Tag 7 Velotour mit Leeroy durch die Schweiz

Saignelégier- Mont Soleil – Le Locle

Wir schlafen bis um halb acht Uhr und die Sonne scheint endlich .  Der Campingplatz liegt im Wald und somit ist es noch relativ frisch. 

Wir essen Frühstücken und trocknen die Sachen. So haben wir dann alles schon erledigt. 

Diese Jura Hochebenen sind sehr schön. Überall Pferde mit ihren Jungen auf den riesigen Weiden, teilweise mit einzelnen Tannen bespickt und wir fahren mittendurch.

Hoch geht’s zu Mont Solei auf 1248 müM und wir schieben das Velo und Leeroy springt  nebenher. 

Vom Mont Solei geht’s langsam abfallend Richtung La Chaux-de-Fonds. Der Veloweg 7 geht seitlich daran vorbei. Wir haben langsam Hunger. Es ist jetzt schon 2 Uhr, aber in die Stadt fahren haben wir keine Lust. 

Weiter radeln wir auf dem Veloweg 7. Bei einer Verzweigung sind wir unsicher, aber der Wegweiser zeigt eindeutig nach unten, für uns etwas unlogisch. 

Die Abfahrt ist ein kleiner Pass mit Spitzkehren und steil, so dass es richtig Spass macht. 

Unten finden wir dann keine Beschilderung mehr.  Das heisst wir sind falsch und müssen irgendwie wieder hoch oder einen anderen Weg nehmen. 

Le Locle

Unsere Stimmung war jetzt nicht mehr ganz so Überschwänglich. In Le Locle essen wir eine Pizza .

Wir schieben das Velo danach hoch 🥵 zu einem Zeltplatz. Wir werden Morgen dann den Rest machen bis zum Veloweg zurück.

Tag 6 Velotour mit Leeroy durch die Schweiz

Kleinlützel – St. Ursanne -Saignelégier    

Wir müssen schon um 6 Uhr auf,  weil der Wirt um 7 weggehen muss. 

Er ist ein Einmann-Betrieb.  Koch, Service und Hottelier in einer Person und dies 7 Tage die Woche. Er ist sehr beschäftigt und drum ist besser man widerspricht nicht, isst was er hinstellt und bedankt sich. 

Gestern hat der zweite Übernachtungsgast die Frechheit gehabt nach der Rechnung zu fragen was nicht gut ankam.  Der Wirt: Was ist jetzt schon wieder, setz dich hin und warte bis ich Zeit habe. Die Einheimischen am Stammtisch stimmten mit blicken dem Wirten zu. Zuerst Sie und erst danach die Fremden 🤣

Wir hätten gerne noch ein wenig länger geschlafen, aber mit dem Wirt käme das nicht gut, also auf und zum Frühstücken. 

Wir radeln um sieben Uhr los. Es ist saukalt wie die letzten Tage auch schon. 

Wir fahren auf der Hauptstrasse der französischen Grenze entlang an Courgenay vorbei. 

Dann schieben wir das Velo zwei Stunden hoch bis zum Col de la Croix. Wieder eine rasannte Abfahrt bis nach St. Ursanne.

Dort gehen wir in einer Bäckerei um uns zu stärken . Anschliessend steht wieder ein steiler Anstieg an, der zieht sich und Andy schiebt Leeroy teilweise hoch. Was Leeroy gar nicht gefällt, denn er möchte lieber laufen aber für das hat es uns zu viel Verkehr.

An diesem Tag haben wir das Velo insgesamt 21 km bergauf geschoben bis wir auf dem Campingplatz bei Saignelégier angekommen sind.

Super war, dass wir heute kein einziges Mal verregnet worden sind so war es wirklich ein cooler Tag mit echt coolen Abfahrten 😎

Tag 5 Velotour mit Leeroy durch die Schweiz

Basel – Challpass -Kleinlützel

Frühstück essen  wir auf der Terrasse vor der Rezeption vom Campingplatz . Sie  haben uns gestern Abend schon gesagt,  dass wir hier essen dürfen unter Dach.

Wir machen reichlich Kaffee mit unserem Gaskocher und essen Croissant und Jogurt. Irgendwie müssen wir uns  Motivieren.

Dieses Wetter ist langsam nervig und es könnte  gerne mal etwas freundlicher werden.

Wir fahren von Basel Richtung Jura. Zuerst geht’s raus aus dem Vorort. Danach fahren wir zwischen Feldern im gemütlichen Tempo so dass Leeroy nebenher laufen kann.

Danach müssen wir das Velo schieben. Es geht steil hinauf zum Challpass  auf die Jura-Höhe 800 müM.

Oben geht’s über eine holprige Waldstrassen weiter und das ist anstrengend.

Die Abfahrt nach Kleinlützel macht riesigen Spass. Sau kalt ist es bei starkem Fahrtwind. 

Von hinten sieht es super aus. Leeroy lehnt links und dann rechts wie in einem Seitenwagen in die Kurven. Die Abfahrten sind immer das Beste, aber auch etwas gewagt. Andy fährt in die Kurven wie ein …………    Leeroy ist voll bei der Sache bei einer Spitzengeschwindigkeit 51 km/h🙏

In Kleinlützel beschliessen wir Feierabend zu machen weil es so kalt ist und für heute reicht es. Wir gehen ins Restaurant, essen Mittag  und fragen, ob er ein freies Zimmer hätte. Zuerst verneint er und als es draussen richtig anfängt zu regnen kommt er zu uns und meinte, er werde sich was überlegen. 

Jedenfalls hatten wir dann ein super schönes Zimmer bekommen. 

Am Abend wollten wir eigentlich noch etwas essen aber die Stammgäste sind am runden Tisch. So ist klar, ein Sandwich geht aber sonst nichts. Der runde Tisch benötigt die ganze Aufmerksamkeit des Wirtes🤔

Der Wirt ist nicht zu beneiden die Stammgäste saufen und er schenkt nach.

Tag 4 Velotour mit Leeroy durch die Schweiz

Mettau  – Rheinfelden – Basel

Wir quälen uns um acht Uhr aus den Schlafsäcken.   Alles ist nass und wir sind etwas durchfroren.

Zum Glück haben wir gestern Frühstück bestellt. Dieses  gehen wir jetzt geniessen. In der Zwischenzeit kann das Zelt und die Matten etwas trocknen. Wir dürfen es unter einem Vordach stellen. Die Schlafsäcke bringe ich in den Wäscheraum, wo sie trockner werden.

Leeroy bekommt natürlich seine Wurst zum Frühstück und seine Laune wieder angehoben. Essen ist immer gut. (Kommentar Andy!)

Der Weg heute ist meistens gleich neben dem Rhein bis wir etwas ausserhalb von Basel ein Campingplatz finden.

Auch heute kommen wir nicht trocken in den Feierabend. Der Besitzer des Campingplatz hat erbarmen mit uns.

Er macht uns zwei Kaffee Lutz, der nur aus Zucker und Schnaps und ein wenig Wasser besteht und der wärmt richtig 😇.

Wir bereiten uns noch eine Büchse Ravioli mit Käse zu. Bei diesem Wetter sind wir mit unserem Zelt alleine auf der Wiese. So kann Leeroy sich austoben ohne Ende. Eine  heisses  Dusche  hilft immer nach einem verregneten kalten Tag  und trockene Kleider anziehen ist immer ein Genuss.

Leeroy am Spielen

Tag 3 Velotour mit Leeroy in der Schweiz 

Flaach – Bad Zurzach – Mettau

Wir packen  alles ein und benutzen die Küche nochmals um Kaffee zu kochen für das Frühstück. 

Das Wetter ist richtig mühsam. Kalt,  nass und macht einem nicht Spass um weiterzufahren.

Morgentraining am Irchel

Von Flaach, wo der TCS Campingplatz ist, fahren wir am Rhein entlang auf dem Veloweg Nummer 2  bis zur Ortschaft Bad Zurzach. Hier essen wir etwas bei einem Imbiss. Eigentlich haben wir keine Lust mehr weiterzufahren.

Andy findet ein Hotel für 130.- Franken, doch ich bin zu geizig dafür.

Mein Plan ist noch bis zu einem Campingplatz zu radeln. Mit dem  Velo sollten wir ihn in 23 Minuten erreichen.

Er befindet sich in Mettau oberhalb im Hang gelegen mit schöner Aussicht.

Wir  sind auf der Hauptstrasse unterwegs als Andy die Idee hat, wir könnten direkt von dieser Seite über den Hügel fahren anstatt um den Berg und dann hoch zum Campingplatz.

Wir sind dann ziemlich genau zweieinhalb Stunden im strömendem Regen unterwegs. Weil es so steil ist geht nur noch Velo schieben.

Als wir oben sind müssen wir den Wald queren,um dann steil talwärts, so steil das fahren keine Option ist.

So eine angeregte Diskussion hatten wir schon lange nicht mehr.

Beim Campingplatz angekommen sind wir nass und verdreckt. Ich bestelle zwei Kaffee Schnaps und Leeroy bekommt eine Wurst.

Wir sitzen bis acht Uhr im kleinen Restaurant gehen zwischendurch heiss duschen und allmählich wird die Laune wieder besser.

Das Zelt stellen wir natürlich auch bei strömenden Regen und das bleibt auch über Nacht. Regen bis zum nächsten Tag.

Tag 2 Velotour mit Leeroy

Saland -Rheinfall – Flaach

In der  Nacht hat es durchgehend geregnet. Zum Glück ist es jetzt etwas freundlicheres Wetter – etwas…

Wir essen unter dem Dach beim Campingplatz Frühstück. Kaffee und Jogurt und Brot.

Anschliessend geht’s weiter Richtung Rheinfall. Leeroy lassen wir etwas laufen. Nach geraumer Zeit geht er in den Wagen. Er ist sehr gelassen, wenn wir auf der Strasse fahren, aber meistens sind wir auf Veloweg unterwegs.

Mittagspause in Marthalen

Anfangs sind wir an der Töss unterwegs Richtung Winterthur.

Danach über Henggart Richtung Rheinfall. Der Rheinfall ist sehr schön und ist der grösster Wasserfall  (Wassermenge) in Europa cool 😎 

Am Nachmittag fahren wir weiter am Rhein entlang bis zu einem TCS Campingplatz in Flaach

Die junge Frau am Empfang ist sehr nett. Sie zeigt uns alle möglichen Stellplätze und wir können auswählen. Sie auf dem E-Bike und wir hinterher und der Platz ist nicht klein. Wir können nicht mehr! Uns schmerzt alles  und wir sind froh als der Tag beendet ist. 

Wir dürfen die Küche benutzen, die eigentlich schon um 18 Uhr 30 geschlossen würde. Wir müssen einfach das Licht löschen und die Türe schliessen wenn wir fertig sind. 

Das ist perfekt und so können wir in der Wärme essen und noch ein wenig entspannen.

Velotour in der Schweiz mit Leeroy (Knobli)

Leeroy

Der erste Tag radeln wir von Wädenswil Kanton Zürich bis Saland Richtung Rheinfall

Am Nachmittag starten wir von Zuhause aus bei Regenwetter. Wir haben die Hoffnung, dass es aufhört zu regnen. Leider regnet es denn ganzen Tag. Leeroy hat Spass in seinem Wagen der ein Verdeck hat, das bei starkem Regen geschlossen werden kann. Wir werden bis auf die Haut nass. 

Auf der Zürichseefähre

Mit der Fähre über den Zürichsee Horgen-Meilen ist der lockere Teil. Dann wird es ungemütlich streng und nass bis um sieben Uhr am Abend . 

Denn der ersten Campingplatz ist geschlossen und der Zweite will uns nicht wegen des Hundes.

Es war schon nach sechs Uhr und regnet Eimerweise.

Fängt ja gut an unsere Veloreise. Leerroy hatte gute Stimmung 😎, wir viel weniger.

Wir telefonieren und finden einen freien Platz. Nochmals 50 Minuten im Regen weiterfahren. 

Es gibt kein schlechtes Wetter nur weniger Motivation

Dafür können wir anschliessend warm duschen, Leeroy nicht🤪.

VA 54. Tag 6. Oktober 2023. Isola – Pian San Giacomo

Wir werden heute die Wanderung beenden oder unterbrechen. Zwei Monate sind wir jetzt auf dem Via Alpina dem roten Weg unterwegs.

Wir sind weit gekommen von Triest bis Pian San Giacomo.

Von dort kommen wir mit Bus und Zug nach Hause und natürlich auch wieder hin. Das ist der Plan, immer wenn es geht werden wir weitermachen auf dem Via Alpina bis Monaco.

Mir stinkt es gewaltig, jetzt bei diesem schönen Herbstwetter nach Hause zu gehen. Andy ist da eher Vernünftig, er meint, du kannst nicht einfach nur wandern, wie recht er hat, bessert aber leider meine Stimmung nicht. Ich wandere hinter Andy her und bade in Selbstmitleid. Unglaublich wie mich dieses Leben in der Natur einnimmt. Jetzt noch den Passo della Serraglia mit 2279 müM und noch der Abstieg zur Passtrasse des San Bernadino und vorbei sind die zwei Monate wandern.

Wir wandern hoch und essen Frühstück bei Borghotto einer Siedlung aus Ferienhäusern.

Es ist niemand mehr hier und alles ist Winterfest gemacht. Weiter oben sehen wir noch eine Pferdeherde echt schön. Sie stehen weit oben im Hang am grasen.

Der Abstieg vom Pass ist nochmals eine Herausforderung steil und rutschig und 1200 Höhenmeter talwärts.

In Pian San Giacomo angekommen hoffe ich immer noch Andy, möchte auch noch weiterziehen, da es ja erst Freitagmittag ist und Samstag Sonntag wären ja noch.

Aber nix da, er ist jetzt knallhart und geht zielbewusst zur Postautohaltestelle.

Ich weiss ja, dass er recht hat und die Pflicht ruft. Sein Lebensmoto ist: Du hast nicht nur Rechte sondern auch Pflichten. Meiner sind eher, was Spass macht, sollte man nicht verschieben, weisst ja nicht wie lange noch.

Ich bin gespannt wann wir weitermachen können Tessin. Sollte eigentlich noch möglich sein dieses Jahr. Jetzt erstmal sind wir sehr dankbar für diese vergangenen zwei Monate, was wir alles gesehen haben, war wunderschön 🤩

Schon wieder zu Hause

Bergruppen die wir überquert haben

Julische Alpen – Karawanken – Karnische Alpen – Dolomiten – Zillertaler Alpen – Tuxer Alpen – Karwendel – Wetterstein – Lechtaler Alpen – Allgäu – Rätikon – Silvretta – Rhätische Alpen (Graubünden/ 1136 Stilfser Joch Ortler) – Lepontische Alpen (Lombardei/ Tessin).

Und die liegen noch vor uns

– Walliser Alpen – Berner Alpen – Chablais – Mont-Blanc – Grajische Alpen (Aostatal/ Vanoise) – Dauphiné – Cottische Alpen (Queyras/ Monviso) – Seealpen – Unteres Piemont – Ligurische Alpen.