TAG 25, 30. April, Agua Dulce, Hiker Heaven, Meile 453

Um 7 Uhr aufgestanden, dann erst mal geduscht und danach gefrühstückt. Als wir loslaufen sind die meisten noch am Schlafen. Wir stapfen los, es ist schon recht warm. Zuerst hinauf auf den Hügel, wo es nur sehr hohes Gras hat, sonst eigentlich nichts anderes. Oben angekommen erblicken wir den Highway im Tal, wieder eine unglaubliche Weitsicht. Wir setzen uns hin und betrachten die Gegend. Hier könnte ich mir nicht vorstellen zu leben, es ist alles unglaublich trocken und die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel.

Eine junge Frau kommt denn Hang hinauf und fragt uns, ob alles in Ordnung sei mit uns. Wir sagen dass wir die Aussicht geniessen, das scheint sie nicht so ganz zu verstehen. Danach rennt sie doch tatsächlich den Hang runter. Jeder wie er will oder mag. Einige Hiker machen aus dem Trail einen richtigen Wettkampf.

Unten im Tal geht der Trail unter dem Highway durch, danach kommt man gleich ins Tal, in dem schon einige Filme gedreht wurden. Recht imponierend, es hat auch sehr viele Leute hier.

So gegen 14 Uhr treffen wir in Agua Dulce ein und gehen gleich was essen im Restaurant. Wir werden von den anderen Gästen ein wenig abschätzig angesehen. Aber daran gewöhnt man sich auch, ist ja auch verständlich, da wir recht verschwitzt sind. Wir setzen uns ganz an den Rand der Veranda. In diesem Ort kennt man ja die Hiker.

Wir werden von einem älteren Herr mit einem kleinen Buggy zum Hiker Heaven gefahren, er fragt mich ob ich fahren möchte. Er dachte wahrscheinlich, ich hätte Angst, was man mir wohl ansah. Ehrlich gesagt, wäre es mir lieber selber zu fahren. Ich muss ihm ja nicht sagen, dass ich so ziemlich alles fahren kann was Räder hat.

Der Hiker Heaven ist auf einem privaten Grundstück, dort stellt man sein Zelt einfach in den Garten. Es hat alles, was man braucht.

Am Abend wird grilliert, untereinander diskutiert, Fotos gezeigt und auch genug getrunken. Natürlich kommt der Deutsche auch wieder, aber diesmal werden wir nicht mit einem Kommentar zu unserem Alter eingedeckt. Gut für uns, dass er damit beschäftigt ist, die anderen Hiker wegen dem Umfahren der Strecke anzumachen. Er ist wirklich ehrgeizig. Jeder wie er will, es muss für einem selber stimmen. Wir werden vielleicht auch mal etwas auslassen, wenn wir einen Grund haben, den PCT zu verlassen. Uns fällt auf, dass man auf dem Weg immer etwa die gleichen Gesichter sieht. Irgendwann verkriechen sich alle in ihren Zelte und es wird geschnarcht, was das Zeug hält.

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