Tag 47, 5. Juni, Forester Pass

Geschrieben von Patrizia (aus Burgdorf i. Emmental) und Markus (aus Hinwil) mit Anhang von Monika (aus Nürnberg D) im Basecamp Forester Pass: 
Nach einer sternenklaren Nacht klingelt um 3:30 Uhr der Wecker und alle steigen vergnügt in die nassen und teilweise gefrorenen Schuhe. Nach dem Abbauen der Zelte geht es um 4:30 Uhr los Richtung Passhöhe. Andy schlägt wie immer ein hohes Tempo an, so dass allen schnell wohlig warm wird.

Aufgrund von Schneerutschungen muss Andy bereits nach 20 Minuten Stufen schlagen, damit alle sicher nach oben kommen. Leider verabschiedeten sich bei der aufopferungsvollen Arbeit der schlecht gesicherte Topf und die Gaskartusche aus seinem Rucksack in die Tiefe. Dem Zelt von Patrizia gefiel es auch nicht in dem kriminell gepackten Rucksack, weshalb es sich ebenfalls in die Tiefe stürzte. Glücklicherweise blieb es aber auf einem Felsvorsprung liegen, wo es Andy dank seiner Klettererfahrung und seinem Mut wieder zurückbringen konnte. Hoffentlich hat Patrizia, unser Lumpensammler und Nuschi der Gruppe, ihre Lektion gelernt.

Nach einem schwierigen und abenteuerlichem Aufstieg geniessen wir den schönen Sonnenaufgang auf dem 13200 Fuss hohen (4023 m.ü.M) Forester Pass. Danach geht es auf dem noch gefrorenen Schnee wieder runter. Abenteuerlich wie Andy ist, rutscht er ein steiles, gefrorenes Teilstück auf dem Hosenboden hinunter. Der ganzen Gruppe verschlug es die Sprache, als Andy immer unkontrollierter umhergeschleudert wurde. Nur Rosa konnte sich köstlich über den wilden Ritt von ihrem Andy amüsieren. Trotzdem wählte nun auch sie den Abstieg zu Fuss.

Bei wunderbarem Wetter geht es weiter durch herrliche Berglandschaften. Die Mittagspause, welche an einem schönen Plätzchen an einem zugefrorenen See stattfindet, kann glücklicherweise auch Andy sitzend geniessen. Die wilde Abfahrt hat bei ihm absolut keine Spuren hinterlassen.
Über den Kearsage Pass (11709 Fuss, 3569 m.ü.M.) geht es am Nachmittag Richtung Independence. Dank dem Einsatz von Andy und seiner Spurführung kommen wir früher als erwartet am Trailhead an. Am Parkplatz werden unsere PCT-Permits zum ersten Mal von Rangern kontrolliert.

Leider dürfen sie uns nicht mit ins Dorf hinunter fahren, weshalb wir längere Zeit auf eine Mitfahrgelegenheit warten müssen. Die Wartezeit nutzt Markus, um der ganzen Gruppe ein Motelzimmer in Independence zu organisieren.
Schlussendlich nimmt uns ein Trailangel mit, welcher uns zusätzlich mit Donuts versorgt.

Den Abend lassen wir bei einem feinem mexikanischem Abendessen und einer Glace ausklingen. Müde, glücklich und geduscht fallen wir nach einem langen, anstrengenden Tag in das warme, bequeme Bett.
Schluss bei PCT Km 1269 (Meile 788.5), gelaufen 16 PCT km (10 Meilen) zusätzlich 14 km (9 Meilen) über den Kearsage Pass Richtung Trailhead

Anmerkung von Monika (aus Nürnberg): Herzlichen Dank Rosa und Andy, dass Ihr mich diese Woche mitgenommen habt. So viele tolle Erlebnisse, die ich ohne Eure Erfahrung sicher nicht gemacht hätte. Mein „Schwitzerdütsch“ ist leider zu schlecht, als dass ich an der Konversation verlässlich teilnehmen kann.
Basecamp 3: sensationell!!
Forester-Pass: ohne Andy wahrscheinlich nicht möglich oder zumindest nicht zum Sonnenaufgang! 

5 Kommentare zu „Tag 47, 5. Juni, Forester Pass

    1. Hoi Ives eigentlich fast zu schnell, wir werden jetzt ein wenig mehr geniessen.
      Im Schnee ist es sehr streng, wir auch nicht mehr die jüngsten, wo steckst du?
      Liebe grüsse Andy Rosa

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