Zero Day, 24. April, Idyllwild

Wir sind etwas müde von den letzten vier Tagen, gehen erst mal ins Dorf. Wir setzen uns in ein Café in eine Polstergarnitur und machen bei einem sehr gemütlichen Kaffee die letzten Tage Schreiberei für den Blog fertig. Beim ‚Senden‘ will das Internet nicht funktionieren, wir versuchen Verschiedenes aus, es geht einfach nicht. Ich melde es der Bedienung, hier ist es normal, dass sie einfach den Server neu starten müssen und dann geht das Internet wieder. Die Leute sind sehr hilfsbereit, aber was gar nichts bringt, ist reklamieren oder drängeln, dann ist es vorbei mit der Freundlichkeit und du musst warten, wirst einfach ignoriert. Geduldig warten wir also bis es wieder geht und schwatzen mit einer älteren Dame, die bei uns sitzt. Sie wohnt in Idyllwild und erzählt uns, was es mit der Herzlichkeit zu den Hikern auf sich hat. Die Dorfbewohner schätzen die Hiker, weil sie viel gute Energie in den Ort bringen, ihre Stärke und das Durchhaltevermögen inspirieren die Anwohner. Finden wir sehr schön. Gestern haben wir Zwei das sicher nicht erfüllt, so wie wir ausgesehen haben.

Danach holen wir unsere Wäsche ab. Wir nützen den Tag, um verschiedene Besorgungen zu machen und immer wieder viel zu essen dazwischen, weil wir schon abgenommen haben. Ich habe auch einen grossen Zehennagel verloren, aber im Grossen und Ganzen fühlen wir uns sehr gut. Ich habe zwei kleine Blasen, Andy ist am Morgen ein wenig verspannt, sonst geht’s uns super. Noch nach Hause telefoniert, war schön mit unserem Sohn zu sprechen und zu hören, dass es allen gut geht und alles gut läuft. Einen Spaziergang durchs Dorf gemacht, sehr sympathisch der Ort und es hat viele Leute, scheint beliebt zu sein.

Schon 8 Uhr, aber um schlafen zu gehen sind wir einfach noch zu fit. Wir gehen in eine Bar, wir möchten ja möglichst viel Englisch reden und da sind immer Leute. Wir setzen uns an die Theke. Andrew sitzt neben uns, er ist Amerikaner, lebt aber in Fribourg in der Schweiz, Zufälle gibt’s, das ist aber noch nicht alles. Er arbeitet – glaube ich – in der Forschung an der Universität und ist hier für die Ausbildung zum Mountain Guide (Bergführer), in der Schweiz ist er auch daran, und das mit 43. Wir erzählen ihm von meinem Bruder, der auch ‚den Bergführer‘ etwa in dem Alter gemacht hat. Andrew möchte ein Selfie mit uns und ein Bild vom Blog, so geht das heute. Wenn wir wieder in der Schweiz sind, wird er das Bild schicken und uns besuchen, wir können ihm dann Deutschunterricht geben. Wir hatten viel geredet, also Andy musste reden, Andrew und Andy meinten, ich solle trinken, Andrew ist ein netter, sehr geduldiger Typ. Ist schon lustig, er findet die Schweizer freundliche, aufgeschlossene Leute und wir sagen das von den Amerikanern. Freundliche, aufgestellte Menschen triffst du überall, sind wir uns einig.

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