Zero Day, 28. Juni, Bishop

Wir sind am Morgen schnell weg und in den Starbucks, um wieder einmal das Internet zu benützen. Die drei Schweizer sind auch hier. Sie sind immer noch die gleichen, alle reden durcheinander. Manuel möchte uns den Schlafsack zurückgeben, findet in jedoch nicht. Ich frage, ob er ihn vielleicht draussen beim Velo gelassen hätte. Er stürmt raus und bringt ihn rein. Anscheinend sei es schwierig hier ein guten Schlafsack zu bekommen, von uns aus kann er ihn behalten, mit meinem Schlafsack als Decke geht es gut. Wir werden einfach noch zwei Inliner kaufen, wenn es einmal sehr kalt wird, nehmen wir diese zusätzlich. 

Wir beschliessen auf den Zeltplatz zu gehen, dieses Hotel ist uns zu dreckig. In Bishop hat es einen Zeltplatz mit sauberen Sanitäranlagen, dort bleiben wir bis morgen früh. Andys Fuss geht es viel besser, er ist total abgeschwollen und schmerzt überhaupt nicht mehr. Nur hinten am Fersen bei der Achillessehne hat es eine komische Beule. Mal schauen wie es ist, wenn wir viel laufen.

Heute werden wir noch alle Besorgungen machen für morgen und zur Post gehen, um ein Paket nach Hause zu schicken. Dort gibt es eine weisse und eine braune Verpackung. Welche ist billiger fürs Ausland? Ich bin sicher, dass es die weisse ist. Als wir anfangen die Sachen zu verpacken, sagt die Dame hinter dem Schalter, dass die andere Verpackung fürs Ausland sei. Um sicher zu sein, frage ich nach, sie sagt, ja, die andere wäre teurer. In dem Fall packen wir alles in die braune Verpackung. Dann am anderen Schalter verlangt die Dame für in die Schweiz 69 Dollar. Ich finde das sehr teuer, daraufhin meint unsere Besserwisserin: «Oh sorry, ist doch die andere, meine Schuld». Wir wollten natürlich die Verpackung wechseln. Da fragt die Dame an unserem Schalter: «Wollt ihr jetzt verschicken oder lassen wir es?» Vergessen wir das mit dem wechseln, wir bezahlen einfach. Es ist die einzige Poststelle weit und breit, die Verpackung hätten sie so oder so einkassiert. Wir bemerken, es gibt auch unfreundliche Amerikaner. 

Jetzt noch Esswaren besorgen, für beide je etwa sechs Kilo. Es ist heiss, wir gehen in den Park und überbrücken die grösste Hitze. 40 Grad am Schatten ist einfach zu heiss, um überhaupt etwas zu machen. Danach gehen wir in eine Bar mit Klimaanlage, guter Musik und plaudern mit anderen Hikern, die meisten gehen von hier nach Hause. Es wird spät bis wir schlafen gehen.

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