13. Juni, Pacific Coast Trail, TAG 2,

Wir sind schon um 5 Uhr aufgestanden, wollten frühstmöglich raus aus der Private Property. 

Es ist fast nicht möglich hier zu wandern, der Weg ist teilweise in den Ozean gefallen. Also gehen wir mit einem Bus weiter Richtung Süden. Wir lieben Busfahrten. Die öffentlichen Busse sind genial, sie fahren durch alle Seitenstrassen in die hintersten Ecken der Wohngebiete. Dadurch bekommt man Einblicke in Gebiete, die man sonst nicht sehen würde. Mal ein riesiges Areal, dann alles kleine Verschläge oder Häuschen, ganz eng und verschachtelt, vielleicht eine Arbeitersiedlung von Mexikanern. Wenn du Glück hast, was wir meistens haben, ist dein Sitznachbar gesprächig, das ist wie ein Audio Guide. Für wenig Geld erhälst du eine Tour und erfährst viel über Land und Leute.    

Bei einem Einkaufszentrum kaufen wir uns grosse Sandwiches und verputzen sie draussen an einen Tisch sitzend. Ein Mann kommt zu uns und fragt, ob wir hiken. Wir erzählen ihm, dass wir nach Santa Cruz unterwegs sind. Für ihn ist es kein Problem, uns dort hinzubringen. Er geht schnell einkaufen und dann geht`s los. Nils wohnt in dieser Gegend und hält an jedem Spot an. So sehen wir die tollsten Küstenabschnitte, den Leuchtturm, den Redwood Wald und eine Frau, die hier immer wieder die Klippen und das Meer malt.  

Als wir wieder zurückkommen geht es ihm wieder besser, und wir wandern zum Auto zurück. Er fährt uns zu einem staatlichen Campingplatz. Gemeinsam suchen wir mit ihm mit dem Auto einen guten Zeltplatz und fahren danach wieder zum Eingang zurück, um zu zahlen. Danach fährt er uns wieder zum Zeltplatz zurück. Das macht man hier so auf dem grossen Areal. Dann müssen wir auf Wiedersehen sagen, wie üblich gibt’s wieder eine herzliche Umarmung und weg ist Nils. Nach dem Zelt aufstellen spazieren wir noch länger durch den Campingplatz und halten da und dort einen Schwatz. 

Nils fragt uns, ob wir mit ihm noch eine Wanderung machen würden, die er vor Jahren mal gemacht hat. Zum Glück sind wir mitgegangen. Zuerst geht es von der Küste immer hinauf. Leider hat er schon beim Bergauflaufen recht Probleme, er ist von einer Operation am Herzen gesundheitlich angeschlagen. Oben angekommen geht es in ein Tal mit einem Wald voll mit Redwood Bäumen. Wenn es trocken sei, werde dieser Wald mit Helikoptern bewässert, erzählt er. Nils macht dann ein Nickerchen und Andy und ich gehen im Wald spazieren. Für Andy als Zimmermann ist das ganz speziell, er arbeitet viel mit diesem Holz und steht jetzt vor diesen gigantischen Bäumen. 

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