VA 36. Tag 16.September 2023 Brigsau – Biberacherhütte

Wir stehen um sechs Uhr auf das Wetter ist schön und wir haben gut geschlafen.Wir freuen uns auf den Bergsee der kommen soll, also schnell hoch.

Der kristallklare Bergsee gleicht eher einer trüben Pfütze mit viel Kuhscheisse! Das war’s dann auch. Wir denken das ist wirklich schade auch überall noch Plastikabsperrbänder an den Gebüschen vom Vieabtrieb und alles ziemlich zusammen getrampelt. Ob das so gut ist für die Alpen vielleicht auch zufiele Tiere auf die Fläche. Da wundert man sich schon, wenn dann noch Schilder angebracht werden, da drauf steht denn Weg nicht verlassen wegen der Bergflora. Jedenfalls haben wir kein schlechtes Gewissen wenn wir unsere Zelt aufstellen, wir hinterlassen es immer sauber. Meistens kommen die Wildtiere eher zu nah als das wir sie stören und das ist ja schön.

In der Mindelheimer Hütte kommen wir erst um elf Uhr an die Zeitangaben waren lustig mal hiess es 5 Stunden dann wieder 3 1/2 für Frühstück waren wir zu spät.

Mindelheimer Hütte

Die nette Hüttenwartin brachte uns Suppe und Apfelstrudel mit warmer Vanillesauce nicht schlecht. Anschliessend kommt noch ein kleiner Anstieg zum Wiedengrundkopfsattel.

Danach geht es bergab bis zur Koblat, einem Bergrücken zwischen Kleinwalsertal und Tannberg nahe der deutsch-österreichischen Grenze.

widderstein

Weiter geht der Weg bis zur Widdersteinhütte unmittelbar am Fuße des wuchtigen Widdersteins 2533 müM. Anschliessend zum Hochtannbergpass

Europäische Wasserscheide

(1.676m) hinab und danach zum Körbersee. Unglaublich eine Berglandschaft die hier ist im Voralberg.

Wir gehen talwärts bis nach Schröcken mehr oder weniger auf Asphalt und mir schmerzen die Füsse. In Schröcken essen wir beim Dorfladen mit einem Töfffahrer und Andre Spitzname „Olaf“. Er wandert den Jakobsweg. Wir sind beeindruckt von seinem Rucksack 25 Kilo trägt er, wir zusammen bringen es auf 13 Kilo.

Wir müssen weiter gehen der Weg geht wieder Bergauf. Es ist schon am eindunkeln als wir beschliessen Feierabend zu machen. Andy; ich geh schnell dort oben schauen ob es geht um das Zelt zu stellen. Ich; wollen wir nicht hier irgendwo. Was soll’s er ist schon Weg, als er oben ist winkt er. Ich steige hoch Andy ist weg, ich denke er ist weiter nach vorne gegangen.

Er hingegen ist weiter oben nach unten gegangen um mich zu holen, mittlerweile war’s dunkel. Er flucht unten. Ich kraxele oben durch den Hang und Fluche ebenfalls, irgendwann hört er mich und kommt hoch. Entspannter Abend ist anderst. Mittlerweile reden wir nur das nötigste in solchen Situationen. So eskaliert es dann nicht. Das hat sich bewährt auf unseren Reisen.

VA 35. Tag 15.September 2023 Prinz Luitpold Haus -Brigsau

Frühstück ist mit Birchermüsli, wir nehmen eine riesige Portion davon, kommt ziemlich nahe an das was meine Mutter macht , lecker.

mit Berghütte im Hintergrund

Zuerst querren wir die vordere Wildengruppe im Geröll danach steil auf Gras abwärts bis zur Schineberghütte 1708 müM. Wieder hoch zum Sattel des Himmelecks auf 2.007 müM.

Von hier ist ein beeindruckenden Ausblick auf den wohl imposantesten Grasberg der Allgäuer Alpen, des Hotats.

Von jetzt an geht es nur noch runter bis ins Oyttal dort wird es flacher und wir laufen ins sehr touristische Dorf Oberstdorf 824 müM.

Oyttal

20 Kilometer gelaufen und uns kommt nichts besseres in den Sinn als in Souvenir Geschäfte für unsere Wappen zu schauen, Deutschland, Österreich, Italien brauchten wir noch.

Etwa nach zwei Stunden gehen wir weiter, ohne Wappen dafür mit vollem Bauch.

Der Weg geht an der grössten Skiflugschanze von Europa vorbei und danach durch Skigebiet, immer im Tal aufwärts.

Weite des Sprungs 250 m

Wir gehen noch möglichst weit Richtung Mindelheimerhütte hoch, dass wir am nächsten Morgen bei der Hütte rechtzeitig aufs Frühstück kommen.

Wir stellen das Zelt mit Sicht ins Tal auf eine Anhöhe auf . Das ist jetzt gut möglich, die Tiere sind jetzt im Tal.

Den ganzen Nachmittag hörten wir die Kühglocken .Unmengen von Tieren werden da ins Tal gebracht.

Wir sind so müde das wir um halb Acht ins Zelt gehen und schlafen.

Am Morgen Richtung Oberstdorf

VA 34. Tag 14.September 2023 Weissenbach am Lech – Prinz Luitpold Hütte

Wir müssen bis halb neun Uhr warten, denn erst dann gibt’s Frühstück. Das Wirteehepaar hatte keine Lust früh aufzustehen. Macht auch nichts da es immer noch regnerisch ist .

Nach dem Frühstück gehen wir aus Weissenbach und laufen dem Fluss Lech entlang. Zwischen den Bäumen hindurch hat man immer wieder einen Blick auf die Flusslandschaft.

Das türkise Wasser und die weißen Schotterbänke. Hier ist der Fluss noch in seinem natürlichem Breite zu sehen was sehr schön ist. Dann geht’s rein in‘s Schwarzwassertal. Leicht ansteigend geht es nun durch dieses völlig unbesiedelte und dicht bewaldetet Tal aufwärts.

Bei einem Tor hat es allerlei Warnschilder,Verbotstschilder. Andy meint, wenn du in Österreich den Abend lebendig erlebst hast du Glück. Wir müssen immer wieder staunen, was dir alles auf denn Wanderwegen geschehen kann, erschlagen v. Stein, Ast, Lawinen ausrutschen auf Kuhfladen oder Verschmutzungen, Ertrinken , Absturz in die Lech.

Wir treffen beim Aufstieg zur Bockkarscharte noch zwei Alpwirte. Andy fragt wie der Alpsommer war. Der Älpler erzählt, nicht gut, ihm sind diesen Sommer insgesamt 30 Schafe getötet worden von einem Bären. Wir fragen ob der Bär noch lebe. Er; ja es werde diskutiert was man machen könnte. Wir verstehen nicht wie man da nicht schneller reagiert der Bär ist offensichtlich zu nah am Menschen. In Amerika wäre der Bär vertrieben worden oder das Gebiet weiträumig abgesperrt, das Essen entfernt beziehungsweise die Schafe abtransportiert.

Blick zur Bockkarscharte

Wir haben heute gelernt, dass wir die Warntafel mit den Bären oder Wölfen ernst nehmen müssen. Uns ist aufgefallen das die Landwirte es einfach hinnehmen, wenn ihnen Tiere gerissen werden.Der Aufstieg ist steil aufwärts zur Bockkarscharte.

Der Aufstieg war wieder mal sehr anstrengend und rutschig. Jenseits der Scharte führt der Weg nicht mehr ganz so steil abwärts zum Prinz Luitpolt Haus.

Wir nehmen hier eine Übernachtung mit Nachtessen und Frühstück, sehr schöne Hütte mit leckerem Essen.

VA 33. Tag 13. September 2023 Rinnen -Weissenbach am Lech

Morgens sind wir erschlagen, im Heu schlafen sowas von unbequem, wie in einer Badewanne egal ob man das Heu zurecht legt und stampft.

Bei Regenwetter wandern wir nach Weissenbach am Lech durch Wald an einem Stausee vorbei nicht sehr aufregend.

Etwa nach vier Stunden waren wir beim Frühstücke in einer Bäckerei.

Dannach laufen wir zum Hotel, leider können wir erst um 15 Uhr das Zimmer beziehen. Also geht es zum Einkaufscenter mit Sitzecke. Wir verbringen die Zeit hier mit schreiben, essen und Kaffee trinken, auch mal schön richtig faulenzen. Essen nehmen wir mit ins Hotel, denn wir haben nicht vor noch mal ins Dorf zu laufen. Wir sind schlicht und einfach zu müde um überhaupt noch etwas zu unternehmen.

Mit dem Essen ist es auch so, dass wir mit Hunger ins Restaurant gehen und nach dem Essen immer noch Hunger haben.

Vom Laden haben wir eine Tasche voll eingekauft und bis am Abend ist alles aufgegessen.

VA 32. Tag 12. September 2023 Biberwier- Rinnen

Der Via Alpina macht uns ein wenig zu schaffen. Wir gehen in der Nacht aufs WC kommen zurück, schlafen gerade ein und kurze Zelt danach ist etwas zu hören. Als wir nachschauen fehlt ein Schuh von Andy. Wir suchen ihn ohne Erfolg. Andy lässt den zweiten draussen stehen und meint, dann soll er den auch noch mitnehmen. Diese Gelassenheit von Andy ist beängstigend, ich nehme meine ins Zelt, sicher ist sicher.

Am Morgen liegt der zweite Schuh von Andy etwas weg vom Zelt. Den zweiten findet er zum Glück auch noch hinter einem Sandhaufen, wahrscheinlich hatten sie zu fest gestunken.

Eigentlich wollten wir einen oder zwei Tage Pause machen wegen denn angekündigten Gewitter. Wir werden übermütig und gehen noch eine Etappe weiter.

Zuerst noch ins Dörfchen zum Frühstück ausgiebig natürlich, man hat ja Zeit. Dann lernen wir noch Birgitte kennen. Mit ihr reden wir den ganzen Morgen unglaublich nette lustige Person.

Jetzt aber nix wie los mal den Anstieg bis zu den Skistatsionen durch Wald grad rauf. Wir setzten uns gleich hin für eine Pause da das Wetter immer noch freundlich ist.

Gartnerwand

Also wir wieder talwärts, um eine riesige Gartnerwand zu queren um auf der anderen Seite wieder hochzulaufen zum Sommerbergjöchl. Auch hier wieder ein Pause, man hat ja genügend Zeit. Der Abstieg führt gerade nach unter. Wenn es hier geregnet hätte, wäre es sehr mühsam zum Laufen.

Unten angekommen zieht das Wetter immer mehr zu. Wir entscheiden, einfach mal so weitermachen. Obwohl im Bergwan hätte es Übernachtungsmöglichkeiten gegeben.

Ich sag noch mit einem lachen zu Andy die Gewitterwolke da sieht aber schon recht bedrohlich aus.

Wie vorausgesagt kommt dann ein Gewitter zuerst finden wir noch nicht so grausig mal denn Poncho anziehen. Als es dann aber richtig loslegt haben wir wieder mal sowas von Glück. Ein Schopf mit Heu gleich neben dem Weg, den Dummen gehört das Glück.

Dies war nur der Anfang

Andy jammert ewig rum, weil er nicht gerade liegt, ich frage mehrere mal was er ändern möchte.

Bis mir zu blöd wird und frage was er sich dann gerne wünscht ein Boxspringbett oder was😡?! Ich bin einfach froh, dass wir nicht im Zelt schlafen müssen, weil es ein sehr heftiges Gewitter ist. Andy sagt dann auch nichts mehr, so können wir auch schlafen.

VA 31 Tag 11. September 2023 Feldernjöchl – Biberwier

Der Morgen fängt mal super an, etwa eine Stunde bis zur ersten Alm die ein Restaurant hat.

Türe ist offen aber niemand zu sehen. Wir wollten rein gehen, bis uns ein Mann auf dem Balkon nicht grad freundlich fragt, was wir wollen. Ein Restaurant um halb neun, was wohl ein Frühstück vielleicht? Wir antworteten; ein Frühstück. Er meint daraufhin einen Kaffee könnt ihr haben, muss mich nur noch schnell anziehen. Die Älpler sind auch nicht mehr Frühaufsteher 😜 Wir denken bei der nächsten haben wir mehr Glück. Fehlanzeige, die hatten gestern Älplerfest und sie öffnen erst um 10 Uhr.

So sind wir weiter runter gelaufen und wir bewältigen danach noch einen knackigen Aufstieg um dann endlich zu essen. Doch auch hier müssen wir eine halbe Stunde warten, aber das Essen ist sehr gut.

Wir haben etwas schlechter Laune an diesem Morgen, hier in dieser Gegend merken wir, dass die Preise gestiegen sind. Das Personal teilweise müde von den vielen Gästen.

Dafür ist der Weg mehr als uns gefällt anspruchsvoll, an manchen Stellen muss man sehr aufpassen.

Nachdem wir den Anstieg bis zur Biberwierer Scharte bewältigt haben geht es in Schlaufen im losen Gestein steil nach Biberwier hinunter.

Blick von der Biberwierscharte nach Biberwier

Leider wandert ein Herr oberhalb von uns ohne gross zu schauen, ob er rutscht oder Steine lostritt. Wir beschlossen nachdem er doch ein grösseren Stein lostrat bei einer guten Stelle Pause zu machen.

Was macht er, ziemlich ausser Atem setzt er sich zu uns. Wir gehen weiter bis wir nochmals Pause machen, auf solchen Wegen hätte man besser einen Helm an haben wir aber nicht leider.

Wir kommen etwa um vier im Dorf an, wo wir auf einem Campingplatz für eine Nacht Buchen.

Beim Dorfladen kann man Kaffee trinken und es hat Tische im und vor dem Geschäft. Wir essen alles mögliche bis nichts mehr geht.

Zurück zum Campingplatz duschen und Kleider waschen muss auch noch sein. Mit einem älteren Herrn ewig geredet bis es später wurde mit schlafen.

VA 30. Tag 10. September 2023 Mustersteinhütte- Feldernjöchl

Andy sitzt vor der Hütte als ich aufwach. Er ist schon hell wach und es ist etwa sechs Uhr. Er geniesst die Morgenstimmung, denkt überhaupt nicht daran mir zu helfen beim Einräumen unsere Sachen. So könnte er wahrscheinlich ewig sitzen. Er ist voll am Träumen, ganz in seinem Element.

Der Weg bis zur Meilerhütte ist noch etwas mehr als eineinhalb Stunden durch loses Geröll queren. Die Gemsen die wir sehen springen in den Abhang so geschickt, ein Junges schaut uns an und bleibt auf dem Weg stehen, richtig mutig der kleine. Zum Glück sind wir gestern nicht zur Hütte hoch, da diese aus allen Nähten platzt.

Ist ja klar die Zugspitze ist unser nächstes Gebirge und wir hoffen dass das Wetter schön bleibt.

Den Gipfel „Westliche Törlspitze“ könnte man erklettern wir schauen zu wie zwei raufklettern, ohne Seil dafür mit Helm. Der Abstieg bis ins Partnachtal geht wieder unglaublich in die Knie sehr steil und trittsicher ist hier ein Muss. Der Beschrieb von dieser Etappe war: erholsames wandern, also wir waren froh im Tal angekommen zu sein.

Gletschewasser von der Zugspitze

Die Knie und Oberschenkel schmerzen unglaublich diese Höhenmeter meistens steil bergauf oder bergab, also die Via Alpina finde ich sehr Anspruchsvoll mit den Höhenmetern..

Der Weg geht wieder hoch, zuerst im Tal und dann kräftezehrend über Steine und Geröll bis zur Knorrhütte.

Zuerst überlegen wir hier zu übernachten, es stinkt uns um fünf Uhr schon Feierabend zu machen. Auch die Aussicht in einer sehr belegten Hütte die Nacht zu verbringen mit null Sicht mit dem Nebel. Wir entscheiden weiter zu laufen, weiter unten werden wir das Zelt stellen. Es geht noch über Grenze nach Österreich

Es nervt schon ein wenig, wir bei der Zugspitze und an ein Aufstieg zur Zugspitze ist nicht zu denken, bei der Wetterlage.

klein Rosa

Der Via Alpina geht ja eigentlich auch nicht darüber sondern unten durch ist aber auch sehr anspruchsvoll zu wandern. Wir stellen das Zelt 🏕️ auf dem Feldernjöchl mit Sicht auf die Berge. Auch zeigt sich die Sonne noch ein wenig, also doch ein gelungener Wandertag.

Zeltplatz beim Feldernjöchl

VA 29. Tag 9. September 2023 Karwendelhaus -Mustersteinhütte

Um halb sieben gehen wir Richtung Scharmitz durch das Karwendeltal, alles auf einer Schotterstrasse. Das erste mal, das wir merken, dass es eigentlich Herbst ist, etwas kühl und der Nebel liegt im Tal, schöne Stimmung.

Etwa um acht Uhr fängt es an. Ein E Biker nach dem ander kommt und gelegentlich ein Velo. Ganz ehrlich, wenn die mit eigener Muskelkraft treten müssten wäre es angenehmer. Wir müssen etliche male aus dem Weg gehen,( Lenkstangengeuferi), denn sie sind richtig schnell unterwegs. Wir verstehen jetzt wieso es schwierig ist wenn Wanderer und Velos auf dem gleichen Weg unterwegs sind.

Gegen zehn Uhr sind wir in Scharnitz. Hier ist nicht viel los eine Bäckerei, Tankstelle und zwei Restaurants.

Wir gehen zur Tankstelle um unsere Riegel zu kaufen. Wir essen Unmengen davon. Die Portionen in den Hütten würde uns nie reichen, meistens müssen wir noch etwas mit Riegel nachbessern. Die grösste Hitze abwartend, verbringen wir im Restaurant und um halb drei Uhr gehen wir los.

Im Berglental geht es nun ziemlich steil und bald auch schrofig empor, bis es sich unterhalb der gewaltigen Mutterstein-Südwand etwas flacher wird. Mittlerweile ist es schon sieben Uhr und wir sollten ein Zeltplatz finden, aber in diesem Gelände unmöglich. Also weiter hoch und hoffen das etwas kommt wo wir schlafen können ansonsten müssen wir halt bis zur Hütte hoch.

Als wir wieder ein steile Strecke gemacht haben geht der Weg in eine Querung und wir sehen eine kleine Hütte.

Blick zurück

Es ist schon dunkel als wir bei der Hütte unsere Nachtlager aufschlagen. Unsere Matten und Schlafsäcke gleich auf dem Boden vor der Hütte ausgebreitet under dem Sternenhimmel wunderschön.

Blick aus dem Schlafzimmer

VA 28. Tag 8. September 2023 Stallenalm – Karwendelhaus

Die Nacht war mal was für starke Nerven, geschlafen haben wir nicht viel. Ich erwache etwa nach einer halben Stunde. Ich höre ein Brühlen oder Grunzen nicht weit vom Zelt. Ich denke es wird dann schon weiterziehen, was es auch ist. Irgendwann musste ich Andy wecken. Leider war das was da Lärm macht, eher der Meinung, wir sollen weiterziehen.

Wir probierten so ziemlich alles aus. Trillerpfeife, das Zelttuch zum Flattern bringen mit den Lampen flackern. Je mehr wir machen unso hartnäckiger verhält sich das Tier. Es kam eher näher. Auf Jedenfall sucht es definitiv nicht das weite.Wir sammeln ein paar grosse Steine zum Werfen und legen sie vor das Zelt und behielten die Schuhe an im Zelt.Aber an Schlaf war nicht zu denken.Ich sag zu Andy, das geht nicht weg, ich würde sagen wir geben auf. Alles zusammenpacken mit Stirnlampen und bewaffnet mit einem starken Ast. Laufen wir zurück bis zu einer Transportbahn. Dort drin auf einem Holzboden konnten wir dann schlafen.

Wir stehen sehr früh auf um alles wieder so herzurichten wie es vorher war.

Wir steigen bis zur Lamsenjochhütte im Karwendel Gebirge auf. Was sehen wir Gemsen und zwei Hische, jetzt war uns klar, dieses musste ein Hirsch in der Brunst gewesen sein, der uns in der Nacht vertrieben hatte.

Der Wahnsinn in der Hütte soviele Leute, das Hüttenpersonal ist völlig überfordert. Die Hüttenscheffin sagt zu mir, das geht seit Corona so, ein völlig neues Klientel sehr anspruchsvoll und auch Zuviele.

Wir gehen nach dem Frühstück weiter bis zur nächsten Alm. Danach ein Abstieg und schon wieder hoch zum Karwendelhaus 1790 müM

Wir übernachten hier in dieser bekannte Bergsteigerhaus aber heute gleicht sie eher einem Rummelplatz für E-Biker.

Die Einrichtung erinnert einem daran das hier Bergsteiger aus aller Welt ihr Abenteuer gestartet haben. Auch die Wetterlage wird punkt sieben Uhr mit den Bergsteigern besprochen.

Die Aussicht ins Karwendel Tal und die umliegenden Berge wirklich sehr schön. Hier zu übernachten und zu essen ist schon eine highlights.

Das Massenlager befindet sich gleich unterm Dach. Schade finde ich es, dass die Hütten meistens sehr gut belegt sind, teilweise fast überbelegt. Draussen irgendwo das Zelt zu stellen ist eher unser Ding.

Bei den Gesprächen am Tisch können wir meistens nicht mitreden. Unser Art zu wandern ist ganz was anderes. Wir laufen meistens früh morgens los und schauen so was der Tag bringt.

Am Abend haben wir fast immer zufiel gemacht, an Höhenmeter und Distanz, was sich dann in den Gelenken und Muskeln bemerkbar macht. Vernünftig ist das nicht, gesund vielleicht auch nicht aber es macht uns meistens Spass.

VA 27. Tag 7. September 2023 Kuhmesser – Stallenalm

Unnötig zu erwähnen: Andy steht auf für den Sonnenaufgang ich dann auch, ist wirklich schön einfach mit Leuten zusammen diesen Moment zu geniessen.🫣

Danach laufen wir los zur Kellerjochhütte . Nach einer halbe Stunde gibt es ein Hüttenzmorgen. Käse,Fleisch, Brot, Marmelade und Kaffee.

Von der Hütte steigen wir noch zur einer Kapelle hoch, die wurde exponierte auf eine Erhöhung gebaut, dass sie mehre male aufgebaut werden musste. Wegen Stürm oder Blitzeinschläge.

Auf der einen Seite das Zillertal, auf der anderen Seite das Inntal

Danach 1800 Höhenmeter sicher absteigen bis wir in Schwaz sind, mit Sicht in den Karwendel Gebirge, unsere nächsten Etappen.

In Schwaz ist es unglaublich heiss, wir schwitzen wie im Hochsommer. Durch die Kirche und den dahinterliegende Park schlendern wir. Die Kirche ist ein wunderschönes Bauwerk.

Der Aufstieg bis zur nächsten Hütte ist auf der Forststrasse hoch durch Laubwald, hier wird alles rausgenommen was am Boden liegt, an Holz. Der Weg ist fast gemütlich zu laufen. Wir sind froh im Wald zu sein, vor der Sonne geschützt.

Um acht machen wir Feierabend etwa eineinhalb Stunden vor der nächsten Hütte, der Lamsenjochhütte. Hier stellen wir das Zelt etwas abseits des Weges.