11. April, letzter Tag in San Diego

Etwas später aufgestanden, draussen ist wie immer blauer Himmel und schon recht warm. Wir wollen den Tag sehr gemütlich verbringen, also lassen wir uns Zeit.
Wir könnten beim Yoga mitmachen, aber mit unserem Hiker-Outfit ist das eher nichts für uns. Andy möchte für morgen einen Uber buchen, ich lasse ihn alleine, es bringt nichts, wenn ich dreinschwatze. Also gehe ich auf die Veranda, um zu lesen.

Nach einer Stunde ist er immer noch nicht fertig, irgendetwas klappt nicht. Ich probiere ihm zu helfen, aber es akzeptiert beide Visakarten nicht. Auch Slavi hilft uns und versteht das Problem auch nicht. Es könnte sein, dass die Karten gesperrt sind. Vielleicht haben unser Sohn oder die Tochter eine Party auf unsere Kosten gefeiert. Wir telefonieren mit der Helpline, die sagen wir gäben den Sicherheitcode falsch ein. Das ist schon ein wenig komisch, bei beiden Karten? Wir versuchen alles Mögliche aus, aber es nützt nichts, Uber hat etwas gegen unsere beiden Visakarten. So bucht Slavi für uns die Fahrt und wir geben ihr das Geld. Dann die Handynummern austauschen, sie muss uns morgen noch den Fahrer durchgeben. Um 5 in der Früh, das ist kein Problem für sie, es sei ein Geben und Nehmen in der «Familie». Apropos, die Leute im Hostel halten uns für ihre Eltern. Sie sieht wahrscheinlich so jung aus, oder wir älter. Also wir finden, sie sieht extrem jung aus!!! Das Ganze hat bis Mittag gedauert, recht mühsam mit diesen Karten.

Danach gehen wir einkaufen für die ersten 77 Meilen (113 km). Wir rechnen drei bis vier Tage ein für diesen Streckenabschnitt. Im Einkaufszentrum gibt es alles, was wir brauchen (siehe Bild). Wir schauen eigentlich nur auf die Kalorien, natürlich auch aufs Gewicht. Das Essen wiegt 7,5 kg, geteilt durch 4 Tage sind 1,8 kg, also pro Person 900 g
pro Tag. Die Faustregel ist pro Tag wandern ein Kilo Essen mit möglichst vielen Kalorien, simpel, also wegen dem Essen macht man den Weg nicht. Beim Supermarkt funktioniert die Karte, sie ist doch nicht gesperrt.

Im Hostel machen wir alles bereit für morgen. Andys Rucksack hat ein Gewicht von 11 kg ohne Wasser, mit 4 Liter dazu sind es 15 kg. Meiner hat 10 kg + 3 Liter Wasser, 13 kg. Das ist genial, nicht zu schwer. Mit dem Wasser soll es jetzt recht gut sein, das erste Wasser ist bei Mile 15,4 (24,6 km).

Am Abend gehen wir noch an den Strand. Wunderschön, wir setzen uns einfach in den Sand, schauen auf den Ozean und reden über den Trail. Nervös sind wir beide nicht, diese Sektion, also die «Desert», sind wir ja im 2017 gehikt. Wir freuen uns endlich wieder auf den Trail zu gehen. Nach dem Sonnenuntergang ist es für uns Zeit zurück zum Hostel zu gehen. Ich würde noch gerne in eine Bar gehen und den Abend ausklingen lassen, daraus wird nichts, zum Glück ist Andy vernünftig! Er findet, das wäre nicht die beste Idee. Dann halt nicht.

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