Vorbereitung

CDT (Continental Divide Trail)

Der CDT-Fernwanderweg entlang der nordamerikanischen Wasserscheide von der mexikanischen zur kanadischen Grenze, 3100 Meilen, knapp 5000 Km, 130 000 Höhenmeter und man braucht ca. 150 Tage. Durch fünf Staaten: New Mexico, Colorado über die Rocky-Mountains, Wyoming, Idaho und Montana. Hoffentlich ein machbares Ziel im 2022!

Startmonument CDT

Nach dem PCT (Pacific Coast Trail, 4265 km von Mexiko nach Kanada) wollen wir nun auch diesen Weg (und danach noch weitere?) aus eigener Muskelkraft zu bewältigen und herauszufinden, was möglich ist. Wir fiebern ihm mit voller Vorfreude entgegen.

Ein Erlebnis im Alltag, das uns überzeugt hat den CDT (4800 km) bald möglichst in Angriff zu nehmen war im Kino. Der Typ an der Kasse fragt uns nach dem AHV-Ausweis. Ein prägendes Erlebnis für uns. Es wird Zeit, den CDT-Trail, dieses nicht so einfache Abenteuer in Angriff zu nehmen! Auch wir werden nicht jünger und es ist klar, dass wird eine Herausforderung für uns!

Das B2 Visum (6 Monate) ist bei uns noch bis 2027 gültig.

Vorbereitungen körperlich;

Dieses Mal hauptsächlich Bänder dehnen und Muskeln stärken mit Gewichten.

Natürlich auch barfuss gehen, bei jedem Wetter und Untergrund, weil die Füsse entscheidend sind für so lange Fussmärsche

Warum machen wir nicht einfach lange Wanderungen? Wäre die beste Vorbereitung! Der Grund ist schlicht und einfach, weil uns die Zeit fehlt für lange Wanderungen. Zuviel Arbeit ist noch zu erledigen bevor es los geht.

Trans Swiss Trail Tag 7 17. Oktober

Am Sonntag sind wir im Dunkel gestartet. Der Weg ging durch das Gelände der Alp Zalto . Diese bietet schlafen im Stroh an und danach geht der Weg an dem ausgetrockneten See Gola di Lago vorbei.

Wir hätten mit mehr Tagestouristen gerechnet aber es war sehr ruhig und auch ziemlich frisch.

Morgenessen

Im Laufe des Tages stiegen wir Richtung Luganersee ab, natürlich bei blauem Himmel. Im Dorf Tesserete waren wir um ca 12 Uhr und da steht die Kirche Santo Stefano.

Wir nahmen uns die Zeit und genossen dieses Glockchenspiel von der Kirche in vollen Zügen . So klare Töne ganz feine bis zu vollen mal schnell und dann ein warten auf den nächsten Glockenschlag, das Echo im Tal unbeschreiblich.

Auf dem letzten Kilometer durch’s Tal sammelten wir noch etwa ein Kilo Kastanien. Die Wanderung führte teilweise durch noble Wohngebiete und durch Wald und Parks mit einigen Sonntagspaziergängern. So hatten wir doch bis drei Uhr bis zum Städtchen Lamone.

Danach ging es mit dem IC durch den Gotthard Basistunnel mit bis zu 200 km/h so ergabe sich eine Reisezeit vom nur 2 1/2 Stunden bis nach Hause in Wädenswil und das mal für 70 Fr. für zwei Personen.

Also das finde ich wirklich nicht schlecht. Ich gebe es zu die Technik und der Gedanke das unsere Strassen etwas leerer werden gefällt uns. Das waren mal perfekte vier wunderschönen Tage, einfach mal vier Tage abschalten keine News richtig oder Wichtig. Die Welt wird sich auch ohne uns weiterdrehen.

Die Strecke von Ambri-Piotta bis Lugano ist 97 Kilometer lang und hatte 3400 Meter Aufstieg und 4000 Meter Abstieg

Trans Swiss Trail Tag 6 16. Oktober

Am nächsten Morgen kochten wir Haferflocken und Kaffee zum Frühstück. Wir mussten ja warten bis unser Betreiber wach war, um sechs in der Früh den Platz bezahlen, glaube, er wäre dann wirklich ausgeflippt. 

Wir gingen mal nachsehen, ob wir eventuell auch mit Twint bezahlen könnten. Beim Eingang hatte es eine Tafel, wo man die Zelte aufstellen darf. Dort, wo unseres stand, hatte es ein nicht zu übersehendes rotes ❌, was wir am Abend in der Dunkelheit nicht gesehen haben. Wir liefen zurück, um sofort das Zelt abzubauen, leider zu spät, er war schon vor Ort. Freundlich ist anders! Der Campingplatz des Agriturismo La Finca war echt im Verhältnis zu den Leistungen auch zu teuer, 34 Fr. die Duschen ein Erlebnis für sich… aber was soll’s.

Wir liessen uns die gute Laune nicht vermiesen schon gar nicht bei dem Wetter. Noch etwa 17 Kilometer dem Fluss nach bis Bellinzona, dort wollten wir frühstücken, es wurde dann Mittagessen in einer Pizzeria im Dorf Giubiasco.

Bei Bellinzona ging der Weg nicht in die Stadt sondern einfach am Fluss hinten vorbei.

Gestärkt nach dem Essen ging’s durch Wald hoch, wo wir zweimal eine kleine Pause machten. Nach dem Aufstieg liefen wir durch Armee-Gelände, um dann wieder abzusteigen ins Dorf lsone. Andy weiss natürlich alles darüber vom Militär. Mich interessiert das mässig, ich halt’s da mit dem Grundsatz: „ Stell dir vor, es wäre Krieg und keiner ging hin.“

Isone

Hier ging’s gleich wieder 230 Höhenmeter hinauf. Oben angekommen setzten wir uns vor ein Steinhäuschen und genossen den Sonnenuntergang.

Wir liefen weiter um einen wilden Schlafplatz zu finden. Der war richtig gediegen, gleich neben dem Weg ein flaches Plätzchen im Laubwald, genau in unserem Sinne. Auf dem Waldboden sitzend assen wir was der Rucksack hergab. So einfach kann das Leben sein. Und wir genossen den Momente und liessen den Tag ausklingen.

Trans Swiss Trail: Tag 5 15. Okt. 2021

Für die, die verwirrt sind: Wir sind im September von Ambri-Piotta aus in drei Tagen auf dem Trans Swiss Trail nordwärts gelaufen. Nun gehen wir den südlichen Teil – wieder von Ambri aus – in die andere Richtung bis Lugano.

Am Morgen des zweiten Tages (unser Tag 5 des TST) unserer Wanderung Richtung Süden war’s recht kalt und noch dunkel als wir loswanderten. Wir redeten ziemlich viel, auch nicht so wirklich Schlaues. Dachten, wir seien alleine unterwegs bis wir gemerkt hatten, dass noch jemand hinter uns läuft. Sie läuft auch den Trans Swiss Trail in Etappen und so ergab sich mit ihr ein längeres Gespräch übers Wandern.

Dieser Tag war eine echt coole Strecke! Zuerst oben durch wunderschönen Tessiner Laubwald mit schon leichten Herbstverfärbungen. Viele Kastanienbäume und unglaublich viele Kastanien auf dem Boden.

Am Nachmittag ging’s etwa 800 Höhenmeter talwärts, alles an einer gewaltigen Felswand entlang, teilweise mit Treppen aus Stein. Die Knie haben wir gemerkt, hätten ja auch eine Pause einlegen können. Aber wir wollten unten im Dorf Pollegio etwas essen.

Nach dem Mittagessen sind wir am Fluss Ticino entlang bis nach Biasca gelaufen. Dort absolviert der Trail eine grosse Schlaufe im Dorf, was keinen Sinn ergab. Andy hatte sich richtig aufgeregt und gef……, mir war’s eigentlich Wurst. Der Weg danach war sehr schön immer dem Fluss nach geradeaus, richtig zum Entspannen.

Wir hatten uns kurzfristig unterwegs per Handy informiert, ob es eine Ūbernachtungsmöglichkeit gebe. Beim Zeltplatz kamen wir erst um halb acht an. Der Zeltplatzbesitzer war, sagen wir mal, nicht erfreut über uns. Er habe um sechs Feierabend. Wir wollten aber duschen, also überging ihn Andy einfach und bestand darauf, dass es ein Zeltplatz sei und es klar sei, dass wir bleiben. Der Herr knallte die Türe zu und wir gingen unser Zelt aufstellen und duschen.

Trans Swiss Trail Tag 4 14. Oktober

Zweite Etappe von Ambri -Piotta bis Lugano vom Donnerstag 14.  bis Sonntag 17. Oktober 2021

Vier Tage wandern, übernachten im Zelt war ein schönens Erlebnis und wir hatten geniales Wetter.

Mit dem ÖV waren wir mit dreimal umsteigen um 9.09 Uhr schon in Ambri-Piotta. Zuerst mussten wir wie letztes mal ca. 250 Höhenmeter aufsteigen bis zur eigentlichen Wanderstrecke des Trans Swiss Trail.

Bis dahin hatte ich Andy mit allen neuen Erkenntnissen über meine neuen Schuhe von mir eingedeckt, was ihn leicht an den Anschlag brachte. Meine Wanderschuhe von La Sportiva sind sehr leicht, es sind halbhohe Schuhe mit festen Sohlen und auch Steigeisen tauglich. Oben über den Rist geben sie nach bei jedem Aufsetzen des Fusses- ein super angenehmes Gefühl. Wie die Schuhe gebunden werden, war auch der Grund für die Kaufentscheidung, sah einfach spannend aus.

Der erste Tag wanderten wir von Quinto bis Calonico durch all diese kleinen sehr schönen Dörfer. Zum Glück hatten wir zuhause den Kühlschrank leergeräumt und noch in Arth-Goldau auf dem Bahnhof etwas dazugekauft, denn ein offenes Restaurant hatte es nicht.

Wir assen etwas in einem Waldstück und tranken natürlich einen Kaffee dazu.

Danach gingen wir weiter und gegen Abend trafen wir in dem reizenden Dörfchen Rossura (62 Einwohner) auf Joachim. Ihn hatten wir im Zug gleich im Nachbarabteil. Sehr lustig, er hatte sich gemerkt, dass wir Ovo-Sport gegessen hatten und wir konnten nicht fassen, dass er so eine riesen Portion Müesli aufisst und wir sind ja auch eher gute Esser. So lernt man immer wieder sehr nette Leute kennen, wirklich toll.

Es wurde dann recht schnell frisch, sobald die Sonne hinter dem Berg verschwunden war. Die Nacht verbrachten wir in einem Kastanienwald oberhalb von Lavorgo.

Tag 3 26. September

Super! Es hatte in der Nacht nicht geregnet. Vor sechs Uhr sind wir losgegangen und es war noch dunkel. So bekommen wir auch sicher keine Probleme mit den Angestellten des Kraftwerks.

Im Jahre 1987

Nach etwa einer Stunde haben wir auf einer Bank im Dorf Gurtnellen gefrühstückt. Hier war noch kein Mensch unterwegs.

Gurtnellen heute

Der Weg führt ab jetzt alles der Reuss entlang mit ihrem türkis-farbigem Wasser: gemütliches Wandern bei herrlichem Wetter.

Andy auf Abwegen

Ziemlich cooler Wanderweg mit immer mal wieder einer Infotafel zur Bahnstrecke, Bilder der alten Bahnlinie und Erneuerungen.

Echt beeindruckend was hier an der Gotthard-Bahn an Technik und Ingenieursarbeit geleistet wurde. Alleine 100 Brücken mussten erneuert und angepasst werden. Starke Leistung. Dann haben wir sicher noch eine geschlagene Stunde mit einem Landwirt in Hinteried geschwatzt, was auch immer lässig ist, weil wir beide auf einem Bauernhof aufgewachsen sind.

Wir haben die letzten Kekse gegessen als wir Richtung Amsteg gegangen sind. Von hier sind wir weiter Richtung Erstfeld gegangen. In Erstfeld will Andy wissen, wo der Gotthard-Basistunnel beginnt. Keine Ahnung, aber dafür mach ich einen auf Loriot (deutscher Humorist, Vicco von Bülow). „Wo fahren sie denn? Wo fahren sie denn!“ Andy lässt mich stehen. Manchmal wird es ihm einfach zu blöd mit mir.

Wir gehen den ganzen Nachmittag der Reuss entlang bis zum Vierwaltstättersee. Dort fragen wir jemanden, wann das letzte Postauto von Isleten Richtung Altdorf fährt. In Isleten haben wir am See noch superfein gegessen. Das ist doch ein gelungenes Wochenende.

Mit dem Postauto sind wir zurück nach Aldorf, dann mit dem Zug bis zum Zürich HB und weiter noch bis Wädenswil. Um 8 Uhr sind wir dann zuhause gewesen. Alles super geklappt.

Die Eisenbahnen überwindet von Erstfeld bis Göschenen 630 Höhenmeter. Das ist ein super Erlebnis für Bahnbegeisterte. Wirklich sehr toll.

Löschzug Gotthard Basistunnel

Die Strecke von Quinto bis Isleten ist 77 Kilometer und 2900 Meter Aufstieg und 3300 Meter Abstieg.

Wir freuen uns auf den nächsten Abschnitt vom Trans Swiss Trail!

Tag 2 25. September

Wir hatten etwas länger geschlafen als sonst. Bis 8 Uhr. Es war richtig kalt in der Nacht. Alles hinein in den Rucksack und dann noch das letzte kurze Stück zum Gotthardpass hochgewandert.

Hier in diesem Gebiet entspringen vier Flüsse: Rhein, Rhone, Reuss und Ticino. Es hatte hier auch jene militärische Festungsanlagen, aber die fanden wir beide nicht so spannend.

Wir gingen ins Passrestaurant und haben bei herrlichem Wetter Kaffee und Croissants genossen. Es wurden immer mehr Leute und nach einem Gespräch mit einem Velofahrer gingen wir Richtung Urnerland weiter, alles runter am Lago di Lucendro Stausee vorbei.

Elektrogewinnung

Der Herbst war definitiv angekommen, im Schatten war es kalt und windig, jedoch herrlich um zu wandern.

Das sehr touristische Dorf Andermatt gefiel uns nicht so: typischer Skiort, überbaut und touristisch.

Dafür gefiel uns der Abstieg durch die wilde Schöllenenschlucht. Einfach den Lärm von den Autos wegdenken und dann ist es super.

Schöllenenschlucht

Bei einem kleinem Rastplatz, dem Geissenplatz, gleich neben der Passtrasse haben wir eine Pause gemacht, mit Kaffee, Käse, Apfel und Nüsse: herrlich. Wir lernten auch hier wieder nette Leute kennen, Cornelia, eine Kinderärztin aus Luzern. Wir hatten ein super Gespräch über ihre bevorstehende Reise durch Afrika mit ihrem Defender Land-Rover.

Nach etwa zwei Stunden gingen wir weiter Richtung Altdorf.

Unsere Energie war ziemlich aufgebraucht, also besuchten wir das einzige Restaurant in Wassen und assen eine Kleinigkeit.

Diese Kirche ist dreimal von der Zugfahrt zu sehen.

Das Wetter wurde immer schlechter, was wir merkten, weil hier coronabedingt draussen serviert wurde.

Ich fragte die Einheimischen, die hinter uns sassen, was sie dachten, wann es anfängt zu regnen. Ein Mann gab gleich ziemlich überzeugend Auskunft: „Föhnlage“, „Berge“, „Wind“ (und was auch immer noch). Fazit morgen um Vier regnet es. Seine Kollegen nickten dazu, ich glaube, der versteht was vom Wetter.

Eigentlich wollten wir nach Hause gehen, weil Regen angesagt wurde ab heute Abend und morgen den ganzen Tag. Aber nach seiner Aussage haben wir uns doch dazu entschieden noch weiter zu laufen.

So bedankten wir uns bei Herrn „Wetterschmöcker“ und gingen los, um uns einen Schlafplatz zu suchen. Nach einer Stunde hatten wir gleich neben dem Kraftwerk Pfaffensprung einen coolen Strandplatz gefunden.

Wir stellten unser Zelt und genossen den Abend ohne Regen.

Trans Swiss Trail Tag 1 24.September 2021

Superschönes Wetter das ganze Wochenende, da musste man einfach raus in die Natur.

Also starteten wir den Fernwanderweg „Trans Swiss Trail“. Drei Tage sind wir ein Teilstück gewandert. Bis nächsten Frühling möchten wir die ganze Strecke zurückgelegt haben. Immer mit dem Zug an den neuen Ausgangspunkt und dann das nächste Teilstück wandern.

Trans Swiss Trail

Diesmal sind wir zu früh aus dem Zug ausgestiegen, also sind wir dann eben von dort aus gestartet und das nächste mal oder wann auch immer werden wir dann von Mendrisio aus loswandern. Am Morgen um 7 Uhr auf das Postauto und am Bahnhof Wädenswil zwei Tickets nach Ambri-Piotta für 44 Fr. Halbtax gelöst.

Die Zugfahrt war wirklich ein Erlebnis. Zuerst beschwerte sich unsere Abteilungsnachbarin über die Polsterung der Sitze, dann die Sonnenstoren usw. Sehr amüsant so hohe Ansprüche, unglaublich. Zweimal umsteigen in Pfäffikon und Arth – Goldau. Im letzten Zug funktionierten die WCs nicht, was für richtigen Unmut sorgte. Dafür gab es aber einen WC-Stopp in Erstfeld. Die Leute jammern wirklich auf einem hohen Niveau. Es gibt extra einen Stopp und die regen sich immer noch auf. Ich musste dringend raus aus dem Zug, schnell auf das WC, ist doch kein wirkliches Problem. Oh Schreck das Frauen-WC war abgesperrt doch es Bestand zu Glück eine Alternative: „Herren-WC“.

Das Ticket hätte eigentlich bis Mendrisio sein sollen, wir hatten aber einen Fehler gemacht, also hatten wir das Ticket nur bis Ambri-Piotta. Also starteten wir hier und das nächste Mal (wann auch immer) werden wir dann von Mendrisio aus starten.

Wir mussten zuerst die Strecke zum Trans-Swiss-Weg hinauflaufen: 350 Höhenmeter aufsteigen und ca. 4 km weit.

Erste Schritte auf dem Trail

Um 11 Uhr sind wir losgegangen und waren etwa um 1 Uhr auf dem Weg. Am Nachmittag liefen wir durch kleine Dörfer und danach kam ein Abstieg nach Airolo. Hier kaufte ich einen Liter Milch und füllten das Wasser für den Abend auf.

Der Aufstieg zum Gotthardpass war genial. Alles der alten Tremola-Passtrasse nach mit dem Kopfsteinpflaster.

Und diese Bauten der Kehrtwendungen (24 Kehren und 340 Höhenmeter) in dieser Kulisse: einfach beeindruckend.

Etwa um acht waren wir oben (2’106 m.ü.M.), und haben das Zelt gleich ein Stück neben der Passtrasse gestellt.

Haferflocken zum Znacht. Es war schon dunkel und auch ordentlich kalt, sodass wir im Zelt gegessen haben.

Tag 17 1. August Arles – Lyon – Genf – Zürich – Wädenswil.

Wir standen um 6 Uhr auf. Packten alle stinkenden Kleider in eine Tasche und die Lavendel Geschenke oben drauf, mal schauen wer gewinnt der Lavendel oder unser stinkenden Kleider.Wir ziehen die Regenhosen und Jacke an plus ein Pullover, so ziemlich das einzige das nicht verschwitz war.Sind lieber etwas zu früh am Bahnhof mussten noch die Fahrkarten kaufen also los.So früh am Morgen sechs Uhr war noch kein Verkehr unterwegs, war ja auch Sonntag.

Am Bahnhof angekommen nahm ich die Velos. Das hatten wir gemerkt einfach stehen lassen ist keine gute Idee, die wären schnell weg.

Die Kosten von Arles bis Lyon 70 Euro und in den Regionalen- züge sind die Velos gratis.

Ihm Ausland ist unsere Devise nicht zu trödeln beim Einsteigen meisten sind die Züge voll besetzt. Also waren wir recht energisch beim Einsteigen, wir konnten unsere Velos aufhängen und die Gepäcktaschen zum Sitzplatz nehmen. Danach wurde es immer enger am Schluss waren etwa 15 Fahrräder in diesem kleinen Abteil und natürlich die Velofahrer dazu.

In Lyon war der Bahnhof sowas von voll mit Reisenden. Sich hier zurecht zu finden nicht ganz einfach. Wieder ein Ticket für zwei Personen bis Genf lösen 78 Euro und die Velo‘s waren wieder gratis.

Auch dieser Zug war wirklich sehr gut besetzt, wir hatten wieder einen Sitzplatz ergattert in der Nähe von unseren Velos. In Genf gingen wir an den Schalter um ein Ticket zu lösen Genf Zürich mit Intercity Schnellzug für Fr.130.-(Halbtax)nicht mehr so günstig wie in Frankreich. Hier ganz entspannt dein Velo verstauen und essen holen und Kaffee, einfach genial. Der Zug wird zu 99 Prozent pünktlich abfahren und mit der selben Wahrscheinlichkeit hast du ein Abteil für dich. Wer Auto fährt ist selber schuld. Wir kamen entspannt in Zürich an und ich bin jedesmal begeistert. Noch letztes Mal umsteigen nach Wädenswil mit dem Regional Zug und das letzte Stück mit dem Postauto. Also so gefällt uns das Reisen, nicht gross Planen sondern einfach eins nach dem anderen, klappt nicht immer ist aber nie langweilig.

War unsere erste längere Velotour aber sicher nicht die letzte. Für uns schon etwas Luxus, immer Campingplätze mit Duschen jeden Abend herrlich, auch mal auswärts essen oder trinken wirklich sehr lässige Ferien. Was wir nie gemacht haben ist im Hotel oder Hostel übernachtet, eigentlich gar nicht bewusst sonder wir hatten gar keine Lust. So sind wir recht günstig gereist ca. 1300 Fr. also für 17 Tage pro Person 650.-mit den Fahrkarten für die Heimreise. Was hier nicht dabei ist klar die Ausrüstung hatten wir teilweise vom wandern und die Velos plus Packtaschen hier haben wir schon ziemlich Geld ausgegeben aber hoffen, dass wir viele Jahre noch solche Touren machen damit.

Anmerkung: Ein herzliches Danke an die Follower und an alle die eine Nachricht hinterliessen sowohl auch an

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Gruss Andy und Rosa

Tag 16 Saintes-Maries-de-la-Mer – Parc Naturell régional de Camargue – Arles 53 km

Wir waren sowas von müde, was für eine Nacht und es ging neben uns schon wieder weiter. Also erst mal ans Meer zum Baden das hob unsere Stimmung wieder an.

Danach gingen wir zurück zum Zeltplatz um zu duschen, in den sanitären Anlagen sieht es aus, also sowas hatte ich bis jetzt anhin nicht für möglich gehalten .

Erst mal zum Frühstück an die Strandpromenaden , Kaffee mit Croissant super.

Danach fuhren wir zurück und packten alles aufs Velo und auf Richtung Arles

Elchpflege

Wieder durch die tolle Landschaft von gestern ist sehr trocken hier in der Camargue.

Vor der Stadt Arles müssen wir noch auf einer Schnellstrasse ausweichen war nicht unsere Lieblingstrecke. Wir hatten eine super süsse Melone gleich beim Strassenverkäufer auf einer Ausweichstelle verputzt.

Der Stadtcampingplatz den wir ausgesucht hatten, war leider pleite gegangen. Also müssten wir etwas ausserhalb einen Platz nehmen. Zelt stellten wir entspannt und duschten ausgiebig. Danach gingen wir in die Stadt auch schnell zum Bahnhof. Bei Andy war es immer das Gleiche, sobald wir in eine Stadt kamen verwandelte er sich in ein Ego, ein sehr schnelles und aggressives dazu. Er fuhr wie ein Wilder, schneidet die Autofahrer, eine Frechheit. Ich sah Stinkefinger ,den Vogel und vieles Mehr aber was soll’s ich probiere einfach dran zu bleiben Andy hörte sowieso nichts.

Beim Bahnhof angekommen sehen wir schnell ob wir morgen früh ein Ticket lösen könnten. Super hat ein Ticketautomaten der relativ einfach war zu bedienen.Nach den erledigten Abklärungen besichtigten wir die Altstadt und die Arena von Arles

Eigentlich wollten wir noch irgendwo etwas essen oder trinken, aber mit unseren Velos fast nicht möglich. Immer wieder merkten wir, dass uns nicht so seriöse Personen beobachten. Kann sicher nicht am Stadtteil liegen na vielleicht auch ein bisschen🤔 Also blieb uns keine andere Möglichkeit als drauf sitzen zu bleiben.

Das hat man davon so super Velos fielen auf. Aber es macht mehr Spass als so ein schweres Tourenvelo, so war es nicht allzu streng diese Kilometer pro Tag zu fahren.