In der Nacht ist es ziemlich kalt. Ich habe sogar den Regenponcho über den Schlafsack gelegt. Als wir aufstehen, ist es zum ersten Mal, in der Zeit, die wir unterwegs sind auf dem Via Alpina, das Zelt und die Schlafsäcke nass. Wir müssen später, wenn die Sonne wärmt, alles trocknen sonst wird die nächste Nacht kein Spass.

Unsere Wanderung führt durch den leichten Föhren- und Arvenwald zum Lago di Cavloc, wo man sich am Seeufer oder im schönen Restaurant verpflegen könnte, nur ist es geschlossen. Weiter dem Weg folgend vorbei an dem Hochmoor von Bosch da la Furcela zur Siedlung Orden und bald erreicht man die Passstrasse vom Maloja.

Dort laufen wir zuerst zum Lebensmittelgeschäft trinken ein Joghurt Drink und kaufen noch Brot. Hier in Maloja auf 1815 müM ist alles geschlossen an Restaurants nur in den sehr nobeln Hotels gibt es ein Restaurant.

Andy kennt nichts direkt zum Hintereingang rein beim Schweizer Hof an der Bedienung vorbei Richtung Restaurant und bestellt einen Kaffee. Die Dame ist etwas überrumpelt. Wir setzen uns gleich neben der Hotellobi an einen Tisch. Die Dame an der Rezeption schaut uns sehr herablassend an. Ich dachte zuerst, sie schickt uns gleich raus, aber wir bekommen zwei Kaffees und Andy bestellt sich noch ein Stück Zwetschgenwähe. Für den Preis hätte er im Volg eine ganze Wähe bekommen.

Wir verlassen das Hotel die Handys haben wieder genügend Akkuladung und die Dame an der Loppy ist sichtlich erleichtert.
Bei Maloja geht es gleich steil rauf zum Lago dal Lunghin 2483 müM. Bei dem See trocknen wir all unsere Sachen. Wir stellen das Zelt, legen die Schlafsäcke aus beschweren alles und gehen zum See und waschen uns. Es ist saukalt und deshalb bleiben wir nicht lange im Wasser.

Hier essen wir und müssen warten bis alles trocken ist, inklusive uns. Gestärkt nehmen wir die nächsten drei Pässe in Angriff. Der erste Pass Lunghin 2640m. (Hier ist die Geburtsstätte des durch das Engadin fliessenden Flusses Inn)

Pass Lunghin, der als bedeutende, dreiteilige Wasserscheide gilt. Das gegen Osten herabfliessende Wasser erreicht mit dem Inn das Schwarze Meer. Die Maira nimmt die Abflüsse nach Süden auf und bringt sie über den Po in das adriatische Meer. Gegen Westen bringt die Julia das Wasser mit dem Rhein zur Nordsee.

Dann etwas absteigen um den zweiten zu begehen Pass da Sett und danach denn dritten wieder hoch auf Forcellina 2676 müM

Jetzt noch hinunter nach Juf auf 2’126 m ü.M. Juf gilt als die höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung Europas. Es ist vier Uhr und wir wollen etwas essen in dem einzigen Restaurant das offen hat. Wir warten Geduld bis der Koch und Inhaber des Restaurant zurück ist. Es wird halb sechs bis wir weitergehen. Jetzt kommen immer wieder kleine Ansiedlungen an der Hauptstrasse. Der Wanderweg verlauft etwas oberhalb der Strasse und zum Glück ist hier um sieben absolut nichts mehr los, keine Autos unterwegs und schon gar keine Leute.

Auf einem Weg stellen wir das Zelt so ruhiger Zeltplatz hatten wir noch selten, die Strasse ist gleich unterhalb unserem Schlafzimmer 🤓
Jetzt habt ihr die Wanderung gemacht, die ich in die umgekehrte Richtung mal machen wollte. Von Zürich nach Maloja. Letzte Etappe wäre Juf nach Maloja gewesen, über die Forcellina und den Lunghin-Pass. Leider musste ich damals in Ilanz mit einer Achillessehnenentzündung (deutsch ist eine geile Sprache, diese langen Wörter… 🙂 ) aufgeben. Machts noch gut!
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Hoi René
Ja genau das solltest du nachholen wirklich lässig die Strecke. Dann in Maloja völlig verdreckt und stinkend ins Hotel Schweizerhof einenKaffee trinken und übernachten 😂
Liebe Grüsse Andy Rosa
Bs. Wirklich ein tolles Wort Andy hatte auf dem PCT eine Achilessehne……….. 🥲
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Leider hatte ich damals keine Achillessehnenentzündungshemmungssalbe in einer Achillessehnenentzündungshemmungssalbekartonmitplastikverpackung dabei.
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Das Wort gefällt dir aber wirklich sehr oder hast grad eine extreme kreative Fase 😂😇
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