Berthoud Pass – Grand Lake
28. Juni: Am Samstag machen wir einen Pausentag in Winterpark. Wir haben zwei Nächte in der Mountain Loge gebucht, das ist ein sehr schönes altes Skihostel oder das war es jedenfalls. Auch hier sind die Preise eher hoch, dafür darf man die Wäsche gratis machen in der hauseigenen Waschküche. Der Aufenthalt hier war etwas teurer als gewohnt, wir staunen auch beim auswärts Essen. Die Preise sind fast mit den Preisen in der Schweiz zu vergleichen.


So essen wir möglichst im Zimmer oder auf unserer Terrasse. Die Eigentümerin hat uns extra einen Tisch und zwei Stühle hingestellt, so ist es sehr gemütlich hier.
29. Juni: Sonntags um acht gehen wir mit Autostopp hoch zum Trail. Die junge Frau fährt für eine Tageswanderung hoch. Von diesen hat es viele unterwegs bis zum ersten Gipfel dem Mount Flora.

Danach sind wir wieder alleine unterwegs, ausser im Tal unten, fahren Verrückte mit allem was einen Motor hat auf Pisten umher.
Wir kommen heute ziemlich vorwärts und steigen in einem Zug zum nächsten Gipfel auf den James Peak. Beide sind über 4000 müM und dann schnell wieder etwas tiefer. Das Wetter schlägt um von sonnig zu windig und regnerisch, typisch Colorado. Wir gehen auf einer ehemaligen Eisenbahnschiene dem Hang entlang nach vorne. Wir stellen das Zelt gleich neben einer noch teilweise erhaltenen Eisenbahnbrücke.

Dort kochen wir und schauen dem Treiben bei der Brücke zu. Es kommen immer wieder Leute mit dem Auto, um Fotos zu machen. Zwei Frauen und ein Mann kommen und setzen sich auf die Brücke. Die eine fesselt die andere Frau, Andy und ich schauen uns an. Wir fragen uns, was das soll. Etwas komisch ist es schon, aber wir sind zu geschafft um zu fragen. Wir essen und danach ab ins Zelt. Es wird gelacht bei der Brücke, also alles in Ordnung.

30. Juni: Wie üblich packen wir vor Sonnenaufgang alles zusammen und gehen los. Jetzt müssen wir erst wieder raufsteigen zum Rollings Pass.

Dort hoch ist die Bahn vor 120 Jahren auch gefahren.
Der Nebel nimmt einem die Sicht und wir laufen mit Daunenjacke und Handschuhe, es ist richtig kalt.

Oben auf dem Pass geht der Weg natürlich noch einmal hoch. Den ganzen Morgen gehen wir im Nebel im Hang Richtung Grand Lake. Mit dem Nebel, der über den Hang drückt sehen die blühenden Blumen und Sträucher sehr schön aus.

Nach einem Abstieg kommt der erste See Monarch Lake. Wir gehen ohne gross zu überlegen weiter. Nach kurzer Strecke sind wir beim ersten Campingplatz, alles voll und viel zu laut für uns. Es wird auch bei den nächsten Campingplätzen nicht besser. Wir gehen einfach am See entlang und stellen das Zelt ein bisschen in den Wald hinein, hier wird heute sicher niemand mehr vorbeikommen.

1. Juli: Am Dienstag sind wir schon um fünf in der Früh unterwegs, jetzt sind es noch etwa 20 Kilometer bis Grand Lake. Ungefähr die letzte 6 Kilometer sind schon im Rocky Mountains National Park.

Der Hund ist nicht erlaubt im National Park, wir laufen ganz schnell raus. Ein Ehepaar begleitet uns noch das letzte Stück bis zum Parkplatz, wir sind froh das keine Ranger gekommen sind. Es hat uns doch ein wenig gestresst, denn wir möchten keinen Ärger mit den Leuten hier. Das freundliche Paar fährt uns zum Einkaufen bis nach Grand Lake. Wir sind so dankbar immer wieder so nette hilfsbereite Menschen zu treffen.
Um 10 Uhr sind wir in Grand Lake, buchen schnell ein Zimmer und können beim Motel schon um 12 rein. Danach gehen wir beim Communiti Center vorbei, um zu fragen, wie es ist mit dem Hund im National Park.

Die zuständige Frau für CDT Hiker meint wir sollen die 8 Meilen auslassen. Sie wird für morgen eine Person organisieren, die uns mit dem Hund durch den Park fährt und uns beim letzten Parkplatz rauslässt. Dann sind es nur noch zwei Meilen raus aus dem Park, das wird schon klappen. Super Lösung finden wir und gehen wieder zurück um zu essen. Beim Restaurant dürfte Leeroy auch nicht rein, eine Frau erkennt uns aber als CDT Hiker und schon darf Leeroy mit rein ins Restaurant.
Noch alles einkaufen und schnell bei der Post vorbei, um ein Paket zu holen für das Material das wir nach Hause schicken . Der Tag vergeht viel zu schnell mit allem was zu erledigen ist, auch Leeroy wird gewaschen. Für ihn haben wir noch ein Medikament dabei, das gegen Mücken ist, die irgendeine Krankheit auslösen. Das Medikament wird einmal im Monat auf die Haut aufgetragen. Sonst hat er noch überhaupt keine Medikamente gebraucht, ausser ein paar Kohlentabletten. Wir hingegen haben schon allerlei an Medikamente gebraucht, Schmerzmittel, Entzündungshemer, Etwas gegen Durchfall, …