wir merken etwas die Höhe, es ist mal über 3700 müM, mal darunter. Das Wetter ist sonnig und es sollte kein Gewitter geben, gegen Abend wird es hoffentlich nur windig. Perfekt um die hohe rote Route zu nehmen. Im Jahr 2022 hatten wir die tiefere gewählt (schlechtes Wetter und zu viel Schnee).


Zuerst müssen wir runter bis wir den Fluss North Fork Chalk Creek über eine Brücke queren und dann wieder hinauf auf 3915 müM. In dieser Höhe (mal tiefer, mal höher) bleiben wir denn ganzen Tag.
Oben geht es den ganzen Tag weiter über Schneefelder.

Das Queren ist nicht so schwierig, wir dürfen einfach nicht ausrutschen, denn falls wir doch ausrutschen, wird es streng um wieder auf den Weg zu kommen. Wir essen etwa um vier Uhr Mittag. Das ist nur auf dem Weg möglich der etwas unter der Baumgrenze durchgeht. Steil im Hang quert der Weg Richtung Passtrasse. Eigentlich wollen wir etwa acht Kilometer vorher das Zelt stellen, es windet aber so stark, dass wir noch etwa 6 Kilometer weiterlaufen. Der Weg wechselt auf die andere Seite des Berges. Leider verläuft er wieder im Hang nach vorne. Bei der nächsten Möglichkeit, etwa zwei Kilometer vor der Passtrasse, versuchen wir das Zelt zu stellen.

Wir müssen zuerst Leeroy als Sicherheit ins Zelt tun, danach halte ich es fest und Andy verankert es. Auf jeden Hering einen schweren Stein und so hält es. Bis zum Eindunkeln lässt der Wind nach. Es kommen noch zwei Hiker vorbei und ein anderer stellt sein Zelt etwas entfernt von uns direkt neben eine Schneewand… Sehr sicher 🥶

17. Juni: Pause in Buena Vista

Wir wandern bis um halb acht Uhr. Die restlichen zwei Kilometer zur Passtrasse Cottonwood 3696 müM. es ist sehr wenig Verkehr hier. Heute denken wir beide, dass wir weiter gehen müssen und erst in 48 Kilometer und etlichen Höchenmetern bei Twint Lake einkaufen können.


Zu unserem Glück hält ein Hundfan an. Er macht sofort Platz für Leeroy und ist begeistert von ihm. Wir sind eigentlich total egal und gehören einfach dazu. 🤪
Lieber Kerl, er fährt uns mitten in die Altstadt.

Park in Buena Vista

Beim Aussteigen macht er noch ein Foto von uns, also eigentlich von Leeroy, wir dürfen aber auch mit aufs Bild. Wir rufen Zuhause an und fragen nach wie es meiner Mutter geht. Es soll ihr etwas besser gehen, das freut uns sehr. Immer wenn wir ganz oben in den Bergen sind haben wir etwas Internet, so sind wir etwas informiert. Wir gehen einen Kaffee trinken und danach besorgen wir sehr hochwertiges Hundefutter mit viel Protein. Es kostet etwas, aber Leeroy braucht ziemlich viel Futter und wir hoffen, dass er so sein Gewicht behält.


Das Motel ist etwas baufällig aber es reicht. Die Dusche funktioniert, das ist was zählt. Die Leute nebenan haben so Freude an Leeroy. Wir duschen und gehen noch essen. Wir sind etwas verwundert, es scheint nicht viel los zu sein.
Das letzte Mal im 2022 war hier ausgelassene Stimmung in den Restaurants und viel mehr Leute unterwegs, auch Hiker waren hier.
Wir verkriechen uns ins Motel, das gleich neben der vierspurigen Strasse liegt. Leider ist das sehr laut.

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