10. bis 12. April – Phoenix

Diese drei Tage waren wir vom Pech verfolgt, egal was wir machten, es endete im Chaos.

Restliche Sachen, wie Bärensäcke-Messer, mussten wir etwa 20 km von unserem Hotel weg noch einkaufen. Der Taxifahrer liess uns eine Stunde warten, um uns dann irgendwo hinzufahren, aber nicht, wo wir hin wollten. Er sagte, wir sollten doch suchen, wir hätten mehr Zeit als er. Unglaublich! Daraufhin hatten wir mit ihm diskutiert, mit dem Resultat, dass er uns nicht aussteigen lassen wollte. Als er dann endlich zur Vernunft kam, kassierte er noch viel zu viel ab und wir mussten den Rest zum Geschäft laufen. Nach dem Einkaufen warteten wir über zwei Stunden erfolgslos auf das nächste Taxi.

Schlussendlich sind wir mit Uber zurückgefahren. Am Abend schlenderten wir gleich zu Fuss in die Stadt. Natürlich ging’s weiter im selben Stil. Als wir zum Essen in ein Restaurant gingen, war Warten angesagt, weil der Koch überlastet sei. Er brauchte ein Stunde Entlastung, also warteten wir.

Der nächste Tag war etwa gleich wie der erste in Phoenix. Nichts klappte auf Anhieb, wir liefen kreuz und quer durch die Stadt bis wir alles eingekauft hatten.

Die Stadt selber ist extrem ruhig, es hatte nicht viel Verkehr und kaum Leute unterwegs. Beim Retourweg wurden wir noch beschimpft, weil wir in einer Siedlung unterwegs waren, in der ‚Weissbrötchen‘ nicht hingehören. Unnötig zu erwähnen, dass dort unser Motel war. Als ‚Weissbrötchen‘ wurden wir schon beim Einchecken bezeichnet, wir nahmen’s mit Humor. Unsere Pechsträhne zog sich hartnäckig durch.

Der 12. April übertraf die zwei Tage um Meilen. In Lordsburg waren wir um 500 Dollar ärmer, nur weil wir den Greyhound-Bus um ein paar Minuten verpasst hatten und der nächste natürlich keine freie Plätze mehr hatte. Ein Fahrer zockte uns natürlich wieder sehr gekonnt ab: Für die Fahrt nach Lordsburg war er viereinhalb Stunden sehr gemütlich unterwegs. Wir hatten resigniert und schauten die Landschaft an: Unglaublich flach und überall hatte es Sandstürme, teilweise war es wie eine Wand aus Sand.

In Lordsburg schien unsere Pechsträhne eine Ende zu nehmen. Vom Einkaufen zurück bekamen wir unsere erste spontane Mitfahrgelegenheit. Es war derart stürmisch, dass ich froh war, noch nicht auf dem Weg zu sein.

Abendstimmung vom Motel

Andy war fix und fertig. Mein Lieblingssatz „Es könnte noch schlimmer sein“ brauchte ich nie in diesen Tagen. Er wäre ziemlich sicher explodiert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s