VA 43. Tag 25.September 2023 Silvretta Stausee- Ftan

Wir bleiben länger im Zelt das aussen mit Reif überzogen ist, da die Nacht saukalt war. Wir ziehen Handschuhe an und putzen das Zelt so gut es geht. Auch die Schlafsäcke sind etwas nass. Wir gehen los. Die Sonne versteckt sich noch hinter den Bergen.

Hier überschreitet man die Grenze von Vorarlberg nach Tirol. Wir laufen an einem Bach Tal einwärts. Dann steigt er aber unterhalb des „Runden Kopfes“ in engen Serpentinen steil an. Nach ca. 300 Höhenmetern wird es wieder flacher und entlang des Baches führt der Weg durch das feuchte Hoch.

Da müssen wir hoch

Danach der Anstieg zur Getschnerscharte 2819 m an. Oben angekommen sind wir aus der Puste, schon was anderes mit Schnee. Zum Glück mussten wir denn Weg nicht suchen es hatte schon jemand den Aufstieg gemacht. Diese Bergwelt mit Schnee ist wunderschön sowas immer wieder erleben zu dürfen ohne zu verunfallen. Meine Schuhe sind jetzt zu ersetzen das Profil ist im Schnee zu fest abgelaufen.

Rosa beim Abstieg

Ich sag zu Andy nochmals Tausend Kilometer werden dies nicht mehr mitmachen, gleichen jetzt dann wirklich eher Badelatschen.

Zwischen Mittlerer und Hinterer Getschnerspitze steigen wir steil, ab alles im Schnee.

Hoffentlich etwas essen

Mit Blick ins Jamtal geht es weiter unterhalb der Madlenerspitze und Getschnerferner abwärts. Schließlich quert man den Jambach zur Jamtalhütte auf 2154 müM. Wir sind hungrig und die Hütte hat zu jetzt sind wir genervt.

Geschlossen Hütte

Die nächste Etappe ist mit sieben Stunden angegeben. Wieder hoch zuerst entlang des Futschölbaches weiter. Wir merken schon bei den ersten paar 100 Metern, das wird kein Spass hier, hat es etwa vor zwei Monaten ein gigantischen Bergsturz gegeben (Westliches Gamshorn) hier. Der Aufstieg zum Futschölpass, 2767 m ist nicht so anstrengend auch der Abstieg ist sehr einfach ins Val Tasna.

Blick zum Gletscher

Hier will Andy noch das Wasser auffüllen. Es sind noch zwei lustige Bündner am Arbeiten bei einer Hütte. Er fragt und der eine erschreckt sich so, dass er hinfällt. Wir reden und haben’s lustig irgendwann wird Schnaps aufgetischt.

Österreich ade

Er wird noch ein Murmeltier grillieren, das ist der Zeitpunkt für unseren Aufbruch.

Noch in den Abend rein gewandert Richtung Ftan und ein Zeltplatz gefunden unter einer Tanne.

VA 42. Tag 24.September 2023 Gargellen – Silvretta Stausee

Nach dem Frühstück gehen wir los um neun Uhr. Das Wetter ist noch etwas bewölkt und deutlich kühler geworden.

Ab der Rotbühel-Jagdhütte windet sich der Bergweg aufwärts zum 2.515m hohen Vergaldner Joch.

Die Bergwelt sieht schön aus mit Schnee aber leider mühsam zum Wandern wir rutschen etwas im Matsch, Schnee Dreck umher. Der Abstieg zur Karmulde gehen wir vorsichtig an, dann kommen wir zum Mittelbergjoch auf 2.415m Höhe.

Mit nassen Füssen gehen wir weiter nochmals ca. 100 Höhenmeter bergab. Wir sind etwa um 12 bei der Tübinger Hütte angekommen super schnell finden wir. Hier ist ein Etappenziel.

Tübinger Hütte

Wir essen eine Knödelsuppe und ein grosses alkoholfreies Bier dazu und entscheiden, dass wir noch eine Ettape machen.

Der Weg geht wieder hoch im felsigen Gelände bis durch die Steilhänge des Valgraggeskammes zum Hochmadererjoch auf 2.505 müM.

Der Hochmaderer mit 2.823m Höhe gilt als einer der aussichtsreichsten Berge des Montafons. Ich werde auf diesem ausgesetzten Weg wiedermal auf meine Schuh angesprochen bloss nicht ausrutschen ist die Stichelei.

Das würde auch mit sauschweren Wanderschuhen nicht gut kommen, denke ich mir und lächle ihn an. Vom Hochmaderjoch geht es steil abwärts im Schnee wir essen etwas (Riegel und Äpfel) und später führt der Weg über die Alpweiden oberhalb des Vermuntstausees zum Silvrettastausee, Parallel zur Straße zur Bieler Höhe wo sich auch das Madlenerhaus befindet.

Wir gehen um den Stausee und laufen noch etwas bis zu einer Wiese. Es ist sieben Uhr und wir stellen das Zelt, wenn die Sonne weg ist wird’s ungemütlich kalt.

VA 41.A Tag 22. – 23.September 2023 Gargellen zwei Ruhetage

Am Freitag regnet es den ganzen Tag und gegen Abend sind die Berge eingeschneit. Nur für essen gehen wir raus und um drei öffnet der Dorfladen.

Wir trinken dort einen Kaffee und reden mit den Verkäuferinnen. Es hat sich gelohnt, dass wir noch eine Ettape von Sankt Antönien nach Gargellen angehängt haben gestern. Österreich ist billiger und die Verkäuferin freundlicher. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Hotel Edelweiss im Dorf Gargellen mit Frühstück.

Wir essen viel und trinken Kaffee das es fast schon unanständig ist, das macht dem Inhaber aber gar nichts aus er bedient uns immer freundlich jeden Morgen.

Samstag sind wir noch mit dem Bus ins Tal runter um etwas durch Schrunz im Montavon zu flanieren. Anschliessend noch zum Barber und Coiffeur und der Nachmittag war vorbei. Denn Abend verbrachten wir im Hotel und morgen wollen wir weiterwandern.

Es ist hier auch nicht‘s los ausser einer Bar die offen hat. Das lassen wir, mit dem Bar Besuch 😇 weil es meistens nicht gut kommt für den nächsten Tag.

VA 41. Tag 21.September 2023 Carschinafurgga – Gargellen

Heute wachen wir früh auf, alles schnell in den Rucksack und mit einem Apfel in der Hand als Frühstück losgewandert.

Heute soll das Wetter noch schön bleiben, am Freitag Regen und am Samstag Schnee. Wir geben nicht besonders viel auf die Wettervorhersage, aber in der Nacht sind die Temperaturen deutlich gesunken. Kaltes, windiges Wetter und Wolken und wir als Wetterfrösche werden die folgenden zwei Tage im nächsten oder übernächsten Tal aussitzen.

Aber erst mal diesen Tag überstehen. Wenn man im Händy auf die Wettervorhersage schaut sieht es bedrohlich aus, Warnungen mit❗️und das wegen Starkregen. Was soll einem passieren bei regen 🤔?

Vor der Hütte treffen wir noch ein nettes Ehepaar mit denen wir über das Wandern reden. Ist schon seltsam viele haben in unserem Alter den Traum etwas zu verändern und holen sich die Info von Leuten die es machen. Das schlimme ist nur, in so einer Auszeit überlegst du schon dein nächstes Abenteuer. Egal was der Mensch macht, er will immer mehr. Fazit; du bist nicht glücklicher nach so einer Auszeit aber sicher reicher an Erfahrungen an guten und schlechten. Ich hoffe, dass wir Leute ermutigen ihre Träume zu leben.

Wir trinken in der Carschinahütte einen Kaffee mit Kuchen. Danach steigen wir nach St. Antönien hinab.

Hier in diesem Tal hat es sehr wenig Wald dafür grosse Lawinenverbaungen an den Hängen weil die Wälder zu intensiv genutzt wurden.

Im Volg gehen wir einkaufen. Die Verkäuferin ist genervt von uns, Händy aufladen, Geld auszahlen, und was wir noch alles fragen.

Um zwölf Uhr schliesst der Laden und wir beschliessen noch hochzugehen über das St. Antönier Joch um wieder nach Österreich ins Dorf Gargellen zu gehen. Mal schauen ob diese Tal uns für zwei Tage freundlicher aufnimmt.

Kurz vor dem St. Antönien Joch

Der Weg ist schnell zurückgelegt und um vier Uhr sitzen wir schon in einer Hütte eine halbe Stunde oberhalb von Gargellen und reden mit einem Jäger. Er zeigt uns Bilder von einem Wolfsrudel auf genau der Strecke die wir als nächstes bewältigen müssen.

Die Wölfe sehen sehr beeindruckend aus richtig gut genährt viel schöner als in Amerika.

In Gargellen nehmen wir ein Hotelzimmer mit Frühstück für zwei oder drei Nächte. Zwei Restaurants haben noch offen, sonst ist alles geschlossen die Saison ist vorbei.

Wir gehen fein Essen bei einem Restaurant mit einer Bedienung die ihren Kopf schon frühzeitig in die Ferien geschickt hat. Macht nichts wir fragen immer nach und am Schluss spendiert sie uns ein Schnäpschen und wir haben einen lustigen Abend.

VA 40. Tag 20.September 2023 Steg – Carschinafurgga

Um sieben Uhr machen wir noch das letzte Stück bis zur Pfälzerhütte am Bettlerjoch auf 2108 müM. Hier geniessen wir ein Frühstück in Lichtenstein an der Grenze zu Österreich.

Pfälzerhütte

Beim Zahlen wird uns klar die Schweiz und Lichtenstein ist immer noch teuer. Wenn wir Leute treffen die länger Reisen machen, Velo- oder Rucksacktouren, sagen die meisten die Schweiz lassen wir aus ist uns zu teuer. Ist schon klar, wenn du länger als eine oder zwei Wochen Ferien machst summiert sich das. Wir gehen auch öfter einkaufen in einem Dörfchen und da Andy recht viel Gewicht tragen kann nehmen wir viel Essen mit. Für mich wird’s dann auch angenehmer. Er ist dann nicht mehr so schnell unterwegs 😜🥵

Blick in den Alpstein „Säntis“

Wir reden wieder viel zu lange mit dem Hüttenpersonal. Draussen ist es sehr windig und wir lassen uns Zeit mit weitergehen. Unter dem Naafkopf geht es weiter auf dem Liechtensteinerweg der führt zur Schesaplana. Der Via Alpina verläuft weiter auf dem südlichen Rätikon-Höhenweg. Auf Geröllhalden und zwischen einzelnen Felspartien hindurch gegen das Barthümeljoch auf 2’315 müM hier oben ist der Wind heftig.

Zurück in der Schweiz

Dann folgt der Gross Furgga auf 2’359 müMDer Abstieg bis zur Schesaplanahütte ist an der Grenze zu Österreich-Schweiz vorbei quert man auch die Südseite der Hornspitz.

Bei der Schesaplanahütte 1’908 müM wollen wir eigentlich richtig dick essen und das Erreichte feiern. Aber wir hätten schon mehrere Portionen Rösti oder Gerstensuppe essen müssen das wir genügend gegessen hätten. Dies liegt schon auch an unserem enormen Kalorienverbrauch aber wir können jetzt nicht drei Gerstensuppen und zweimal Rösti nehmen. Die Rösti war wirklich auch sehr klein in der Menge aber sehr fein.

Schesaplanahütte

Wir essen später noch von unserem Riegelvorrat und dann haben wir auch genügend gegessen. Die Wanderung führt immer unterhalb der steil abfallenden Schesaplan entlang und wir wandern bis um sieben Uhr.

Der Zeltplatz heute ist wiedermal sensationell unterhalb der mächtigen Wände der Schesaplana.

Eine alpine Route führt von der Hütte auf den 2’964 müM hohen Schesaplanagipfel. Das wird sicher noch ein Gipfel werden denn wir hoffentlich besteigen, mal zwei, drei Tage frei und zag schon ist man hier bei schönem Wetter.

VA 39. Tag 19.September 2023 Feldkirch – Steg

Hoffentlich bessert sich das Wetter noch. Bei leichtem Regen kraxeln wir hinter Feldkirch steil den Wald hoch. Oben sind wir mehr vom Schwitzen nass als vom Regen .

Oben angekommen gehen wir ein Cola trinken in der Feldkircher Hütte, da es uns zu stark regnet.

Als der Regen etwas nachlässt gehen wir los zu den Drei Schwestern, der Via Alpina ginge unten durch. Es ist ein blauweisser Weg zu den Gipfeln. Unser Ehrgeiz ist geweckt und wir besteigen die Drei Schwestern. Eine ziemliche Krampferei , aber die schwierige Stellen sind mit Seilen und Leitern abgesichert. An ein zwei Stellen, muss man aufpassen.Auf den Gipfel haben wir sogar etwas Sicht zu den schweizer Bergen.

Die Sage von den „Drei Schwestern“: Drei stolze, hartherzige Mädchen sammelten am heiligen Liebfrauentag Beeren. Da begegnete ihnen eine schöne Frau und bat um ein paar Früchte für ihr armes, krankes Kind. „Wer Beeren will, soll sie selber holen, Bettlerin!“, war die schnippische Antwort. Wie im Himmelsschein erstrahlte nun die liebe Frau und sprach: „Ihr habt meinen Festtag geschändet, ihr habt meine Bitte abgeschlagen, euer Herz ist von Stein. Und als Felsen sollt ihr in Ewigkeit hier versteinert stehen“.

Die Schweiz war unser Ziel bis hierin wollten wir mindestens kommen auf dem Via Alpina in den zwei Monaten. Den einen oder anderen Berg kennen wir schon von früheren Bergtouren. Von den drei Schwestern geht’s Abenteuerlich weiter, auf dem Fürstenstieg am Felsen nach schlängelt sich der Weg nach vorne. Hier ist besser wenn man Schwindelfrei ist, der Blick ins Rheintal ist jetzt sogar ohne Nebel.

Fürstensteig Lichtenstein

Nach einer Pause gehen wir ins nächste Tal gemütlich auf Schotterstrassen. Kurhaus Sücka das jetzt leider nur noch Samstag und Sonntag geöffnet ist. Einen Hoffladen haben sie mit allerlei bespickt. Wir essen hier Znacht, wir nehmen es sehr gemütlich. Danach steigen wir im Naaftal hoch an verlassenen Almhütten vorbei Richtung Pfälzerhütte 2098 m.

Um sieben machen wir Schluss mit wandern. Normalerweise warten wir mit dem aufstellen des Zeltes aber man merkt deutlich das die Wanderer weniger werden. Meistens sind wir abends alleine unterwegs, also recht entspannt mit zelten. Gleich neben dem Weg ein flaches Plätzchen im Wald und gut ist’s. Noch etwas essen und diskutieren bis wir schlafen, hoffen das keine Hirsche in der Nähe sind.

VA 38. Tag 18.September 2023 Schnifis- Feldkirch

Heute haben wir ausgeschlafen. Erst um sieben Uhr weckt mich Andy. Im ernst das ist ausschlafen für Andy🤣. Anmerkung Andy: Das Wetter soll sich am Mittag ändern 😱

Wir laufen von Dörfchen zu Dörfchen über Wiesen durch Wälder, entspannter geht’s nicht mehr. In Röns kommt eine Frau ganz aufgeregt auf uns zu, sie fragt; lauft ihr den Jakobsweg? Wir; nein den Via Alpina. Sie stellt eine Frage um die andere und wir geben Auskunft. Sie ist voll begeistert, das wäre ein Traum von ihr, den sie schon lange habe.

Vor Feldkirch um 10 Uhr fängt es an zu regnen. Poncho anziehen und gut ist’s. Bei Feldkirch ist ein Lastenhelikopter am Material fliegen, direkt beim Via Alpina. Als er runter kommt um das Material anzuhängen sind wir total eingesaut und vom Winde verweht.

In Feldkirch angekommen sind wir froh das es etwas nachlässt mit dem Regen. Zuerst gehen wir ins Hotel um zu duschen und etwas zu entspannen. Dann natürlich etwas essen und einkaufen für die nächste Tage.

Das Hotel ist günstig, mit 94 Euro mit Frühstück, ein gutes Preis – Leistung.

Hotel Hecht

VA 37. Tag 17.September 2023 Biberacherhütte -Schnifis

Wir müssen früh raus, weil bis zur Hütte ist es höchstens noch eine halbe Stunde. Die Sonne geht auf und wir sind auf dem Schadonapass 1834 müM und wieder mal voll motiviert weitergewandert.

Leider nur falsch den Weg nach unten genommen, wir merken es und müssen wieder zurück um den Weg zu einem Sattel zu nehmen. Wir wettern über die Kennzeichnung des Via Alpina. Auf dem Sattel angekommen schaue ich nach und muss sagen es ist eindeutig unser Fehler. Andy ignoriert es und wettert weiter. Dann sieht er die Schweizer Berge und die Welt ist wieder heiter, ich muss lachen.

Der Rest des Tages ist fleiss Arbeit. Zuerst im rutschigen Gelände runter bis zu einer Strasse. Auf dieser in ewigen Schlaufen bis zu einem kleinen Dörfchen Buchboden auf 919 müM. Dort gehen wir ins Restaurant um einen Kaffee zu trinken. Unser reinkommen wird von vier Bergspezialisten begutachtet.

Schweizer Berge

Immer die selbe Nummer, über die Schuhe und die Kurzen Hosen fehlende Kleidung für schlechtes Wetter…….. Irgendwann kannst du das nicht mehr hören, es hat doch jeder sein Material dabei mit dem es in der Vergangenheit geklappt hat.

Der Weg bleibt Fleissarbeit, runter zum Flüsschen rauf für einen Fussballplatz zum Dörfchen Sonntag. Wieder runter zu einer Staumauer, rauf um einen kleinen Sportplatz zu überqueren beim Dörfchen Bloms. Danach noch durch Schaf- und Pferdeweiden ganz runter natürlich um wieder hochzulaufen bis zu einem Kloster.

Wir sind endgültig fix und fertig, gleich beim klostereigenen Restaurant trinken wir ein Radler.Das Kloster St. Gerold ist dem Kloster Einsideln angeschlossen.

Nach Thüringerberg laufen wir oben mit Sicht ins Tal. Dort essen wir richtig gut denn das hebt die Stimmung.

Der Abend ist dafür sehr gemütlich, wir laufen noch etwa bis sieben Uhr, Richtung Feldkirchen. Bis wir oberhalb des Weges ein Flachen Platz sehen am Waldrand, mit Abendsonne. Gemütlich im Zelt faulenzen, die Ruhe herrlich.

VA 36. Tag 16.September 2023 Brigsau – Biberacherhütte

Wir stehen um sechs Uhr auf das Wetter ist schön und wir haben gut geschlafen.Wir freuen uns auf den Bergsee der kommen soll, also schnell hoch.

Der kristallklare Bergsee gleicht eher einer trüben Pfütze mit viel Kuhscheisse! Das war’s dann auch. Wir denken das ist wirklich schade auch überall noch Plastikabsperrbänder an den Gebüschen vom Vieabtrieb und alles ziemlich zusammen getrampelt. Ob das so gut ist für die Alpen vielleicht auch zufiele Tiere auf die Fläche. Da wundert man sich schon, wenn dann noch Schilder angebracht werden, da drauf steht denn Weg nicht verlassen wegen der Bergflora. Jedenfalls haben wir kein schlechtes Gewissen wenn wir unsere Zelt aufstellen, wir hinterlassen es immer sauber. Meistens kommen die Wildtiere eher zu nah als das wir sie stören und das ist ja schön.

In der Mindelheimer Hütte kommen wir erst um elf Uhr an die Zeitangaben waren lustig mal hiess es 5 Stunden dann wieder 3 1/2 für Frühstück waren wir zu spät.

Mindelheimer Hütte

Die nette Hüttenwartin brachte uns Suppe und Apfelstrudel mit warmer Vanillesauce nicht schlecht. Anschliessend kommt noch ein kleiner Anstieg zum Wiedengrundkopfsattel.

Danach geht es bergab bis zur Koblat, einem Bergrücken zwischen Kleinwalsertal und Tannberg nahe der deutsch-österreichischen Grenze.

widderstein

Weiter geht der Weg bis zur Widdersteinhütte unmittelbar am Fuße des wuchtigen Widdersteins 2533 müM. Anschliessend zum Hochtannbergpass

Europäische Wasserscheide

(1.676m) hinab und danach zum Körbersee. Unglaublich eine Berglandschaft die hier ist im Voralberg.

Wir gehen talwärts bis nach Schröcken mehr oder weniger auf Asphalt und mir schmerzen die Füsse. In Schröcken essen wir beim Dorfladen mit einem Töfffahrer und Andre Spitzname „Olaf“. Er wandert den Jakobsweg. Wir sind beeindruckt von seinem Rucksack 25 Kilo trägt er, wir zusammen bringen es auf 13 Kilo.

Wir müssen weiter gehen der Weg geht wieder Bergauf. Es ist schon am eindunkeln als wir beschliessen Feierabend zu machen. Andy; ich geh schnell dort oben schauen ob es geht um das Zelt zu stellen. Ich; wollen wir nicht hier irgendwo. Was soll’s er ist schon Weg, als er oben ist winkt er. Ich steige hoch Andy ist weg, ich denke er ist weiter nach vorne gegangen.

Er hingegen ist weiter oben nach unten gegangen um mich zu holen, mittlerweile war’s dunkel. Er flucht unten. Ich kraxele oben durch den Hang und Fluche ebenfalls, irgendwann hört er mich und kommt hoch. Entspannter Abend ist anderst. Mittlerweile reden wir nur das nötigste in solchen Situationen. So eskaliert es dann nicht. Das hat sich bewährt auf unseren Reisen.

VA 35. Tag 15.September 2023 Prinz Luitpold Haus -Brigsau

Frühstück ist mit Birchermüsli, wir nehmen eine riesige Portion davon, kommt ziemlich nahe an das was meine Mutter macht , lecker.

mit Berghütte im Hintergrund

Zuerst querren wir die vordere Wildengruppe im Geröll danach steil auf Gras abwärts bis zur Schineberghütte 1708 müM. Wieder hoch zum Sattel des Himmelecks auf 2.007 müM.

Von hier ist ein beeindruckenden Ausblick auf den wohl imposantesten Grasberg der Allgäuer Alpen, des Hotats.

Von jetzt an geht es nur noch runter bis ins Oyttal dort wird es flacher und wir laufen ins sehr touristische Dorf Oberstdorf 824 müM.

Oyttal

20 Kilometer gelaufen und uns kommt nichts besseres in den Sinn als in Souvenir Geschäfte für unsere Wappen zu schauen, Deutschland, Österreich, Italien brauchten wir noch.

Etwa nach zwei Stunden gehen wir weiter, ohne Wappen dafür mit vollem Bauch.

Der Weg geht an der grössten Skiflugschanze von Europa vorbei und danach durch Skigebiet, immer im Tal aufwärts.

Weite des Sprungs 250 m

Wir gehen noch möglichst weit Richtung Mindelheimerhütte hoch, dass wir am nächsten Morgen bei der Hütte rechtzeitig aufs Frühstück kommen.

Wir stellen das Zelt mit Sicht ins Tal auf eine Anhöhe auf . Das ist jetzt gut möglich, die Tiere sind jetzt im Tal.

Den ganzen Nachmittag hörten wir die Kühglocken .Unmengen von Tieren werden da ins Tal gebracht.

Wir sind so müde das wir um halb Acht ins Zelt gehen und schlafen.

Am Morgen Richtung Oberstdorf