Tag 7, 18. April, Meile 101, Barrel Spring

In der Nacht hat uns der Vollmond direkt ins Zelt geleuchtet, eine herrliche Nacht ohne Wind. Wir haben super geschlafen, nur einmal haben wir etwas rascheln gehört, hörte sich nach einem kleinen Tier an, darum schliefen wir weiter. Wir sind um 04:50 Uhr aufgestanden und eine halbe Stunde später losmarschiert. Heute wird es sicher sehr heiss, keine Wolke am Himmel. Heute wollen wir mal weniger rumstehen und alles bestaunen, sondern ein wenig Meilen machen.

Der Weg steigt immer leicht an (San Felipe Hills), am Morgen ist dies sehr schön zu wandern. Die Morgenfrische, die aufgehende Sonne, all die Vögel und extrem viele Schmetterlinge, die immer vom Weg wegfliegen, alles recht hübsch. Der Hang ist mit allen Farben verziert, viele Kakteen blühen. Auch heute klappt es nicht wirklich mit zügig Laufen, ein verzweifelter Kaktus mit Blüten und viele andere müssen wir einfach fotografieren. So laufen wir etwa drei Stunden und dann setzen wir uns einfach auf den Weg, schauen ins Tal, Andy macht Kaffee und wir frühstücken. Ich beginne zu schreiben, als Andy was von mir möchte sage ich: «He, bitte nicht den Künstler bei der Arbeit stören».

Um 9 Uhr ist es schon sehr heiss. Wir ziehen bei dieser Hitze immer das ‚Merinoschaf‘ an unter das Hemd. «T-Shorts» nennen wir alles aus Merinowolle und «Gäg-gäg» ist die Daunenjacke. Wir machen sehr gerne Wortspiele, gibt immer etwas zu lachen. Unsere langen Hosen sind mit UV Schutz versehen, so macht uns die Hitze weniger aus. Bis jetzt hatten wir noch keinen Sonnenbrand. Es geht leider nur eine leichter Wind, so ab halb elf werden wir richtig gedämpft von der Hitze. Andy zeigt nach oben, ein Adler zeigt uns seine Flugkünste. Ich bleibe stehen, um dem Tier zuzuschauen, sieht toll aus. Das tue ich nur noch, wenn Andy auch stehen bleibt, Andy will die Meilen durchziehen. Ich sehe es etwas lockerer, es gibt immer wieder etwas zum bewundern. Ich lache ihn an und laufe wieder.

Nachdem wir uns beim Water Cache ins Trailregister eingeschrieben haben, holen wir uns noch 6 Liter Wasser im Ganzen. Um 12 machen wir Mittagspause, legen uns unter einen Busch bis etwa 3 Uhr, eine Siesta wie Cowboys. Danach ist es immer noch heiss, es geht vorerst rauf, nicht zu steil und in Schlaufen, zum Glück hat es nun etwas höhere Büsche. So ab 5 Uhr lässt die Hitze nach. Wir sehen ein herziges Tierchen, Andy nimmt es auf die Hand, damit wir es genauer anschauen können, ein schuppiges Echslein, wollen es unbedingt fotografieren. Wie zwei kleine Kinder benehmen wir uns. Wir beschliessen, jetzt ist Schluss, wir lassen uns nicht mehr ablenken.

Wir laufen und laufen, wir wollen zum Zeltplatz beim Barrel Spring. Dort haben wir bei Km 162,8 (Meile 101) Feierabend gemacht, also sind wir 35 Kilometer gewandert, es geht doch, wir können auch vorwärtsmachen. Die ersten 100 Meilen erwandert!

Beim Zeltplatz war die erste Trail Magic: ein Mann hat Sodas, Chips und Mandarinen für die Hiker dabei. Danach waren wir satt und platt, dass wir ohne zu Kochen gleich schlafen gingen, um 8.

4 Kommentare zu „Tag 7, 18. April, Meile 101, Barrel Spring

    1. Hoi uns geht es super, wir haben viel zu lachen und sind aber auch gefordert. Es gibt immer mal ein kleines oder grösseres Problem zu lösen. Liebe grüsse Andy und Rosa

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    1. Hoi Alex
      Wir Schlafen wie Bären, am Abend sind wir so geschafft von der Lauferei.
      Ist aber super wir geniessen es sehr, Andy ist fleissig am Englisch reden, ich stehe daneben und las in schwimmen.
      Liebe grüsse Rosa Andy

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