VA 14. Tag 23.August 2023 Tschintemutalm – Wolayerseehütte

Wir steigen steil Bergab durch Erlen bewachsene Wald.

Der Weg verlieren wir schnell. Überall hat es noch Kuhwege, wir entscheiden uns einfach grad nach unten zu gehen, was nicht Spass macht.

Unten angekommen führt der Weg am Angerbaches auf einer Forststraße weiter. Man könnte hier noch einen Heldenfriedhöfen besichtigen aber das lassen wir sein. Vorbei am Grünsee erreicht man die Plöckenpassstraße und das direkt an der Straße gelegene Gasthaus „Plöckenhaus“ hat geschlossen.

Wir steigen wieder über die Theresienhöhe bis zur Valentinsalm Hütte hoch. Wir möchten etwas frühstücken hier, ich gehe zum Wirt und frag ob wir etwas essen könnten. Er kurz und bündig; nein. Ich ;das ist jetzt ein Scherz oder? Er; nein erst ab zwölf. Ich fragte könnte ich zweimal Milch haben, er wieder; nein, und in was soll ich das bitte einfüllen? Ich; vielleicht in ein Glas. Er; habe ich noch nie gemacht. Jedenfalls bin ich dann mit zwei Humpen Milch zu Andy zurück nach längerem hin und her.

Durch das Valentinstal hoch bis zum Valentinstörl. Ich kam langsam aber sicher aus der Puste. Die Berge werden immer gewaltiger hier, auch steigen die Felswände steiler an. Der Abstieg bis zur Wolayerseeheute mit dem gleichnamigen See, richtig schön.

Denn Abend verbrachten wir mit drei trinkfesten älteren Herren.Sie erzählen uns von der nächsten Etappen. Mit jedem Bier mehr wurde es noch gefährlicher.

Eigentlich sind wir nicht so Ängstlich, aber wir waren danach schon etwas nervös was uns Morgen erwartet. Wir haben weder Helm noch irgendwas zum sichern dabei, ich denke mir das wird etwas werden, stelle mich aufs schlimmste ein.

VA 13. Tag 22. August 2023 Rudningsattel – Tschintemutalm

Heute gehen wir vor Sonnenaufgang los gleich eine sehr beeindruckende Querung unter dem Trogkofel 2279 müM. Hier könnte man noch oben hinüber klettern.

Wir überlegen schnell, ob wir hinauf steigen sollen, aber die Vernunft gewinnt und wir wandern weiter. Wir sind doch etwas älter und schlauer geworden, wäre wahrscheinlich noch etwas Anspruchsvoll gewesen.

Danach kommt schon die erste Hütte. Wir gehen aber nicht runter sondern laufen gleich weiter. Andy will vorwärts kommen, immer dieser Ehrgeiz. Mich nervt es ein wenig und ich sag ihm, dass wir jetzt vielleicht für längere Zeit keine Möglichkeit haben um Wasser zu finden. Ich las dies in der Wegbeschreibung vom Via Alpina nach.

Nach dieser führt der Weg oben rüber, also schlechte Aussichten für Wasser. Es stellt sich dann nicht zum ersten Mal raus, dass es nicht immer stimmt, was die offizielle Seite vom Via Alpina schreibt.

Auf einem Umweg gelangt man zur Kleinkordinalm. Dort füllen wir das Wasser auf und essen Frühstück.

Wie immer haben wir unsere kleinen Streit vergessen, ich lag falsch und Andy geniesst das Frühstück. Danach geht es weiter über einen Aufstieg durch mooriges Gebiet der von alten Schützengräben durchzogen ist.

Wir laufen meistens der Staatsgrenze nach. Mal in Österreich und dann wieder in Italien. Was hier im ersten Weltkrieg geschah will und kann ich mir nicht vorstellen.

Dieses Gebietes wird als der Weg des „Friedens also Friedensweg“ bezeichnet. Nach einer Wanderung über schöne ebene Wiesenböden kommen wir gegen vier am Nachmittag bei der Berghaus Zollnersee Hütte an.

Zollersee

Der Weg geht ziemlich schnell in tiefere Lagen.

Hier ist die Friedenskirche mit dem Leitsatz niemals mehr Feinde immer mehr Freunde. Was für ein Ironie wir haben Krieg in Europa. Wieder müssen Menschen in den Krieg ziehen, weil die diplomatische Politik versagt hat.

Das stimmt uns sehr nachdenklich, es macht einfach traurig das sowas sich immer wieder wiederholt.

So laufen wir weiter und steigen auf den Berg Köderkopf 2150 müM hinauf.

Dort oben möchte ich am liebsten eine Geiss melken für Milch in den Kaffee aber als dann alle auf einmal kommen bekomm ich Angst .

Das Zelt stellten wir beim Abstieg gleich neben dem Weg auf. In der Nacht gab’s noch ein kleines Gewitter.

VA 12. Tag 21.August 2023 Görtschacher Alm – Rudnigsattel

Früh am Morgen geht’s weiter. Wir wollen unten bei der Eggeralm frühstücken.

Eggeralm

Wir schlendern über eine Schotterstrassen runter. Entlang dieser Strecke hat es sehr schöne Ferienhäuser.

Unten angekommen geht’s gleich ins Restaurant, wir haben uns zwei Sandwich bestellt. Die Wirtin brachte so toll angerichtete Brötchen, wir staunen nicht schlecht.

Auch heute wandern über Hügel über Wiese und durch Wälder schön aber anstrengend.

Beim Abstieg in die Schlucht hab ich einen Wanderstock abgebrochen, einmal ausgerutscht und schon ist er demoliert.

Wir laufen in das Skigebiet Nassfeld zum Glück, dort gehen wir gleich meine Stöcke im Sportgeschäft ersetzen.

Die Schweizerin holte uns kurz vor dem Skigebiet wieder auf. Sie hat hier ein Zimmer gebucht.

Wir gehen noch etwas essen und danach steigen wir über die Skipisten auf. Doch dort oben gefällt es uns nicht. Die Skiressorte sehen immer gleich aus. Riesen Verbauenungen und Beschneiungsanlagen mit grosse Sammelbecken für das benötigte Wasser. Wir sind sicher schon an 8 Stück vorbei gelaufen.

Der Zeltplatz heute ist sehr schön auf dem Rudingsattel auf 1934 müM mit Sonnenuntergang und Blick in die karnischen Alpen

VA Ruhetag 19.August 2023 VA 11. Tag 20.August 2023 Thörl – Görtschacher Alm

Frühstück bei Resi. Mit fünfundachtzig Jahren ist sie immer noch tatkräftig für die Gäste da um zu bedienen.

Eine so liebe Frau, sie bewirtet uns mit allem was das Herz begehrt sogar ein Stück leckeren Kuchen zum Frühstück. Danach sind wir eigentlich den ganzen Tag im Bett gelegen ausser für eine Pizza zum Mittagessen schnell über die Grenze nach Italien um dann eine Gefrierpizza zu essen, dann zurück nach Österreich um ein Bier zu trinken. Wieder bis zum Abend im Bett gelegen und den Blog aktualisiert. Danach gehen wir zur Tankstelle um dort Milch und Brötchen für unser Nachtessen zu kaufen.

Wir werden morgen gut erholt weiterwandern im Servus Land.

VA 11. Tag 20.August 2023 Thörl – Görtschacher Alm

Frühstück ist wieder sehr fein. Resi und Gusti sind so herzliche Menschen. Gusti hat heute Geburtstag und wird 92 Jahre alt. Er trägt ein T-short auf dem er als Baby abgebildet ist. Er erzählt aus seinem langen Leben, das nicht immer einfach war. Zwölf Kinder waren sie die viel auf dem elterlichem Bauernhof mithelfen mussten. Als er fünfzehn war könnte er bei einem Tischler die Lehre anfangen. Aber nach kurzer Zeit musste er wieder zurück auf den elterlichen Hof, sie brauchten eine Bewilligung für den Lehrvertrag. Es wurden damals die Leute in der Landwirtschaft gebraucht so wie er sagte jeder musste mit anbacken. Sein Lehrmeister setzte sich für ihn ein so das Gusti Tischler lernen konnte. Ich finde es immer interessant mit alten Leute zu reden. Diese Zufriedenheit die die beiden haben ist schön. Gustel lauft meistens Barfuss er sagt so sei er gekommen und so gehe er und lacht dabei.

Wir sollten eigentlich gehen aber sie fragen und reden und reden irgendwann bezahlen wir und ziehen los.

Der Rest vom Tag war reine Fleissarbeit, rauf runter rauf runter und das über Hügel hinweg mit Techno Musik grauenhaft.

Gegen den Abend gingen wir bei der Feistritzer Alm essen. Die Bernerin Annemarie,die den Via Alpina auch in Teilstrecken läuft ist dort und wir reden übers Wandern.

Ist immer ein Erlebnis, wenn du dich mit Gleichgesinnten unterhältst.

Wir laufen noch weiter. Sie bleibt in der Hütte für die Nacht.

Nach etwa zwei Stunden haben wir nach einem knackigen Aufstieg ein Zeltplatz ganz oben mit Rundumsicht gefunden. Die Sonne verabschiedet sich an Horizont und auch wir gehen schlafen.

VA 10 Tag 18. August 2023 Planinski dom Tamar- Obertörl

Wir wandern im Gletschertal Planica durch Wälder und unter prächtigen Felsgipfeln zu den Sprungschanzen in Planica.

Wir können die Skispringer beobachten beim Training. Ist schon beeindruckend wie die durch die Luft fliegen. Weiter durch Skipisten auf Asphalt bis Dörf Podkoren von dort bis zur Grenze nach Österreich hauptsächlich auf Asphalt. So am Morgen des zehnten Wandertag haben wir Slowenien 🇸🇮 beendet. 220 km und einige Höhenmeter.

Was uns am meisten wundert, dass Rosa diese Strecke ohne eine einzige Blase überstanden hat. Das müssen Wunderschuhe sein. (bestellt bei Ricardo, einfach zwei Nummern zu gross 20 Fr.) Wir gehen gleich in den Kiosk um zwei Dosen Whisky Cola zu holen, denn so etwas muss man feiern.

Der Grenzbeamte wollte wissen wohin wir gehen, er liess uns schnell weiterziehen. Es geht weiter hoch zum Wurzenpass, wo man bereits die Karawanken erreicht hat.

Dann steigt man zur Seltschacher Alm an und gelangt zum Dreiländereck am Ofen (1.509m), wo Slowenien, Italien und Österreich zusammentreffen.Den ganzen Nachmittag geht’s durch Wald runder Oberhörl

über Hindernisse und unten durch

Beim Gästehaus Resi bekommen wir für zwei Nächte ein Zimmer mit Dusche und Frühstück.

Wir brauchen eine Pause es tut so ziemlich alles weh beim Laufen.

VA 9 Tag 17. August 2023 Trenta -Planinski dom Tamar

Morgens um fünf erwachten wir. Es hat schon Wanderer unterwegs.Wir sind sehr geschickt im verstauen unsere Sachen im Rucksack. Jeder Handgriff sitz mittlerweilen und das Zelt ist mit ein paar Griffen abgebaut. Das hat sich mit all den Übernachtungen im Freien so eingestellt. Wir müssen zum Glück nicht mehr diskutieren wer was macht es läuft einfach so.

Die Leute sind weitergegangen und wir wandern noch eine Stunde bis nach Trenta.

Unten ist erst der Dorfladen offen, wir kaufen etwas und essen direkt beim Laden. Dort dürfen wir unsere Telefon und Akku aufladen.

Ich wäre für ein Tag Pause aber ich merke, Andy ist immer noch fit zum Weiterlaufen. Mit ihm jetzt hier zu bleiben wäre glaube ich mehr Stress als Entspannung also geht es weiter. Neben dem Fluss wandern wir das Trenta Tal bis zur Quelle des Soča Flusses rauf.

Der Aufstieg zum höchstgelegenen Bergpass Sloweniens, dem Vršič ist unheimlich streng. Wir gehen im Restaurant auf dem Pass etwas essen.

Es hat viele Leute hier und bis zum Berg Sleme und danach ist man wieder alleine unterwegs. Wir steigen ins Tamar Tal ab. Dabei bewundern wir die gewaltigen Wände der Berge Jalovec und Mojstrovka.

Dies ist eine der schönsten Etappen die wir in Slowenien gewandert sind.

Der letzte Teil bis ins Tal war nicht ohne. Es ist steil und wir brauchen die Hände um kritische Stellen zu meistern. Das beste aber war, Andy meinte, wir müssten wieder hochsteigen über Felsen und Geröll was zu einem Sattel führte und erst hinter diesem ganz nach unten kraxeln.

Ich war begeistert und ging gleich mal voraus. Ich liebe es ein wenig zu klettern. Andy hatte nach einiger Zeit gerufen das wir doch nicht hoch müssen.

Rosa auf Abwegen

Ich ging noch ein wenig weiter voll Elan, es machte richtig Spass. Andy mit einem hochroten Kopf und ziemlich sauer bremste mich aus, als er mich eingeholt hatte: also doch nicht hoch. Es gab dann noch eine Standpauke und ich kletterte vorsichtig zurück mit ihm.

Auch heute regnet es wieder aber zum Glück erst kurz vor der Unterkunft. Wir schlafen im Massenlager diese Nacht, sehr urige Hütte.

VA 8 Tag 16. August 2023 Dom na Komni – Trenta

Wir lassen es langsam angehen. Um acht Uhr gibt’s Frühstück und genau um neun Uhr wird alles abgeräumt.

Morgens aus dem Fenster

Ich mit meiner verträumten Art habe ich prompt den zweiten Gang verpasst, also das nächste mal mach ich’s wie Andy. Riesige Portionen beim ersten Mal holen am besten noch ein zweiten Kaffee dazu, von Andy kann man immer noch was lernen.Sehr geschäftuchtige Hüttenwartin ist hier.

Andy kauft für 10 Euro 2 Flaschen Wasser. Wir sind so auf Schäfchen getrimmt. Es muss nur jemand fragen ob wir Wasser dabei haben und schon kaufen wir Wasser.

Wir finden immer irgendwo Wasser, wenn das mal etwas länger geht ist’s für uns kein Problem. Ich finde,Wasser ist einfach für jeden da und sollte nicht so teuer gehandelt werden. An einem Wandertag verbrauchen wir locker 6 Liter also das würde richtig teuer für jeden.

In dieser Etappe sind wir in der wunderschöne Welt der Bergseen, im Triglaf Nationalpark unterwegs. Bergseen gibt es offiziell sieben, es können jedoch jahresbedingt weniger oder mehr sein.

Die Gewässer aus den Seen fließen durch das Innere der Karstwelt ab und quellen im Wasserfall Savica pod Komarčo wieder ans Tageslicht empor.
Wir wandern von einem See zum nächsten hoch. Das Wetter wird immer schlechter.

Wir hatten wieder mal mehr Glück als Verstand. Anstatt auf dem Pass hoch, wo der Via Alpina gegangen wäre, sind wir rauf zur Hütte Zasavska Nova na Prehodavcih gewandert, also wiedermal (ausnahmsweise)falscher Weg.

Hütte Zasavska Nova na Prehodavcih

Ich sagte zu Andy bei einer Weggabelung wir müssen Rechts hoch und Andy nein gerade aus. Ich habe die Wegbeschreibung gelesen und Andy die Karte auf dem Handy nur hatte er keine Verbindung.

Mir war’s egal, weil auf den Pass hoch bei der Schwarzen Wolke die hinter uns war sah nicht nach Vergnügen aus.

Nach einer halben Stunde sassen wir im trocknen in der Hütte und draussen tobte das Gewitter.Netter Hüttenwart und tolle Leute hier. Wir reden mit drei Jungs aus Holland haben viel gelacht miteinander.

So nach einer Stunden war der Spuk vorbei und wir stiegen ins Tal ab. Auf dem Weg nach Trenta trafen wir noch 7 junge Frauen die das Gewitter in freier Natur erlebten. Unten wieder auf den Via Alpina zu gelangen. Vor dem Dorf stellten wir das Zelt etwas versteckt in den Wald auf und genossen den Abend.

VA 7 Tag 15. August 2023 Krevl – Dom na Komni

Die nächsten drei Tage werden wir im Nationalpark Triglaf unterwegs sein.

Von unserem Schlafplatz aus geht’s schnell in eine Querung um danach auf den Gipfel Kobla zu steigen. Der aussichtsreiche Berg Črna prst präsentiert sich mit üppiger Alpenflora.

Unterwegs in einer Pause können wir noch Gämsen beobachten Sie schauen uns ziemlich neugierig an.

Sehr geschickt bewegen sie sich in dem steilen Häng. Die Bergwelt hier ist wunderschön ein genialer angelegter Weg folgt dem anderen. Querungen und riesen Felswänden, abstiege und aufstieg am Sicherungsseilen den ganzen Tag sind wir gefordert.

Natürlich steigen wir noch auf einen Gipfel Vogel 1922 müM der gar nicht zum Via Alpina dazugehört. Wir überwinden ja sonst fast keine Höhenmeter🥵

Am Abend interpretieren wir den Text von der Wegbeschreibung ein wenig falsch . Um halb sechs sollten wir die Hütte „Dom na Komni“ erreichen, ist aber nicht so . Wenn wir besser geschaut hätten, wäre uns das kleine Detail aufgefallen bis zur Kreuzung 1/2 Stunden und von dort 2 1/2 Stunden Abstieg zur Hütte. Wir haben keine Wasser mehr, da wir immer über der Baumgrenze sind.Das Wasser fliesst in dieser Gegend meistens Unterirdisch ab.

Also weiter Richtung Hütte, prompt gab’s bis zur Hütte kein Wasser.

Dafür bekommen wir ein Zimmer für uns und eine Gerstensupe und Kuchen ein Radler dazu.Das Beste eine Warme Dusche 5 Euro drei Minuten eher zwei Minuten, danach kommt 🥶 ❄️🧊

Auch hier sind Hüttenübernachtungen nicht ganz billig.

VA 6 Tag 14. August 2023 Planinska koča na Ermanovcu – Krevl

Früh um sechs Uhr starten wir. Der Weg führt durch die Hügellandschaft des Cerkljansko Berglandes, zuerst über eine Strasse, über wald- und wiesen Berghänge.

Nebelmeer

Das Partisanenkrankenhaus Franja, wollen wir besichtigen gehen, welches im 2. WK eine wesentliche Rolle spielte. Was leider nicht möglich ist wegen der Unwetter, die hier in Slowenien waren, ist der Zugang gesperrt. Bisher haben wir davon nichts gemerkt nur kleinere Aufräumarbeiten, das Unwetter war ja mehr im Landesinnern.

Wir gehen durch den Wald wieder hoch. Schwitzten unglaublich, es ist tropisch heiss und der Weg ist einfach grad hinauf. Wasser hat es keines das man abfühlen könnte, eine Frau die oben in der Hütte arbeitete und auf dem Heimweg ist, gibt uns spontan ein Fläschchen. Andy meinte das liege an der Höhe, die Leute werden immer netter je Höher wir steigen.

Pausenplatz

Wir stiegen weiter bis auf den Gipfel Porezen auf. Rundum Aussicht auf die Bergwelt Sloweniens. Von der Berghütte Dom Zorka Jelincia sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite die

Hochgebirge der Julischen Alpen. Den ersten davon wollen wir heute noch besteigen. Leider ist dazwischen ein sehr tiefes Tal abends um Acht sind wir auf dem Gipfel auf der anderen Seite auf dem Berg Krevl 1515 müM . Jan ein Deutscher war auch auf dem Gipfel, wir reden viel zu lange mit ihm.

Den Schlafplatz zu finden war nicht ganz einfach, es geht ja wieder im steilen Gelände runter und wir sind etwas zu lange auf dem Gipfel gewesen.

Krevl

Wir finden eine Stelle unter grossen Tannen nicht flach, aber wir stellten das Zelt, so kaputt wir sind werden wir trotzdem gut schlafen.

VA 5 Tag 13. August2023 Idrija – Planinska koča na Ermanovcu

Wir dachten bis auf Idrija sei es höchstens eine Stunden, aber weit gefehlt. Wir haben ja vor diesem Dorf oder Städtchen unser Nachtlager gestern gestellt. Wir laufen im Wald herum und suchten den Weg, was Zeit kostet. Der Weg ist steil runter. In dem Dörfchen geht das Suchen weiter. Da Sonntag ist, finden wir nur eine Bäckerei die offen hat. Die ist aber mit nur mit „Pizza“ angeschrieben, was die Suche nicht wirklich vereinfacht.

Der Mann, der uns bedient ist sehr unfreundlich und sichtlich genervt. Wir haben uns eine Strategie überlegt, wie wir mit dieser Art umgehen. Wir grinsen die Leute an und verteilen Komplimente. Ich fragt ihn wieviele Sprachen er beherrsche, weil er gleich ins Englisch gewechselt hat. Er kann fünf Sprechen, ich unglaublich das ist ja genial…

Er ist danach nett und hat uns für das Brot noch Fleisch dazu gegeben vom Kebabspiess.

Um zwölf Uhr stiegen wir wieder aus dem Tal mit dem Fluss Idrijko hoch. Oben angekommen sind wir völlig durchgeschwitzt.

Aufstieg über Bikerpiste

Oben beginnt die Cerkljansko Berglandschaft. Wanderung durch das wald- und wiesenreiche Bergland mit zahlreichen Bauernhöfen, Kirchen und Ortschaften. Man wandert größtenteils über Asphaltweg.

Wir winken allen Leuten zu und die meisten winken etwas irritiert zurück oder lächeln sogar Teilweise zurück. Bis jetzt habe ich immer gedacht, die Schweizer seien etwas unterkühlt oder zurückhaltend, aber im Vergleich zu den Slowenien ist die Schweiz Disneyland.

Aber man muss sagen, wenn du die Leute anredest, wechseln sie gleich ins Deutsche oder Englisch.Mit Englisch kommt man in Slowenien problemlos durch.

Desto länger wir in Slowenien unterwegs um so begeisterter wir sind. Die Ruhe, die Landschaft die korrekte kurze Art der Leute, vielleicht nicht die fröhlichsten.

Das Zelt stellen wir in einen Fahrweg am Waldrand. In der Ferne sehen wir Lichter von Häusern. Wieder mal ein genialer Zeltplatz wo wir mit Bestimmtheit niemanden stören.