VA 26.Tag 6. September 2023 Finkenberg- Kuhmesser 2246 müM

Erst Frühstück und dann mit voller Motivation den Hang hoch. Oben auf der Gschwösswand trinken wir schnell ein Radler.

Finkenberg

Weil wir so überzeugt sind, heute geht’s bergauf, aus dem Restaurant und mal den Hang hinauf um dann den gleichen Weg zurück zu laufen. Der Via Alpina geht seitlich weg durch Wald wieder talwärts. Im nächsten Tal alles über Kühweiden hoch bis zur Rastkogelhütte.

Wir sitzen und wer kommt: Annamarie. Wir plaudern eine Weile.

Wir verabschieden uns jetzt schon zum vierten male von ihr. Mal schauen ob wir sie nochmals sehen auf dem Via Alpina.

Wir gehen weiter über dessen Sidanjoch und steigen wieder in Kühweiden runter. Wir verstehen nicht, wieso das alles so überweidet wird. Weil schön sieht es nicht aus und die Kühe fressen mehr oder weniger zwischen ihren Hinterlassenschaften.

Beim Loassattel angekommen entscheiden wir ganz spontan noch schnell auf das Kuhmesser aufzusteigen, nochmals 500 Höhenmeter, auf 2246 müM.

Andy muss unbedingt den Sonnenuntergang sehen er rennt fast den Berg hoch. Ich nehme es gemütlich schwatze mit einer Frau die runter kommt. Ich verstehe einfach nicht was an einem Sonnenuntergang auf dem Gipfel so anders ist. Ich sehe ja das selbe beim Aufstieg.

Die Sonne ist schneller als Andy

Andy kommt extra mir entgegen (nach dem Sonnenuntergang ) um mich abzuholen, so liebe. Er hat gemeinte ich wäre sonst woanderst hingelaufen.

Wir werden gleich auf dem Gipfel das Zelt stellen.

VA 25. Tag 5.September 2023 Ginzling-Finkenberg

Wir stehen erst um sieben auf. Wir sollten in anderthalb Stunden in Finkenberg sein. Ein sehr touristisches Dorf mit Hotels und Ferienwohnung wohin man schaut. Skigebiet eigentlich das ganze Tal.

Teufelsbrücke in Finkenberg

Wir laufen durch sehr dichter Wald hoch, mit Steinen die teilweise fast ganz mit Moos bedeckt sind. Wir gehen beim Dorf in den Lebensmittelladen einkaufen. Um Acht sind wir am Frühstücken vor dem Laden, im Internet finden wir eine Unterkunft für 105 Franken inklusive Frühstück und Taxen. Wir können schon um zehn Uhr das Zimmer in Beschlag nehmen, perfekt heute ist Waschtag.

Es nervt schon ein wenig wenn alles stinkt und dreckig ist inklusive einem selbst also reinigen wir alles inklusive uns. Wir gehen danach wieder zum Laden, es gibt Kaffee und alles was wir möchten.

Der Tag vergeht viel zu schnell. Unser Zimmer und Balkon sind ausgelegt mit unserer Sachen die zum Trocknen ausgelegt sind.

Wir merken diese Höhenmeter in den Beinen, die Knie und Oberschenkel schmerzen ein wenig. Bis wir alles wieder zusammen geräumt haben ist es Abend, jetzt sind wir auch müde ohne zu wandern. 😜

VA 24. Tag 4. Sepz 2023 Pfitscher Joch- Ginzling

Nach gestern haben wir etwas länger geschlafen. Um halbacht Uhr laufen wir hoch zur Pfitscher Joch Haus. Wieder ein sehr neue und grosse Hütte. Es hat sogar ein Hüttentaxi hier und liegt auf 2261 müM.

Wir essen hier gemütlich Frühstück, telefonieren und schreiben ein wenig. Der Weg bis zum Stausee ist einfaches runterlaufen. Viele Leute kommen uns entgegen.

Wir sind so faul heute, dass wir beim Stausee nochmals Pause machen.

Danach steigt man gleich hinter der Staumauer runter. Von unten sieht die Mauer riesige aus.

Schlegeisspeicher ist131 Meter hoch

Alles ins Tal hinunter schlendern. Mal auf der Strasse dann wieder auf Wanderweg unglaublich um drei Uhr haben wir die 22 Kilometer geschafft bis nach Ginzling

Wir möchten noch Richtung Finkenberg laufen. Wenn wir jetzt losgehen sind wir wahrscheinlich schon um sechs Uhr dort. Morgen möchten wir einen wanderfreien Tag einlegen. Aber nur für die Nacht zum schlafen ein Zimmer nehmen ist uns zu teuer.

Also hängen wir hier im einzigen Kaffee bis um Sechs, schreiben und trinken etwas. So können wir in den Abend laufen, denn dann ist es auch wieder angenehmer nicht mehr so heiss.

Der Weg bis zum nächsten Dorf ist meistens oberhalb der Strasse die sich durch das sehr schmale Zillertal zieht. Bei einem Bauernhof kaufen wir noch Käse und Rauchwurst ein. Auch füllt die sehr nette Bauersfrau Milch in unserer anderthalb Liter Flasche ab. Sie offeriert uns zum Abschied noch einen Schnaps. Wir erzählen ihr das wir mit dem Magen Probleme hatten. Ach da hab ich genau das richtig muss es schnell holen. Nach einer Weile kommt sie vom Stall zurück und sagt der Geissbock sei ziemlich krank gewesen, brauchte auch vom Schnaps jetzt sei er wieder fit.

Wir bekommen also wieder Medizin wahrscheinlich stinken wir etwas ähnlich wie der Geissbock. Das Zeugs ist richtig stark.

Sackgasse und baufällig auf der Orginalroute

Wir laufen nicht mehr alzuweit und stellen das Zelt an den Waldrand.

VA 23. Tag 3. September 2023 Chemnitzer Hütte- Pfitscher Joch

Ich gehe runter und bekomme gleich wieder Medizin 😇. Um Essen ist es mir noch nicht. Andy hatte eine schlechte Nacht. Ihm tut der Bauch weh. Das hindert in nicht beim Frühstück zu essen wie immer.

Mit einem leichten Kater geht es weiter zur Edelrauthütte die wir in zweieinhalb Stunden erreichen.

Ich nehme hier eine Nudelsuppe und Cola dazu. Danach ist es mir besser. Andy möchte nicht ins Tal absteigen, wo der Via Alpina durchgeht, sondern eine andere Route nehmen, die der letzte Hüttenwart als Abenteuer beschrieben hatte. Super, ich bin begeistert, zuerst im Hang über ein Steinfeld steigen etwa zwei Stunden lang. Immer gut schauen, dass man nicht zwischen den Steinen in die Spalten rutscht.

tanzen über Steine

Hier wird nicht geredet sondern über die Steine getanzt ,aber sehr vorsichtig sein. Dann wird mir klar, was er mit Abenteuer gemeint hat, an einer Kette und Eisen zum draufsteigen in einer Felsspalte grad hinauf durch die Gaisscharte.

Oben geht’s durch einen Spalt hindurch auf die andere Seite und danach wieder über Steinfeld runter. Wir sind etwas müde geworden auf diesem Weg. Aber es geht wieder weiter, zum Glück nicht mehr so streng.

Als wir denn Aufstieg bis zum See geschafft haben war es schon vier Uhr, noch rauf zum Pass.

Mit Sicht zu Gletschern auf der anderen Seite, doch für eine Pause ist es zu kalt. Der Abstieg ist auf einem schmalen Weg im steilen Hang auch nicht ohne.Dieser Abschnitt ist auf dem Traumpfad München – Venedig.

Via Alpina und Traumpfad München Venedig

Am Abend stellen wir das Zelt auf eine Wiese es ist spät geworden und wir sind geschafft von diesem Abenteuer.

Wir beschliessen, egal was uns jemand erzählt von besserem oder interessanterem Weg, von jetzt an bleiben wir auf dem Via Alpina 🤪

VA 22.Tag 2. September 2023 Rein in Traufer – Chemnitzer Hütte

Zum Glück stehen wir meistens früh auf, das Zelt ist in der Nacht Richtung Steinrand gerutscht 🥵

Mit dem Windpapier, das wir als Unterlage unters Zelt legen und der Zeltboden war es ins Rutschen gekommen auf der Unterlage.

Zuerst laufen wir am Fluss nach Richtung Rein, danach auf einem Höhenweg auf der anderen Talseite wieder zurück bis Sand in Traufers

Burg Sand von Traufers

Dort gehen wir in einer Bäckerei essen einkaufen. Wir nehmen Pressknötel von denen wir dachten, dass es Hacktäsch sind.

Nach dem Essen gehen wir zur Seilbahn, Ich möchte lieber laufen. Andy will die Bahn nehmen.

Er sagt: ich warte dann oben auf dich, ich werde mit wenig Begeisterung mitfahren.

Oben angekommen auf Speikboden geht es denn ganzen Nachmittag unterhalb dem Grat Richtung Cemnitzer – Hütte.

Am Schluss müssen wir noch über Steine steigen in einer Querung, am Anfang steht eine Warntafel „Achtung Steinschlag“ super was soll man mit dieser Info machen. Mir verleiht das Flügel ich will möglichst schnell aus diesem Hang.

Bei der Hütte ist Annamarie schon da, wir werden in der Hütte übernachten, so können wir noch etwas austauschen mit ihr. Sie muss ja nächstens zurück zur Arbeit.

Chemnitzer Hütte

Beim Nachtessen merke ich das mit mein Magen etwas nicht stimmt.

Andy meint das es die Pressknödel sind, er merke es auch. Ich musste mehrere male auf die Toilette. Zwei Jungs vom Hüttenpersonal, waren besorgt um mich. Sie beschlossen das ich Medizin brauche, der eine schenkte ein kleines Glas mit Meisterwurz. Der andere sagte sie braucht mehr, darauf hin nahm er das kleine Glas und leerte es in ein grosses und mit der Flasche schenkte er nach, nicht zu knapp. Ich fragte ob sie nicht vielleicht Modium Tabletten hätten. Er verneinte und reichte mir das Glas.

Medizin vom Medizinmann

In einem runter das hilft. Was soll’s ich kippte den Schnaps runter, bedankte mich und ging schlafen. Der Bauch hat sich schnell beruhigt und ich schlafe wie ein Baby.

VA 21. Tag 1. September 2023 Ochsenfeldalm -Rein in Traufer

In der Nacht hat es geregnet, wir verstauen alles im Rucksack, trocknen werden wir es später. Wir steigen im Karbachtal hoch zur Ochsenfeldalm (2014 m). Der Almhirte ist ein Bayer. Er sieht uns und wir reden wiedermal zu lange mit ihm. Ein sehr geselliger Typ. Wenn wir gestern bis zu ihm aufgestiegen wären, hätten wir ein Schlafplatz gehabt. Von da steigen wir über die Almhänge der Villgratner Berge hinauf zur Grüblscharte (2394 m), dem höchsten Punkt der Etappe.

Mir war das nicht genug. Zum Frühstücken stiegen wir nach ganz oben. Andy motzte zwar aber kommt mit hoch. Von hier sehen wir wo’s wieder bergwärts geht auf der anderen Talseite. Auf die imposante Rieserfernergruppe. Wir erreichen um elf Uhr das Dorf Antholz Mittertal. Wir essen ein Sandwich und trinken Kaffee dazu. Als Nachspeise gibt es Berliner, zwei bezahlen, drei bekommen und ehrlich teilen.

Die mächtige Rieserfernergruppe mit dem bekann Hoch- und Wildgall am Ende des Tales wirken wie beschützende Arme und die wuchtigen Dreitausender bilden Übergang in das Nachbartal Rein in Taufers. Wir müssen Insgesamt 1550 Meter aufsteigen. Der Weg schlängelt sich hoch in Schlaufen durch Schutthänge und der Schluss ist reines Treppensteigen.

Wir erreichen ziemlich erschöpft die Rieserfernhütte 2791 müM nach 4 Stunden. Der Wirt sagt schnauft zuerst mal durch ich komme dann später. Als er wieder kommt bestellen wir gleich mal zwei grosse Gläser Milch und Spaghetti dazu, der denkt sich die Schweizer spinnen.

Hier oben ist ne ganz andere Welt hochalpine Gipfel Dreitausendster mit Schnee und Gletscher, sieht Mächtig aus. Es ist auch kalt und windig. Wir gehen um 4 Uhr los ins nächste Tal runter, (nördliche Reintal)

Wir steigen zuerst über Felsblöcke bis zum Abstieg über Moränenmaterie von einer Ebene in die nächste runter in einen Talkessel. Auf diese flachen Almböden, die von hoch aufragenden Gipfeln gesäumt sind, folgt talaus nun wieder eine Hangstufe, die durch steilen Hochwald zur Seeber-Alm (ca. 1530 m) am Talboden des Reintales führt.

Unser Zeltplatz ist absolut spitze gleich neben dem Wanderweg sehe ich ein riesen Stein der oben grade sein könnte. Andy kletterte auf den Stein und es kommt ein Daumen hoch von ihm.

Ich gebe das Material hinauf und klettere hoch. Wie zwei Kinder freuen wir uns.

Heute war ein spitzen Tag super 2000 Höhenmeter und 33 Kilometer nicht schlecht für zwei Oldtimer wie wir 😜

VA 20. Tag 31.August 2023 Plätzwiese- Ochsenfeldalm

Wir gehen um 6 Uhr ohne Frühstück los. Es ist sehr stickig und kalt in dem Keller.

Wir gehen über Alpweiden Richtung Ofenscharfe. Zuerst geht es kräftig aufwärts.

In den Waden sollten man einen Akku haben, den ich bei Bedarf zuschalten könnte. ( immer ) Oben ist es eine sehr eigene Landschaft. Die Steines sind wie Wellen in der Wiese.Riesen Felsen die sich übereinander geschichtet haben.

Alpenpanorama

Wir wandern ganz alleine in dieser einzigartigen Landschaft. Wir laufen den ganzen Morgen nur eine kleine Pause haben wir gemacht.

Frühstück

Der Abstieg zum Pragser Wildsee war steil und es hatte jetzt am Nachmittag schon einiges an Wanderer unterwegs.

Pragser Wildsee

Der See sah von oben toll aus und unten angekommen war ein Rummel rund um den See.

Wir laufen auf einer Forstrasse bis nach Schmieden. Um halb drei Uhr waren wir da. Schnell etwas Essen um danach mit dem Bus bis Welschberg.

Nach Beschreibung vom Weg sollte man das so machen, also warten wir auf den Bus.

Andy muss noch schnell auf die Toilette. Der Bus kommt natürlich genau zu dem Zeitpunkt.

Ich probiere den Busfahrer zu überzeugen zu warten, als ihm zu lange geht flippte er aus und deckte mich mit allerlei Worten ein.

Schlussendlich mussten wir dann mit einem Bus zum Busbahnhof in Tablach fahren um danach mit einem anderen bis zum Dörfchen Sankt Martin zu gelangen.

Schwiegermutterbank

Wir kaufen noch was ein für Frühstück, denn wir werden aufsteigen und irgendwann im Wald zelten. Das war der Plan bis uns dann drei Fahrzeuge überholen mit Jäger darin. Das war jetzt richtig schlecht. Wir spielen jetzt Katz und Maus mit den Jägern.

Im Dunkel stellen wir das Zelt auf einem nicht mehr benutzten Weg auf.

VA 19. Tag 30.August 2023 Sexten – Plätzwiese

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Bus ins Fischleintal gefahren. Das Wetter ist zum Glück besser geworden.

Wir steigen in zwei Stunden hoch zu den Drei Zinnen. Es ist bewölkt und regnet leicht. Die Drei Zinnen sind sehr schön nur hat es viel zu viele Leute hier.

Ich fass es nicht, die Leute sind mit Regenschirm auf den Wanderwegen unterwegs. Wie kommt man nur auf so eine Idee.

Toll das die Sicht gut ist und wir geniessen die Aussicht bei einem Kaffee. Danach steigen wir ab bis ins Höhlensteintal. Wir essen schnell etwas und danach sind wir wieder fit.

Der Aufstieg zum Strudelkopfsattel 2 1/2 Stunden geschafft war cool mit doch ein zwei ausgestellten Stellen dort waren wir vorsichtig ausrutschen wäre nicht gut.

Der heutige Tag war Höhenmeter sehr intensiv. Wir staunen nicht schlecht als wir es nachschauen.

Strudelkopfsattel

Die Übernachtung war in dem Berggasthof Pläztwiese. Diese war jetzt nicht unsere beste Unterkunft. Übernachten im Keller, Essensportionen viel zu klein dafür der Preis zu hoch.

Andy war heute wieder der alte, lauft wie eine Maschine bergauf und bergab. Ich mag knapp nach sehe aber aus wie ein überhitzter Oldtimer 🥵

VA 18. 27. -29.August 2023 Sillienerhütte -Sexten

27. August Sillianer Hütte

In der Nacht hatte es gestürmt. Wir sind froh in der Hütte übernachtet zu haben, obwohl jetzt wissen wir ja, wie das stellen des Zelt bei Sturm geht.

Sexten

Wir essen gemütlich mit unserem Outdoorprofi frühstücken und danach wird sie weiter ziehen.

Wir machen heute einen Ruhetag und Morgen werden wir nach Sexten wandern wahrscheinlich bei strömendem Regen.

Normalerweise ist wandern mit Andy eher ein Marathon dem gleich der nächste folgt.

Wir geniessen den Tag in der Hütte mit lesen, schreiben und reden.

28. August Sexten

Wir essen mehr als gemütlich Frühstück plaudern und draussen giesst es in Strömen. Ein Unwetter mit Blitzen, Wind baut sich auf.

Wir gehen ja nur ins Tal mehr oder weniger auf einer Kiestrasse, also Pipi Fatz (eine Kleinigkeit)

Wir verabschieden uns, ziehen Regenhose und Windjacken plus Regenponcho an.

Der Abstieg haben wir in zwei Stunden hinter uns, war lustig wir plaudern und latschen nach Sexten.

Festung vom 1.Weltkrieg

Wir hätten auch für die letzten 700 Höhenmeter die Bahn nehmen können. Aber ich weigere mich fast immer in so ein Ding einzusteigen sind mir einfach zu gefährlich und da lauf ich lieber auch bei Regen.

Wir buchten ein Zimmer auf einem Bauernhof mitten in Sexten. Wir gehen mal fragen ob es möglich ist, dass Zimmer schon zu beziehen. Die Frau macht es schnell fertig so liebe es ist noch nicht mal 11 Uhr und wir können schon rein. Schnell warm duschen und dann gehen wir essen, und den Rest des Tages bleiben wir im Zimmer. Draussen regnet es ohne Unterbrechung.

29. August Sexten

Andy hat im Internet ein Last-Minute Angebot für eine Übernachtung gefunden. Wir bleiben noch eine Nacht in Sexten.

Hoffen auf besseres Wetter

Wir gehen Frühstücken. Die Bauersfrau hat für uns aufgetischt, das meiste vom eigenen Hof.

Preis Leistung unschlagbar: schönes Zimmer, Frühstück in einer alten Stube. Wie alt die wohl war?

Wir gehen danach noch einige Sachen einkaufen und schicken fast drei Kilo an Material nach Hause, die wir zuwenig gebraucht haben.

Zwischenverpflegung

Wir sind jetzt drei Wochen unterwegs und was schauen wir im Internet nach, Wetter, Streckenbeschreibungen, was gibt’s im nächsten Tal schlicht und einfach alles was wir brauchen um zu wandern. Wie eine Auszeit von all den Informationen, Neuigkeiten, Katastrophen, was auch immer, wir geniessen es einfach unsere Reise.

Kirche von Sexten

Gegen Abend lässt der Regen nach, wir spazieren zur Kirche, die beeindruckend ist so viele Wandmalereien und reich geschmückt. Danach gehen wir noch ins Museum, langsam macht mir Andy‘s Gelassenheit sorgen.

Manfred Böckermann

Seit ich ihn kenne sind wir noch nie in ein Museum gewesen. Ich geniesse es einfach wird wahrscheinlich nicht allzu lange so bleiben. Sehr schöner und erholsamer Tag war das.

VA 17. Tag 26.August 2023 Porzenhütte – Sillienerhütte

Heute gehen wir um sechs los wir denken irgendwann wird das Wetter umschlagen. Von der Porzehütte wandern wir hoch zu der Fillmoor Hütte und dort nehmen wir einen Kaffee. Der Weg führt unterhalb der steil aufragenden Wände des grossen Kinigrat vorbei.

Eine Querung über loses Gestein hinauf zum Heretriegel, 2246 müM wir geniessen es, das Wetter scheint sich zu bessern. Immer wieder legen wir eine kleine Pausen ein, wir haben auch heute zwei Lunchpackete dabei von der Hütte. Auf dem Gipfel des Pfannenzpitz 2678 müM werden wir übermütig.

Wir beschliessen, dass wir die nächste Etappe auch heute machen. Über mehrere Gipfel werden wir gehen der Eisenreich ist der Höchste mit 2665 müM. Wir sind ziemlich schnell unterwegs. Heute sehen wir in die Dolomiten und die Drei Zinnen rücken immer näher, auch vom Weg her ist dieser Tag fordernd.

Demut 2528 müM ist der nächste Gipfel

Hollprucker 2537 müM volgt der letzte ist

Hornischeg 2468 müM jetzt noch der

Abstieg zur Sillianer Hütte 2433 müM, wo Annamarie vor uns eingetroffen ist.

Wir sind noch ein wenig in dem Sturm gelaufen, die Wolken über uns sehr schöne Wetterstimmung. Wir bekommen ein Bett mit Sicht auf die Drei Zinnen also das ist sowas von schönsten.

Beim Nachtessen bekommen wir noch eine Lektion, wie man ein Zelt bei Wind aufstellt, von unser Schweizerin, Outdoor Profi Annamarie

Ich weiss nicht wieviele Male wir das Zelt bei starkem Wind aufgestellt haben und uns im Nachhinein nicht wirklich geschickt angestellt hatten. Da lernt man eine Schweizerin kennen und die erklärt uns mal so auf die Schnelle wie das geht. Zuerst zwei Heringe in den Boden und erst dann die Zeltstangen reinschieben, so einfach geht das. Andy zuerst nein das geht nicht, Annamare Sitz im Bett und erklärt uns wie sie es macht, wir sind so doof auf so eine einfach Lösung hätten wir schon lange kommen können. Wäre uns so manche Diskussion erspart geblieben.

Blick aus dem Fenster auf die drei Zinnen am Abend