CDT 6 – 28. und 29. April

Die Nacht war extrem kalt und wir wollten möglichst früh beim Laden sein, um Essen zu kaufen. Also oben Daunenjacke, Mütze und Handschuhe und unten Shorts, weil wir immer wieder den Gila River queren.

Als wir früh am Morgen beim Laden ankamen war er noch geschlossen. Wir setzten uns an die Sonne und tauten unsere Füsse auf. Ich hatte einen Riesen Hunger unsere Essensäcke waren restlos leer.

Um 10 Uhr ist die Besitzerin gekommen, extra für uns Hiker, so lieb. Im Laden gibt’s sogar eine Hiker Box. Andy kaufte trotzdem Essen ein, obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre. Wir gaben hier aber gerne Geld aus, weil es nicht selbstverständlich ist, was diese nette Familie alles macht für uns Hiker: auch Baderäume, WC und Hiker Box im Laden. Viele Hiker senden sich Esswaren voraus, in der Regel viel zu viel.

Ich schaue mir jeweils die Hiker an und da ist immer einer dabei, der Essen für eine ganze Expeditionscrew verschickt. Andere meinen, sie würden bei dieser Anstrengung Unmengen essen, aber dann essen sie bei dieser Hitze nicht so viel.

Im Laden selbst sind die Portionen so klein, dass es für Andy nie reichen würde, du müsstest 20 Säckchen Nüsse kaufen. So hatte ich mit etwas Warten ein Kilo Nüsse, ein Kilo Haferflocken mit Beeren und Nüssen drin. Aber das Beste war der Getränkezusatz von Traves, wenn du dies ins Wasser gibst, fliegst du über den Weg, super!

Die nächsten zwei Tage waren sehr schön und eindrucksvoll. Wir liefen durch die Gilaschlucht, links und rechts steile Felswände, wunderschön. Den ersten Abend haben wir bei einer heissen Quelle übernachtet. Hier ist kein Mensch und wir badeten bis es dunkel wurde.

Ich weiss nicht, wieviele Male wir diesen River gequert haben in diesen zwei Tagen, sicher über 100 mal. Mehrere Male sind wir über Staudämme von Bibern gelaufen.

Biberdamm mit gefälltem Baum

Ein Biber hatte zwischen Felsen den Weg restlos unter Wasser gesetzt. Deswegen mussten wir über die Felsen klettern, was mit den schweren Rucksäcken nicht einfach war. Den Abstieg von den Felsen machte Andy im Stil von Spiderman zwischen Felswand und einem Baum. Ich wartete oben, um ihm dann die Rücksäcke runter zu lassen. Ich selbst kletterte an der Wand hinunter und Andy half mir das letzte Stück von unten.

Wir mussten doch recht lachen nach dieser Aktion: von hinten kam eine Spur dem Fels entlang.

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