Tag 128, 5. Sept., hey Bäri!

Wir gehen um sechs los, keine Wolke am Himmel, es verspricht auch heute ein schöner Tag zu werden. Als die Sonne am Horizont aufsteigt bleiben wir stehen, um den Moment zu geniessen. Lauter Berge und Täler bis zum Horizont, sogar den Mount Rainier sehen wir, was für eine geniale Sicht.

Ich sage zu Andy: «Jetzt noch ein Waschibär (Washington Bär) wäre toll. In dieser Landschaft hat es sicher viele Tiere.» Wir steigen ab, müssen über mehrere Bäche mit Brücken und dann wieder hoch. Wunderschön diese Berglandschaft, wir essen etwas beim Wasser. 

Um vier Uhr laufen wir immer noch den Hang hoch, es hat überall Huckleberries am Weg. Plätzlich bleibt Andy stehen, im niedrigen Gebüschen ist ein Bär am Beeren essen, nur etwa 10-15 Meter ab vom Weg. Sofort Kamera, ein Film und Fotos müssen einfach sein. (Leider können wir in unserem Blog keine Filme zeigen) Der Bär interessiert sich kein bisschen dafür, er zeigt uns sein Hinterteil (er ist noch nicht ausgewachsen). Andy ruft: Hey Bäri!», dann pfeift er, schnalzt mit den Fingern, aber nicht mal das stört ihn. Ich sag: «Hör auf, wenn der näher kommt! Und vielleicht ist eine Mama irgendwo.» So viel ich weiss, bleiben die Jungtiere bis zu zwei Jahren bei der Mutter. Wir albern weiter rum: «Der Bär stinkt mehr als wir, der sollte wieder mal eine Dusche nehmen, sag’s ihm mal» und: «Hey Bär, du hast Geschmack, diese Beeren sind wirklich fein» und so weiter. Bis wir bemerken, dass weiter oben noch zwei Bären sind, und einer davon ein rechtes Kaliber, auf seinen Hinterpfoten. Das überzeugt uns, wir sind dann mal weg. Mit einer Bärenmama ist nicht zu spassen.

Wir haben gehofft nochmals einen Bären zu sehen, aber dass wir jetzt gleich eine Mutter mit zwei Jungtieren sehen, ist schon der Hammer. Zum Glück war die Mutter weiter oben im Hang beim zweiten Jungtier, sonst hätte Andy das mit dem Pfeifen und Schnalzen schnell gelassen.

Auf dem Gipfel haben wir eine volle 360-Grad-Sicht – unglaublich schön. Es ist definitiv der beste Tag auf dem Trail. Wir gehen weiter und finden nach etwa zwei Kilometern auf der anderen Seite hinunter gehen einen herrlichen Zeltplatz. Er liegt direkt bei einem See, der schön in Berge eingebettet ist – auch diese Kulisse ist super. 

Schluss bei km 4053 oder Meile 2518, gelaufen sind wir 33 km oder 20 Meilen.

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