Trans Swiss Trail Tag 7 17. Oktober

Am Sonntag sind wir im Dunkel gestartet. Der Weg ging durch das Gelände der Alp Zalto . Diese bietet schlafen im Stroh an und danach geht der Weg an dem ausgetrockneten See Gola di Lago vorbei.

Wir hätten mit mehr Tagestouristen gerechnet aber es war sehr ruhig und auch ziemlich frisch.

Morgenessen

Im Laufe des Tages stiegen wir Richtung Luganersee ab, natürlich bei blauem Himmel. Im Dorf Tesserete waren wir um ca 12 Uhr und da steht die Kirche Santo Stefano.

Wir nahmen uns die Zeit und genossen dieses Glockchenspiel von der Kirche in vollen Zügen . So klare Töne ganz feine bis zu vollen mal schnell und dann ein warten auf den nächsten Glockenschlag, das Echo im Tal unbeschreiblich.

Auf dem letzten Kilometer durch’s Tal sammelten wir noch etwa ein Kilo Kastanien. Die Wanderung führte teilweise durch noble Wohngebiete und durch Wald und Parks mit einigen Sonntagspaziergängern. So hatten wir doch bis drei Uhr bis zum Städtchen Lamone.

Danach ging es mit dem IC durch den Gotthard Basistunnel mit bis zu 200 km/h so ergabe sich eine Reisezeit vom nur 2 1/2 Stunden bis nach Hause in Wädenswil und das mal für 70 Fr. für zwei Personen.

Also das finde ich wirklich nicht schlecht. Ich gebe es zu die Technik und der Gedanke das unsere Strassen etwas leerer werden gefällt uns. Das waren mal perfekte vier wunderschönen Tage, einfach mal vier Tage abschalten keine News richtig oder Wichtig. Die Welt wird sich auch ohne uns weiterdrehen.

Die Strecke von Ambri-Piotta bis Lugano ist 97 Kilometer lang und hatte 3400 Meter Aufstieg und 4000 Meter Abstieg

Trans Swiss Trail Tag 6 16. Oktober

Am nächsten Morgen kochten wir Haferflocken und Kaffee zum Frühstück. Wir mussten ja warten bis unser Betreiber wach war, um sechs in der Früh den Platz bezahlen, glaube, er wäre dann wirklich ausgeflippt. 

Wir gingen mal nachsehen, ob wir eventuell auch mit Twint bezahlen könnten. Beim Eingang hatte es eine Tafel, wo man die Zelte aufstellen darf. Dort, wo unseres stand, hatte es ein nicht zu übersehendes rotes ❌, was wir am Abend in der Dunkelheit nicht gesehen haben. Wir liefen zurück, um sofort das Zelt abzubauen, leider zu spät, er war schon vor Ort. Freundlich ist anders! Der Campingplatz des Agriturismo La Finca war echt im Verhältnis zu den Leistungen auch zu teuer, 34 Fr. die Duschen ein Erlebnis für sich… aber was soll’s.

Wir liessen uns die gute Laune nicht vermiesen schon gar nicht bei dem Wetter. Noch etwa 17 Kilometer dem Fluss nach bis Bellinzona, dort wollten wir frühstücken, es wurde dann Mittagessen in einer Pizzeria im Dorf Giubiasco.

Bei Bellinzona ging der Weg nicht in die Stadt sondern einfach am Fluss hinten vorbei.

Gestärkt nach dem Essen ging’s durch Wald hoch, wo wir zweimal eine kleine Pause machten. Nach dem Aufstieg liefen wir durch Armee-Gelände, um dann wieder abzusteigen ins Dorf lsone. Andy weiss natürlich alles darüber vom Militär. Mich interessiert das mässig, ich halt’s da mit dem Grundsatz: „ Stell dir vor, es wäre Krieg und keiner ging hin.“

Isone

Hier ging’s gleich wieder 230 Höhenmeter hinauf. Oben angekommen setzten wir uns vor ein Steinhäuschen und genossen den Sonnenuntergang.

Wir liefen weiter um einen wilden Schlafplatz zu finden. Der war richtig gediegen, gleich neben dem Weg ein flaches Plätzchen im Laubwald, genau in unserem Sinne. Auf dem Waldboden sitzend assen wir was der Rucksack hergab. So einfach kann das Leben sein. Und wir genossen den Momente und liessen den Tag ausklingen.