Tag 68, 2. Juli, Meile 1112

Um sechs stehen wir auf, Anne hat Kaffee gemacht, draussen auf der Grillstation. Gestern haben wir schon all die Pfannen neben dem Grill auf dem Boden gesehen. Jetzt schauen Andy und ich nicht schlecht. Anne nimmt die oberste Pfanne und macht die Eier-Omelett darin. Als wir essen kommen die Hunde, jetzt wissen wir, wer die Pfannen reinigt. Das Frühstück schmeckt grad weniger, den Toast würden wir lieber nicht mehr nehmen, aber wir essen ihn brav auf, danach verabschieden und bedanken wir uns. Tja, sind so Sachen, die du nicht brauchst, bleiben meistens auch nicht ohne Folgen.

Den Morgen laufen wir meistens schneefrei hoch zum Lake Aloha. Es hat vereinzelt Tageswanderer unterwegs. Am See essen wir ziemlich viel, weil uns das Gewicht auf dem Rücken nervt. Auch ist uns das Frühstück nicht bekommen, wir haben davon kaum etwas behalten, schon kurze Zeit danach.

Der Nachmittag ist dann sehr schön mit all diesen kleinen Seen, das Wasser glänzt und glitzert in der Sonne. Wir müssen immer wieder im Schnee absteigen, Andy fällt ständig auf sein Hinterteil, sobald er wieder steht, erklärt er mir dann, wie ich runterrutschen soll. Irgendwann sage ich: «Du bist unglaublich. Ich bin diejenige, die meistens stehenbleibt oder nicht rutscht und du landest zu 90 Prozent auf dem Hosenboden.» Er lacht: «Aber so gebe ich wenigstens gute Ratschläge.» So ein Spinner mein Mann. Wenn er auf den Schuhen hinunter rutscht, legt er sich nach vorne, um auch richtig zu beschleunigen und dann kommt die Bremsung: Das rechte Bein streckt er vor, er verliert das Gleichgewicht, das linke Bein schwingt nach vorne hoch und es haut ihn aufs Gesäss. Danach bleibt er immer einen Moment sitzen, ganz erstaunt wie das passieren konnte. In diesem Moment ist er einfach nur süss, ich könnte ihn jedesmal knuddeln, ein Küsschen und ’sei doch vorsichtig‘ muss genügen.

Es genügt uns auch mit dem Schnee. Als wir Handy-Empfang haben, hören wir uns die Sprachnachricht von Moni an, die etwas weiter oben Richtung Norden läuft, dort sei weniger Schnee. Das ist mal eine gute Neuigkeit, danke dir Moni, hat uns gut gelaunt. Bis um 8 Uhr gelaufen, wir zelten auf einem grossen Stein neben dem Weg.

Schluss bei km 1790 (Meile 1112), gelaufen sind wir 33 km oder 20 Meilen.

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