Tag 93, 28. Juli, Ashland

Wir gehen sehr gut gelaunt los in aller Früh. Ich kriege bald etwas Mühe, meine Schuhe sind durchgetreten und die Füsse schmerzen. Zum Glück ist das Gelände flacher, so kommen wir meiner Meinung nach doch vorwärts. Andy sieht es etwas anders und hat leider recht, wenn ich rechne, gibt es einen Schnitt von 3 km pro Stunde. Also gebe ich Gas, ist leider so, du kannst nicht wegen jedem Problemchen bremsen, sonst wird es nichts mit der kanadischen Grenze. 

Oregon ist wirklich schön, es wird immer grüner und flacher bis jetzt. Aber der Rauch bleibt leider, das Tal mit Ashland ist im ‘Smoke’, sehr schade.

Um 17 Uhr sind wir bei der Callahan’s Lodgeund essen da mit zwei anderen Hikern das Hiker-Special: Spaghetti ,soviel man mag, und ein Freibier, super lecker. Wir wollen zusammen einen Uber buchen, aber leider steigt der Strom in der Lodge aus demzufolge kein Internet, telefonieren war vorher schon nicht möglich. Die zwei andern bekommen eine Fahrt, leider nur für sich, also heißt es «See you on the trail». 

Andy macht noch was oder redet, ich gehe mal vor. Draussen treffe ich Dana Grant mit ihrem Mann, ich frage, ob sie nach Ashland fahren. Nein, sie seien aus Ashland raus wegen dem Rauch, aber wenn sie uns helfen können, würden sie uns fahren, wohin wir wollen. Ich suche wiedermal meinen Mann, so schnell hätte er nicht mit einer Fahrt gerechnet. Ein sehr herzliches Ehepaar, auf der Fahrt haben wir uns sehr nett unterhalten und sie haben uns ein Motel gesucht. Dana ist «The Soul Gardener», Seelen-Gärtnerin, sie lebt ihren Coaching-Job voll und ganz, eine so tolle Frau mit so viel natürlicher Liebe haben wir noch nie getroffen. Sie gibt uns noch die Visitenkarte und sagt: «Wenn ihr morgen noch was braucht, ruft an. Und macht das Gleiche wie ich, gebt oder helft.»
Der Gedanke ist wirklich gut, werden es nach unseren Möglichkeiten umsetzen. Ein anderes Zitat von ihr, das uns sehr gefallen hat, war: «You‘ve got to find people who love like you do.»Ist schon toll, was wir so an tollen Begegnung haben.
Das Motel hat eine super Dusche, der Dreck an uns ist ungeheuerlich, braucht zweimal, bis wir einigermassen sauber sind.
Schluss bei km 2760 (Meile 1715), gelaufen sind wir 41 km oder 26 Meilen.

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