16. Juni, Mammoth Lakes

Um 6 Uhr ziehen wir los. In der Nacht ist die Temperatur runter gegangen. Mir ist es recht, zügig hinunter zu gehen, die Schlechtwetterfront scheint zu kommen. Wir freuen uns auf gutes Essen, auf duschen und ein Bett. Wir brauchen auch eine Pause, mir tut das linke Bein weh, das ich im Fluss an einem Stein angeschlagen habe, Andy ist der Fuss angeschwollen. Dann wollen wir in aller Ruhe den Film der unglücklichen Querung anschauen, den Markus aufgenommen hat, und das weitere Vorgehen besprechen.

Bis zum Parkplatz sind es noch sechs Meilen, Andy muss für seinen Fuss eine Schmerztablette nehmen. Ich laufe vor ihm, damit falls der Schnee nicht hält, ich die Rolle (postholing) mache und nicht er. Es geht durch den Wald im Schnee, alles den Spuren nach. Heute begegnen uns viele Hiker.

Vom Parkplatz müssen wir noch 4,5 Meilen auf der Teerstrasse bis zu Mammoth Lakes laufen. Auf den letzten zwei Meilen kommt uns Moni entgegen mit Trailmagic, super lieb von ihr. Wir laufen bis zu einem Restaurant, um ausgiebig zu essen. Danach will ich nur noch ins Hotel.

Nach einem Nickerchen müssen wir für neue Schuhen für mich schauen. Mit dem Bus fahren wir zum Sportgeschäft. Als ich mit den zwei verschiedenen Schuhe hineinkomme, schauen sie, dann sagt ein Angestellter: «die Schweizerin, die einen Schuh im Fluss verloren hat». Er findet das eine super Story, und uns nur toll, wir verstehen das nicht ganz, aber werden genial beraten. Für Andy verabreden wir auf den nächsten Tag, dann wird jemand, seinen Fuss anschauen, der viel davon verstehen soll.

Zurück im Hotel geht es gleich weiter. Daniel, der mir die Schuhe ausgeliehen hat, ist auch im Dorf angekommen. So treffen wir uns im Restaurant, um ihm die Schuhe zurückzugeben. Wir essen zusammen, und haben einen netten Abend. Am Nachbartisch isst ein Pärchen Käse-Fondue. Ich kann nicht glauben, was die alles ins Fondue rühren, am liebsten würde ich’s ihnen wegnehmen, einfach gruslig.

Heute sind wir total müde, ich schlafe schon im Bus ein, gehen im Hotel gleich ins Bett.
Wir sind 10 Meilen vom Trail ins Dorf gelaufen.

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