Der erste Tag radeln wir von Wädenswil Kanton Zürich bis Saland Richtung Rheinfall
Am Nachmittag starten wir von Zuhause aus bei Regenwetter. Wir haben die Hoffnung, dass es aufhört zu regnen. Leider regnet es denn ganzen Tag. Leeroy hat Spass in seinem Wagen der ein Verdeck hat, das bei starkem Regen geschlossen werden kann. Wir werden bis auf die Haut nass.
Auf der Zürichseefähre
Mit der Fähre über den Zürichsee Horgen-Meilen ist der lockere Teil. Dann wird es ungemütlich streng und nass bis um sieben Uhr am Abend .
Denn der ersten Campingplatz ist geschlossen und der Zweite will uns nicht wegen des Hundes.
Es war schon nach sechs Uhr und regnet Eimerweise.
Fängt ja gut an unsere Veloreise. Leerroy hatte gute Stimmung 😎, wir viel weniger.
Wir telefonieren und finden einen freien Platz. Nochmals 50 Minuten im Regen weiterfahren.
Es gibt kein schlechtes Wetter nur weniger Motivation
Dafür können wir anschliessend warm duschen, Leeroy nicht🤪.
Wir werden heute die Wanderung beenden oder unterbrechen. Zwei Monate sind wir jetzt auf dem Via Alpina dem roten Weg unterwegs.
Wir sind weit gekommen von Triest bis Pian San Giacomo.
Von dort kommen wir mit Bus und Zug nach Hause und natürlich auch wieder hin. Das ist der Plan, immer wenn es geht werden wir weitermachen auf dem Via Alpina bis Monaco.
Mir stinkt es gewaltig, jetzt bei diesem schönen Herbstwetter nach Hause zu gehen. Andy ist da eher Vernünftig, er meint, du kannst nicht einfach nur wandern, wie recht er hat, bessert aber leider meine Stimmung nicht. Ich wandere hinter Andy her und bade in Selbstmitleid. Unglaublich wie mich dieses Leben in der Natur einnimmt. Jetzt noch den Passo della Serraglia mit 2279 müM und noch der Abstieg zur Passtrasse des San Bernadino und vorbei sind die zwei Monate wandern.
Wir wandern hoch und essen Frühstück bei Borghotto einer Siedlung aus Ferienhäusern.
Es ist niemand mehr hier und alles ist Winterfest gemacht. Weiter oben sehen wir noch eine Pferdeherde echt schön. Sie stehen weit oben im Hang am grasen.
Der Abstieg vom Pass ist nochmals eine Herausforderung steil und rutschig und 1200 Höhenmeter talwärts.
In Pian San Giacomo angekommen hoffe ich immer noch Andy, möchte auch noch weiterziehen, da es ja erst Freitagmittag ist und Samstag Sonntag wären ja noch.
Aber nix da, er ist jetzt knallhart und geht zielbewusst zur Postautohaltestelle.
Ich weiss ja, dass er recht hat und die Pflicht ruft. Sein Lebensmoto ist: Du hast nicht nur Rechte sondern auch Pflichten. Meiner sind eher, was Spass macht, sollte man nicht verschieben, weisst ja nicht wie lange noch.
Ich bin gespannt wann wir weitermachen können Tessin. Sollte eigentlich noch möglich sein dieses Jahr. Jetzt erstmal sind wir sehr dankbar für diese vergangenen zwei Monate, was wir alles gesehen haben, war wunderschön 🤩
Wir hatten wiedermal sowas von Glück am Morgen gehen wir erst um Sieben los. Wir laufen keine fünf Minuten als unter uns zwei Herdenschutzhunde anfangen zu bellen als sie uns sehen. Sie hören nicht auf bis wir ausser Sichtweite sind. Wenn die uns gestern Abend gesehen hätten wäre es nichts gewesen mit ruhigem Zeltplatz. Wir gehen nach Cresta und dort in den Volg um nochmals Essen einzukaufen. Wir gehen weiter nachdem wir vor dem Laden gefrühstückt haben.
Der Weg geht durch das Aversertal auf dem historischen Aversweg einfach genial. Ein Weg der gebaut wurde um Holz zu Transportieren.
Unterwegs zeigt sich die Sonne, schnell alles auslegen zum Trocknen. Das dauert heute etwas länger da das Wetter jetzt eher herbstlicher ist als die Tage davor.
Der Nachmittag ist wunderschön zuerst durch das Val Niemet hoch zum Niemetpass. Wir kommen unglaublich voran. Um vier gehen wir zum Lago di Montespluga hier geht’s weiter durch eine Schlucht sehr steil und wild.
Also dieser Tag scheint wirklich nicht enden zu wollen aber es macht richtig Spass. Bis wir aus der Schlucht sind wird’s langsam dunkel. Ich möchte gleich hier Zelten, weil ich denke das es schwierig wird oberhalb des Dorfes Isola ein Platz zu finden. Andy möchte weiter er denkt, dass es noch besser Plätze gibt, hier ist es ihm zu nass. Mir stinkt es aber was soll’s vielleicht hat er ja recht. Also laufen wir weiter, auf der Strasse und ein Ferienhaus nach dem Anderen kommt.
Super hätten doch besser gleich nach der Schlucht zelten sollen. Als wir endlich nach gut einer Stunden einen Platz gefunden haben, war’s in einer Kuhweide und nass 🤪
Wir sitzen vor dem Zelt und essen noch eine Kleinigkeit. Das hebt die Stimmung wieder an.
In der Nacht ist es ziemlich kalt. Ich habe sogar den Regenponcho über den Schlafsack gelegt. Als wir aufstehen, ist es zum ersten Mal, in der Zeit, die wir unterwegs sind auf dem Via Alpina, das Zelt und die Schlafsäcke nass. Wir müssen später, wenn die Sonne wärmt, alles trocknen sonst wird die nächste Nacht kein Spass.
Unsere Wanderung führt durch den leichten Föhren- und Arvenwald zum Lago di Cavloc, wo man sich am Seeufer oder im schönen Restaurant verpflegen könnte, nur ist es geschlossen. Weiter dem Weg folgend vorbei an dem Hochmoor von Bosch da la Furcela zur Siedlung Orden und bald erreicht man die Passstrasse vom Maloja.
Maloja
Dort laufen wir zuerst zum Lebensmittelgeschäft trinken ein Joghurt Drink und kaufen noch Brot. Hier in Maloja auf 1815 müM ist alles geschlossen an Restaurants nur in den sehr nobeln Hotels gibt es ein Restaurant.
Andy kennt nichts direkt zum Hintereingang rein beim Schweizer Hof an der Bedienung vorbei Richtung Restaurant und bestellt einen Kaffee. Die Dame ist etwas überrumpelt. Wir setzen uns gleich neben der Hotellobi an einen Tisch. Die Dame an der Rezeption schaut uns sehr herablassend an. Ich dachte zuerst, sie schickt uns gleich raus, aber wir bekommen zwei Kaffees und Andy bestellt sich noch ein Stück Zwetschgenwähe. Für den Preis hätte er im Volg eine ganze Wähe bekommen.
Kaffee am Morgen
Wir verlassen das Hotel die Handys haben wieder genügend Akkuladung und die Dame an der Loppy ist sichtlich erleichtert.
Bei Maloja geht es gleich steil rauf zum Lago dal Lunghin 2483 müM. Bei dem See trocknen wir all unsere Sachen. Wir stellen das Zelt, legen die Schlafsäcke aus beschweren alles und gehen zum See und waschen uns. Es ist saukalt und deshalb bleiben wir nicht lange im Wasser.
Kleine Erfrischung
Hier essen wir und müssen warten bis alles trocken ist, inklusive uns. Gestärkt nehmen wir die nächsten drei Pässe in Angriff. Der erste Pass Lunghin 2640m. (Hier ist die Geburtsstätte des durch das Engadin fliessenden Flusses Inn)
Pass Lunghin, der als bedeutende, dreiteilige Wasserscheide gilt. Das gegen Osten herabfliessende Wasser erreicht mit dem Inn das Schwarze Meer. Die Maira nimmt die Abflüsse nach Süden auf und bringt sie über den Po in das adriatische Meer. Gegen Westen bringt die Julia das Wasser mit dem Rhein zur Nordsee.
Dann etwas absteigen um den zweiten zu begehen Pass da Sett und danach denn dritten wieder hoch auf Forcellina 2676 müM
Juf
Jetzt noch hinunter nach Juf auf 2’126 m ü.M. Juf gilt als die höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung Europas. Es ist vier Uhr und wir wollen etwas essen in dem einzigen Restaurant das offen hat. Wir warten Geduld bis der Koch und Inhaber des Restaurant zurück ist. Es wird halb sechs bis wir weitergehen. Jetzt kommen immer wieder kleine Ansiedlungen an der Hauptstrasse. Der Wanderweg verlauft etwas oberhalb der Strasse und zum Glück ist hier um sieben absolut nichts mehr los, keine Autos unterwegs und schon gar keine Leute.
Auf einem Weg stellen wir das Zelt so ruhiger Zeltplatz hatten wir noch selten, die Strasse ist gleich unterhalb unserem Schlafzimmer 🤓
Wir gehen erst um sieben los steigen noch das letzte Stück runter zum Lago Campo Moro .
Im Sommer wird es Massen an Wanderer haben. Man sieht es an den vielen Plätzen die zum Grillieren einladen. Heute sind wir in diesem Tal alleine unterwegs bei herrlichem Herbstwetter.
Es ist zwar frisch zum Laufen. Seit etwa zwei Wochen treffen wir nur ganz wenig Leute an. Auch die Rinder, Pferde und Schafe sind meistens unten in den Tälern. Die Ferienhäuser sind meistens schon Wintersicher gemacht, also total einfach zum wild Zelten. Der Weg heute ist sehr speziell vom Tal aus müssen wir hochsteigen, einfach rauf wandern auf Skigpisten die sehr steil sind .
Dann geht’s durch Wald und Wiesen nach Chiareggio 1625 müM dort hat es einen kleinen Laden und wir kaufen für das Nachtessen ein. Wir laufen auf einer Schotterstraße bergauf zur Oro Alm auf 2010 müM .
Man geht nun auf einem historischen Maultierpfad weiter, der auf einigen Teilstücken noch gut zu erkennen ist, bis zum Muretto Pass mit 2562 müM , der Staatsgrenze zur Schweizerischen Eidgenossenschaft. (Regione Lombardia)
Vorne richtet sich mächtig der 3678 müM hohe Monte Disgrazia auf. Leider ist er im Herbstnebel nicht gut zu sehen. Wir müssen noch talwärts gehen , denn zum Übernachten ist es uns zu kalt hier auf dem Pass und um halb Acht wird’s dunkel, also machen wir vorwärts durch die steile Geröllhalde, ins Val Muretto nach Plan Canin.
Wir kommen erst etwa zwei Stunden später im Dunkel unten an beim kleinen Stausee, der sein Wasser durch einen Stollen zum Kraftwerk Löbbia im Bergell bringt.
Jetzt noch eine flache Stelle zum Zelten finden ist etwas schwierig es ist überall nass oder sehr uneben von den Kühen die hier geweidet hatten. Das gehört auch dazu nicht jeden Abend hat man einen tollen Übernachtungsplatz, leider.
Gut ausgeschlafen (Sechs Uhr) wandern wir bergauf zur kleinen Siedlung San Romerio 1768 müM. Das Kirchlein ist eines der ältesten Gotteshäuser im Puschlav. Es wird in alten Schriften bereits schon im Jahre 1055 erwähnt.
Die Kirche steht am Rande einer Felswand, die 100 m senkrecht abfällt. Hier auf einer Bank sitzend, essen wir Frühstück. Eine Aussicht auf das Berninamasiv und immer wieder schönes Wetter.
BerninamasivPuschlaversee
Der Abstieg haben wir schon um halbzwölf Uhr hinter uns. Durch Wald geht es nach Poschiavo 1014 müM
Wir gehen einkaufen für etwa drei Tage. Wir sind uns nicht sicher, was an Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten noch offen hat auf den nächsten Etappen.
Wir essen in einem guten Restaurant und die Portionen entsprechen unserem Hunger. Andy nimmt einen Rinderbraten mit Gemüse. Ich nehme Kutteln in Tomatensauce mit Kartoffelgratin. Es kommt ein gusseisernes Pfändchen mit Bohnen und Kutteln, Tomatensauce und das ganze mit Käse überbacken, ich werde platzen wenn ich fertig bin. Andy freuts und er isst den Gratin auf Innereien hat er nicht gerne.
Wir nehmen um zwei Uhr den nächsten Pass in Angriff. Ein Mann fragt uns, ob er uns mit hoch nehmen soll bis zur seinem Maiensäss.
Nett von ihm, aber wir lehnen dankend ab. Ein Bündner und Maiensäss, das kommt nicht gut, zuerst ein Gläschen Wein dann ein zwei oder mehr Schnäps und das vertragen wir jetzt nicht.
Wir kämpfen uns in einem Affenzahn hoch, durch Wald über Almwiesen am besagten Maiensäsen vorbei hoch zum Campagnedapass 2609 müM .
Der Abstieg ist etwas vom schönerem beim Dämmern über die Fläche zu laufen in die Nacht hinein. Diese Ruhe in den Bergen einfach unbeschreiblich.
Irgendwie haben wir hier nicht gut geschlafen, die Alm wirkte so chaotisch gestern Abend.
Bei den Zeltplätzen höre ich immer auf mein Bauchgefühl und dann schläft es sich gut.
Saharastaub ?
Es ist nicht mal sechs Uhr und wir sind unterwegs zur nächsten Hütte. Wieder stimmen die Angaben vom Via Alpina nicht. Schon nach einer Stunde sind wir beim Monte Croce und dreissig Minuten später beim geschlossenen Refugio Schiazzera.
Nach der Beschreibung von Via Alpina hätte das etwa drei Stunden gedauert. Wir sind einfach froh, das Zelt dabei zu haben, weil so etwas voraus zu Planen ist unmöglich. Der Weg heute Morgen geht durch Hang und Gebüsch runter bis Baruffini oberhalb Tirano.
Früher wurde der Hang Landwirtschaftlich genutzt. Terrassen mit Steinmauern bis ins Tal mit Trauben, Äpfel und alles Mögliche.
Obstplantagen
Teilweise sind die Steinmauern noch intakt, darauf wird auch noch Angebaut. Aber die meisten Terrassen sind überwachsen und werden nicht mehr genutzt.
Im Tirano gehen wir einkaufen und essen etwas in einem Restaurant. Am Nachmittag steigen wir wieder hoch durch diesen Hang immer wieder an zerfallene Steinhäuser vorbei.
Tirano
Es ist unglaublich heiss und anstrengend. Dann kommt der Übergang in die Schweiz. Ab jetzt alles perfekte Wege links und rechts Steinmauern und die Steinhäuser ebenso Renoviert mit Umschwung. Das Land wird landschaftlich genutzt die Terrassen einwandfrei und es liegt höher als das in Italien 🇮🇹 .
Viano
Wir laufen bis wir einen guten Platz im Wald gefunden haben und lesen und schreiben bis es dunkel ist.
Wir stehen um halb sieben Uhr auf, schnell alles verstauen und los geht’s. Wir steigen weiter ab im Valgrosina.
Schön hier mit dem Flüsschen das über die Steine in die Tiefe geht. Wir sehen vom Weg her die Falck Hütte, scheint aber nicht mehr bedient zu sein, also weiter zur Ortschaft Eita. (1703 müM ) Hier hat es eine grosse Berghütte mit Restaurant.
Leute scheinen anwesend zu sein, aber leider möchten sie noch nicht arbeiten und wir haben keine Lust zu warten. Auf einer Schotterstraße steigen wir hoch ins Avedo Tal. Auf der Vermolera Alm (1927 müM ) angekommen, essen wir aus dem Rucksack. Andy verliert die Nerven. Er meint, wenn du nicht schaust, wieviel du isst. dann haben wir morgen nichts mehr. Ich glaub ich spinne, auf jeder Wanderung das selbe. Wenn’s knapp wird mit Essen schiebt er eine Krise und jedesmal ist die Panik für nichts. Ich sag, es wird sicher noch was kommen, irgendwann. Nützt nichts er bleibt im Hungermodus und ich esse.
Weiter hoch zum 2408 m) einem typischen Bergsee mit abgerundeten Felsblöcken. Die Landschaft wird nun hochalpin und zuerst über ein steiles Schotterfeld, dann in engen Kurven durch einen steilen Kanal und dann zwischen großen Felsen bis zum Vermolera Pass (2732 m).
Von unterVon oben
Wir sind oben und geniessen die Aussicht. Der Abstieg in das Sacco Tal, über Felsen runter bis die Weiden von Almen anfangen. Bei einer Hütte schauen wir rein meinen erst es sei eine Schützhütte aber es ist einfach eingerichtet Älblerhütte. Wir essen hier eine grosse Büchse Fruchtsalat, der Älpler wird sich freuen wir legen fünf Euro in die Dose.
Etwa nach einer Stunde kommt ein Refugio. Viele Leute sind hier, wir staunen nicht schlecht, eine Frau bringt uns an einen Tisch. Ein Mann bringt eine Flasche Wein 🍷 und eine Flasche Wasser.
Danach werden zwei grosse Portionen Kartoffeln mit Wirz und Buchweizen Nudeln mit Käsesauce serviert. Wir essen alles auf danach noch Dessert mit Kaffee.
Wie ich dachte, das mit dem Hunger hat sich gelöst. Das weiterwandern ist dafür etwas strenger geworden.
Wir müssen oberhalb des Tales nach vorne laufen, denn dort sollte es eine Übernachtungsmöglichkeit geben. Leider ist dort eine verlassene Alm. Wir suchen eine Stelle,um das Zelt zu stellen was eher schwierig ist. Die Angaben vom der Via Alpina Seite sind nicht immer aktuell, leider.
Frühstück mit Sicht auf die Ortler Berge, wirklich cool mit Sonnenaufgang.
Wir wandern erst um neun Uhr los. Zuerst auf der alten Passtrasse runter bis kurz vor der Schweizergrenze beim Umbrailpass und von dort in Richtung Bormio (Lombardei). Immer unterhalb dem Kamm entlang.
Trostlose Gegend Stein an Stein und Überbleibsel vom ersten Weltkrieg Schützengräben und eine zerfallene Kaserne.
Erster Weltkrieg
Anschliessend kommt der Abstieg zu Furka Alm 2313 müM Darauf hin folgen die zwei Stauseen Lago di Cancano und Lago di San Giacomo.
Dort machen wir Mittag um etwas zu essen. Andy fragt, sind die Portionen gross die Bedienung Ja sicher, die Portion Spaghetti ist sehr klein und meine noch kleiner. Wir denken bei der nächsten Gelegenheit werden wir richtig essen. Danach geht es über die Staumauer zu den Türme von Fraele (1941 m) vorbeiführt, Aussichts- und Signal Türmen, die am Gipfel des Scale Passes, auf der Route der „Via Imperiale d’Alemagna“ errichtet worden waren.
Wir steigen weiter ab Richtung Arnoga eigentlich nur wenige Hauser und ein Restaurant an der Strasse leider eine Baustelle also nix mit essen. Bevor wir weiter ins Valgrosina Tal, gehen essen wir aus dem Rucksack. Andy meint wenn jetzt noch mehr Hütten geschlossen sind wirt‘s knapp mit dem Essen. Ich denke es wird schon noch was kommen mach mir keine Sorgen, verhungern werden wir nicht.
Wir laufen bis spät in den Abend zuerst runter im Tal und dann hoch zum Passo di Verva 2031 m.
Noch etwas runter ins Valgrosina aber definitiv nicht bis zur Waldgrenze (Hirschgeschrei macht uns fertig)
Das Zelt stellen wir an die Wand einer verlassenen Almhütte Hirsch sicher .🤓 Der heutige Tag war Kilometer mässig unglaublich. ca. 38 km und Höhenmeter
Gezwungenermassen starten wir vor Sonnenaufgang, der Hirsch verlässt jetzt auch den Platz mit uns, nett ist er.
Wir steigen den Rest hoch zum Plaschweller Joch 2455 müM und Frühstücken bei herrlichem Sonnenaufgang.
Der Abstieg nach Stifs Dorf ist schnell gemacht zuerst über Almen, dann durch Arvenwald und zuletzt noch auf Asphalt und um 10 Uhr sind wir unten.
Von Stilfs Dorf (1306 m) geht’s wieder rauf ins Platztal, vorbei an der malerischen Kapelle St. Martin.
Weiter vorbei an de Furkelhütte (2153 m) dann kommen immer wieder Wehranlagen aus der Zeit des ersten Weltkrieges. Wir gehen ohne grosses Interesse weiter. Dieser „Goldseeweg“ verläuft stets entlang der östlichen Hängen des Fallaschkammes, anfangs in mittlerer Steigung, später überwiegend eben in einer Höhe um die 2600/2700 müM bis zum Stilfser Joch. (2757 müM) Von dem Weg aus haben wir auf der anderen Seite die Ortler Berge im Panorama.
Ortlergruppe
Plötzlich fliegt unter uns noch ein Steinadler vorbei. Haben wir noch nie so nahe gesehen. Die Passtrasse mit allen Spitzkehren ist ebenfalls sehr imposant bei der Tirolerseite. Wir ergattern uns ein Hotelzimmer im alten Teil des Stilfser Joch Hotel.
Stilfserjochpassstrasse
Jetzt wird voll auf Tourist gemacht, wir gehen die Souvenirs anschauen, essen Pizza und gehen noch im runden Restaurant Kaffee und einen Trink bei Sonnenuntergang geniessen.
Auf der Dreisprachenspitze ein tollen Nachmittag verbracht.