TAG 14, 18. April, Meile 240

Früh am Morgen aufgestanden und ohne Frühstück losgelaufen. Den Kaffee haben wir am Vorabend schon gekocht. So können wir unterwegs kalten Kaffee trinken, denn immer nur Wasser verleidet uns, Kaffee bringt etwas Abwechslung.

Nach etwa sechs Stunden Marsch gehen uns das Wasser und der Kaffee aus. An der Stelle, wo der Wasserrapport angibt, es sollte Wasser haben, ist alles leer. Nicht gut, wir hoffen, dass wir noch Wasser finden. Das wenige Wasser muss sonst reichen bis zur nächsten Wasserstelle.

Wir wandern und stossen plötzlich im Wald auf eine alte Polstergruppe und einen Container, eine sehr grosse Hiker-Box. Ich traktiere die Polstergruppe erst mal prophylaktisch mit dem Stock, man weiss ja nie, welche Tiere darin hausen. Spring nichts raus, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Wir setzen uns aufs Sofa und trinken jede Menge Sodas und hauen Chips und Oreo-Kekse in uns rein. Wasser hatte es leider nicht in der Box. Nach einer längeren Pause müssen wir weiter.

So gegen 17 Uhr kommen wir an einen Parkplatz. Ein Mann mit Auto ist da und wir fragen ihn, ob er uns vielleicht nach Big Bear City fahren würde. Er war gleich einverstanden und wusste ein gutes Hostel, in dem Hiker willkommen sind. Hiker sind das nicht immer, weil sie dreckig sind, oft stinken und die Kleider im Zimmer waschen.

Der Mann lebt in seinem Auto, hinten hat er einfach eine Matratze reingelegt, das Auto war seine Wohnung. Es war aber kein Wohnmobil nur ein Jeep. Er brachte uns zum Hostel und wir versuchten erfolglos ihm etwas für die Fahrt zu zahlen.

Das Hostel gab uns das Waschbären-Zimmer, die Deko waren Waschbärenbilder. 18 Waschbärbilder in einem Raum, das ist sehr speziell, aber herzig. Dafür stand auf der Veranda eine komplette Grillausrüstung mit allem Drum und Dran zum grillieren. Wir zogen gleich los, um uns im Village ein Riesenstück Fleisch, Bier und Gemüse zu holen – heute gibt’s Barbecue. Das wäre super gewesen, aber als wir das Gas aufdrehen wollten, war da keine Flasche. Dann haben wir das Fleisch mit unserem Benzinkocher gebraten, hat auch funktioniert, sah aber bestimmt komisch aus. Wir tranken noch gemütlich ein Bier auf der Veranda und gingen dann ins Bett. Leider übernachtete neben uns eine Familie mit Baby, man hörte einfach alles. Privatsphäre gleich null.

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