Tag 53, 13. Juni, VVR

Tag verfasst von den Mithikern Patrizia und Markus:
Nach rund sechs Tagen seit der letzten Stadt war dieser Tag geprägt von Gelüsten und Fantasien nach feinem Essen. Das Gesprächsthema Nr. 1 ist Essen, es wird heiss diskutiert, was man in der nächsten Stadt so alles essen könnte.

Nach einer erholsamen Nacht starteten wir um 5 Uhr Richtung Selden Pass. Um diese Zeit ist der Schnee noch angenehm hart und die Landschaft ist wiederum einmalig. Plötzlich bleibt Andy stehen, als er ein Wildhuhn entdeckt, es verwandelt sich sofort in unseren Fantasien in ein feines Poulet im Körbchen, in Chicken Nuggets etc. Leider blieb es Fantasie.
Nach einem vierstündigen Aufstieg geniessen wir unter strahlend blauem Himmel endlich unser Frühstück auf dem Pass.

Beim Abstieg sind wir alle gespannt auf die nächste Flussquerung, den Bear Creek, da diese als sehr anspruchsvoll beschrieben wurde. Beim Fluss bestätigt es sich, dass es sich hierbei um ein wildes Gewässer handelt. Wir suchen nach einer passenden Stelle, um den Fluss sicher zu queren. Der unerschrockene Andy stürzte sich wie immer als Erster in die kalten Fluten. Als ihm das Wasser jedoch bis zum Hals steht, kehrt er wieder an unser Ufer zurück. An einer neuen Stelle wagt sich Markus als erstes an die Querung, er schafft es. Andy und Markus deponieren den Rucksack auf der anderen Flussseite. Mit einer 4er-Menschenkette kämpfen wir uns sicher durch die Fluten.
Durchnässt und durchfroren erreichen wir das andere Ufer, wo uns ein Hiker aus dem Land der Schnecken- und Froschschenkel-Liebhaber mitteilte, dass rund 200 m weiter oben eine Brücke («sär is ä briiiidsch») vorhanden sei. Auf einen Stein trockneten wir unsere Kleider und wärmten uns wieder auf.

Die Pause darf aber nicht zu lange dauern, wenn wir heute noch das Vermillion Valley Resort (VVR) erreichen wollen. So geht es mit ständig nassen Füssen weiter. 15 Kilometer vor dem Ziel übernimmt Rosa die Führung. Von Gelüsten und Hunger getrieben treibt sie die Gruppe in hohem Tempo voran, denn das Abendessen in VVR ruft. Die ganze Gruppe gerät ausser Atem, sogar Andy kommt kaum noch hinterher. In VVR bestellen wir sofort das Essen. Leider waren die Portionen so klein, dass wir anschliessend noch unseren Kocher anschmeissen mussten, um satt zu werden.
Einigermassen satt und müde kriechen wir bald ins Zelt und schlafen nach einem strengen Tag wie Murmeltiere.
Wir sind heute 16.4 PCT Meilen (26.4 km), zusätzlich 8 Meilen Off-Trail (13 km) zum VVR gelaufen.

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