11. Juni, San Francisco

Morgens um 8 a.m. kommen wir in Sacramento an, in eine riesige Wartehalle. Von hier fahren die Busse in alle Richtungen weiter. Wir stellen uns in die «Line». Einer, auch ein Hiker, geht einfach nach vorne. Wir sagen, sicher ein deutscher Hiker. Er dreht sich um, er ist ein Schweizer. Er heisst Martin, ist aber nicht Medical. Er wird seinen Hike abrechen, Sara leider auch, sie werden beide von San Francisco in die Schweiz zurückfliegen. 

Unser Hostel in SF ist nicht gerade ein Schmuckstück, scheint hier auch nicht in der beste Gegend zu sein. Als Martin das Zimmer sieht, sagt er: nein, hier bleibe er nicht, er werde sich etwas anderes suchen. Wir anderen drei bleiben. Dies ist bis jetzt schon unsere schlechteste Unterkunft, aber was soll’s. Im Zimmer hat es zwei Betten, die Duschen sind im Gang. Die Eingangstüre des Hostels ist gesichert, das ist mal gut. 

Martin treffen wir später, er hat in einer besseren Strasse ein Zimmer gebucht. Wir gehen zusammen zur Kabelstrassenbahn und wollen mit ihr zum Hafen, den Fisherman Wharves, hinunterfahren, um dort etwas zu essen. Mit der historischen Kabelstrassenbahn den steilen Hang hinunter zu fahren finden wir interessant, es wird alles manuell bedient. Abwärts muss der Lokführer die Bremse von Hand betätigen, indem er einen riesigen Hebel umlegt. 

Die zwei Heimkehrer wollen zum Abschluss etwas Spezielles essen. Im Hafen wollen wir in einem bekannten Burgerladen essen gehen. Die Leute stehen in der Line an, das geht uns zu lange. Wir haben dann in einem anderen Restaurant auf der Terrasse mit Sicht aufs Meer supergut gegessen. Die Portionen waren ziemlich klein, dafür der Preis hoch. 

Zurück ins Hostel gingen wir wieder mit der Strassenbahn. Dann mussten wir noch einen Fussmarsch machen. Die vielen Obdachlosen hier sind extrem. Sie durchsuchen Abfallkübel und steigen in die Container, um etwas Essbares zu finden. Unglaublich. Wenn du solche Bilder siehst, kommt dir der Wahlspruch „Make America great again“ wie ein schlechter Witz vor. Es ist aber besser, ihnen nichts zu geben, wir laufen einfach vorbei in unser Hostel. Wenn mich in der Schweiz eine Person nach Münz fragt, überlege ich nicht einmal, sondern gebe einfach etwas. Jetzt bin ich froh, dass wir nicht gestylt daher kommen, so beachtet uns keiner.  Wir gehen gleich rein ins Hostel, in dieser Gegend würde ich am Abend nicht in den Ausgang gehen.

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