Tag 3, 14. April, Mount Laguna

(Ja, gestern war natürlich Tag 2, und dies ist der richtige Text). Um 5:45 Uhr laufen wir los mit Stirnlampen. Die Sonne kommt allmählich über den Bergkamm, Andy muss natürlich fotografieren, ich gehe langsam weiter (Sonnenaufgang, das kann dauern). Seit gestern schmerzt mich am rechten Bein die Wadenmuskulatur, ich muss ein Schmerzmittel nehmen. Vor dem Start habe ich den Muskel mit einer schmerzlindernden Creme eingerieben.

Es wird bald heiss, kein Wölkchen zu sehen am Himmel. Es geht jetzt Richtung Mount Laguna, stetig leicht bergauf auf einem breitem Weg, zum Glück alles im Gebüsch. Als wir in einen Lärchenwald kommen, duftet es betörend nach Nadelwald. Mit diesem Duft sollte mal jemand ein Parfum entwicklen. Meine Wade schmerzt immer mehr, dass ich mich entschliesse, die Tabletten aus USA einzuschmeißen, nach etwa 30 Minuten wirken sie. Ich frage Andy zum etwa fünften Mal, wann wir endlich bei Mount Laguna sind. Er ist leicht genervt und gibt eine patzige Antwort. Ich frage ihn, ob er auch von meinen Pillen will, ist auch nicht gut, wahrscheinlich hat er Hunger.

Um 11:30 sind wir endlich in Mount Laguna und gehen gleich etwas Essen, Eier mit Speck und Kartoffeln. Andy möchte wie immer etwas von meiner Portion, ich erinnere mich an gestern als er beide Snickers gegessen hat. Nachher gehen wir in den Store, um Wasser und Gummibärchen zu kaufen. Andy bezahlt und der Typ gibt 5 Dollar zuwenig zurück. Jetzt klappt Andys Englisch super, er verlangt seine fünf Dollar Rückgeld und bekommt sie auch. (Anmerkung Andy: Meine Frau das Huhn, hat wieder ihre Sonnenbrille im Restaurant vergessen. Ich – also Andy –laufe 10 Minuten zurück um sie zu holen, inzwischen merkt Rosa, dass sie die Brille auf dem Fensterrahmen beim Store liegen gelassen hat. Als ich zurück bin, sagt sie es mir. Ich schüttle nur den Kopf.)

Wir laufen weiter, hinaus aus dem Dorf und machen im Wald eine längere Pause. Nach etwa 1,5 Stunden kommen wir an eine unbeschreibliche Aussicht über die ganze Wüste, die Anza-Borrego Desert. Wir schiessen Bilder und filmen es, sowas zu sehen ist unbezahlbar. Yves, der Schweizer vom ersten Tag und zwei andere Hiker kommen, wir machen noch ein Gruppen-Selfie. Danach gehen alle wieder weiter. Wir treffen noch auf Sabrina und Normen aus Deutschland, die in der Schweiz leben, sie sind schon fünf Tage auf dem Trail.

Wir peilen noch die nächste Wasserstelle an, bei 78,3 Trail-km ist dann 18:30 h, wir haben genug für heute. Nicht zu lange gehen ist sicher auch besser, ich spüre die Wade zwar nicht mehr, mit diesen Schmerzmitteln könnte man einen Elefanten betäuben. Andy kocht wieder einmal China-Nudeln und verwendet diese kleinen Gewürzbänder. Danke auch Anna, Reto, Claudio, ist jetzt unser Glücksbringer und hängt immer am Rucksack! (Sie haben sie uns an der Abschiedsparty geschenkt)

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