5 Tag 20. Juli Saillon – Martigny-Montreux – Vevey Cully 85 km

Sehr entspannt mehr oder weniger auf dem Damm richtig Montreux geradelt.

Einmal mussten wir ein Umweg fahren da auch hier das Land unter Wasser war .

Rhone mit viel Wasser

Die einten Gemüse Felder standen unter Wasser.

Château de Chillon

In Montreux hat es viel Touristen aber die Strandpromenade bis Vevey sowas von schön mit diesen vielen Möglichkeiten zum Baden liegen auf einem Rasen oder auf denn kleine erhöhte Flächen und die Sonne geniessen.

Überall sehr üppige Bepflanzung und sowas von sauber einfach eine ruhige entspannte Atmosphäre. Das Beste war durch die Weinberge fahren oder schieben sehr anstrengend und heiss.

Die anschliessender Abfahrt genial bis Cully etwas vor Lausanne.Der Zeltplatz direkt am See Mega, gleich ins Wasser das sehr frisch ist. Andy kocht eine super Polenta und ich schreibe. Danach sitzen wir einfach noch rum und geniessen unseren super Platz.

Ein perfekte Tag rundum.

Tag 4 19.Juli Brigerbad -Visp – Leuk – Sierre -Sion – Saillon 77 km


Um Sieben aufgestanden, das mit dem Kaffee beim Nachbar haben wir natürlich nicht gemacht. Die Fahrt heute war eigentlich der Rhone nach aber wir hatten das Gefühl es sei eine allgemeine Baustellen Besichtigung.

Leuk

Überall wird gebaut in den Dörfern,
Mittagspause machten wir beim Bahnhof Sierre nachdem wir uns wieder einmal verfahren hatten.

Sierre


Wieder an der Rhone rollten unsere Velos mit wenig Kraftaufwand auf dem Dammweg
Rechts die Rhone links sehr dichter Wald oder Obstanlagen.
Dann hatte es Weiden mit Pferden danach Esel und die nächste mit Lammas. Das Dockumentiert ich, mit mein wirklich schlechtem französisch, Pferd mit dem dazugehörigen Geräuschen beim Esel das gleiche und beim Lama….


Dafür wollte Andy mich am Abend vom DAMM rammen, er rammte mein Hinterrad also die Packtasche.

Beweisfotos

Mit doch etwas Mühe gelang es mir nicht zu stürzen.
Ich sage zu ihm, jetzt sind wir aber gleichauf. Was wärs gewesen mit dem ganzen Gepäck ab in die Rhone.

Pause


Wir waren ziemlich erschlagen als wir beim Campingplatz angekommen sind. Andy schaut mich an und ich frag hast du das Solarpanel und Powerbänk liegen gelassen.
Ich mache alles für die Nacht klar und er radelt etwa 6 km zurück, leider hatte es jemand schon mitgenommen.
Aber alles in allem doch ein recht guter Tag.

Tag 3 18.Juli 2021 Ulrichen – Ernen – Binn – Brig – Brigerbad 70km

Wir frühstückten zusammen, danach alles verstauen in den Velotaschen. Alles wieder raus weil ein Riemen gefehlt hatte, gefunden im Zelt.

Sie ging in Richtung Grimmselpass und wir weiter der Rohne runter, bei super schönem Wetter.

Bei Goms

Es ging einmal rauf danach runter in die Twingischlucht und dann wieder hoch. Twingischlucht, genial schön um dann wieder raufzustossen.

Natürlich hatten wir uns auch noch verfahren, Andy stand bei der Tafel und ich rufe rechts geht’s runter, aber er fährt geradeaus.Wir mit unseren schwer beladenen Velos, in ein Seitental zur Rhone dem Binnatal. Da hat es viele Skulpturen in der Landschaft und noch mehr Touristen.Bis uns dann ein sehr netter Herr denn Weg erklärt hatte, da drehte Andy sich zu mir um und sagte wir hätten doch rechts runter sollen.

Römerbrücke über die Binna

Unglaublich, hab ich ja auch gesagt, also alles wieder zurück auf denn richtigen Weg, wir haben’s immer wieder lustig zusammen.

Rhone

Denn Rest des Tages verlief ohne grössere Pannen. Einmal verlor ich eine Tasche, die Halterung ist wirklich nicht so tauglich für ein wenig holperiges Gelände.Am Abend hatten wir ein sehr tolles Pärchen als Platznachbarn.Andy fragte einfach nach einer Sitzgelegenheit und sie gaben uns ihre Campingstühle.

Wir hatten natürlich nur das absolute Minimum dabei, irgendwie gibt’s immer eine Lösung wenn etwas fehlt.Sehr lustige Familie, sie sagten sie hätten auch eine Kaffeemaschine, die hat Überstunden gemacht.Man hat immer wieder nette Begegnungen auf so einer Tour.

Tag 2 17. Juli Andermatt – Furkapass – Ulrichen 52 km

Morgens um acht hatten wir schon gefrühstückt, Haferflocken mit viel Öl, dass gab uns Energie für denn Furkapass.


Andy hatte offenbar noch einen Clown als Beilage.
Ich war noch völlig erledigt vom Vortag und er natürlich sehr erholt. Ich fragte wie weit bis auf den Furkapass, er etwas weniger als 80 km und 1000 Höhenmeter.
So erschlagen, habe ich mich tatsächlich darauf eingestellt diese Strecke zu fahren, ohne gross zu überlegen. Normalerweise bin ich vorsichtig, bei Andys strecken Angaben, er meint wenn er zu viel angibt, bin ich dann happy wenn es schneller geht. Etwa 7 km unter der Passhöhe wartet Andy auf mich.


Er sagte, jetzt sind wir dann bald oben. Ich hab es nicht so lustig gefunden, aber er hat sich sehr amüsiert! Die letzten zwei km schoben wir die Velos, die Oberschenkel krampften richtig.
In Sichtweite des Restaurants natürlich zurück in den Sattel und fahrend sieht einfach besser aus. Wir waren noch keine 10 Minuten im Wallis und schon offerierte der Imbissbetreiber uns ein Glas Fendant.

Zwei Stunden Pause und ein Kartoffelsalat mit Wienerli für Andy die Portion war zu klein. Ich lies es gleich bleiben mit dem Essen.
Hätte ja sowieso die Hälfte an Andy abtreten müssen. Den Gletscher zu besichtigen liessen wir aus, viel zu viele Leute, mögen wir nicht so diese touristischen Attraktionen.
Die Abfahrt war super mit diesen Velos, mit Scheibenbremsen kann man ganz anders fahren.


Bei mir auf dem Lenker ist unser Elch Stofftier befestigt. Je höher die Nase kommt, desto mehr Tempo. Wenn das Geweih nach hinten flattert und die Nasse Himmelwärts zeigt, ist bremsen angesagt.


Den Zeltplatz teilten wir mit einer anderen Velofahrerin.
Wir kochten Polenta und schwatzten übers Reisen, sehr entspannter Abend.

Mit dem Velo ans Mittelmeer

Velotour von Zürich bis hoffentlich ans Mittelmeer, alles der Rhone nach. (Streckenlänge ca. 1350 km)

Nach dreissig Jahren hat sich Andy, ein Gravel Bike gekauft und ich habe meins ebenfalls nach 25 Jahren mit etwas Widerwillen ersetzt.

Gravel Bike ohne Motor

Nein! es sind keine E – Velos aber im Vergleich zu unseren Vorherigen fast wie eins. Andy ist der Auffassung solange er kein Herzschrittmacher hätte, bräuchten wir keine E – Velos, Thema erledigt. Daraufhin beschlossen wir die Velos mal richtig zu testen, sollte möglich sein bei dieser Strecke.

Tag 1: Freitag 16. Juli

Wädenswil -Sattel – Schwyz – Altdorf – Andermatt ca. 87 km

Von Wädenswil in Zürich bei miesem Wetter gestartet, aber mit viel Vorfreude aufs Velofahren. Wir hätten nicht gedacht, dass wir schon am ersten Tag bis nach Andermatt hochkommen. Die Passtrasse war stark befahren. War uns gar nicht bewusst wie laut der Verkehr sein kann. Und man muss wirklich aufpassen den die einen Autofahrer sind sowas von Rüpel oder noch schlimmer. Das letzte Stück mussten wir schieben, einfach zu steil mit dem Gepäck und unsere Beine hatten keine Kraft mehr.

Die Teufelsbrücke war sehr beeindruckend, das Wasser schoss mit viel Getöse in die Tiefe und spritzte bis auf die Brücke. Danach noch etwa eine Stunde bis zum Zeltplatz ausserhalb von Andermatt. Super Zeltplatz einfach hinstellen wo es frei ist. Die Duschen waren herrlich warm, gegessen haben wir an einem Tisch der überdacht war, besser geht’s nicht.

Tag 104, 9./10. August, Sisters, Meile 2001

Nach dem Ausschlafen bauen wir das Zelt ab und deponieren unsere Rucksäcke beim Hiker Bungalow. In der Nacht hat es ein wenig geregnet und es ist bewölkt. Das Frühstück ist einem anderen Gebäude. Sehr viele Jugendliche sind im Camp, wir stellen uns am Buffett in die Reihe, dort schöpft man sich selbst, es gibt Rührei, Melonen, Kuchen und vieles mehr. Seit vier Tagen habe ich zum ersten Mal wieder Appetit. Wir setzen uns an einen Tisch mit Leuten vom Camp. Einer um den anderen steht auf, sie müssen Vorbereitung treffen wegen dem Wetter, wahrscheinlich das eine oder andere wegräumen oder ins Trockene bringen, denken wir.

Vom Camp gehen wir mit Yves sechs Kilometer durch den Wald zum Hwy 20, wo wir mit Autostopp nach Sisters möchten. Auf dem Weg machen wir noch coole Fotos von uns bei der 2000 Meilen Marke. Alle strahlen, es war eine gute Strecke, die wir zurückgelegt haben und heute Abend wird gefeiert. 

Nach kurzer Wartezeit hält ein Pick-up mit Pferdeanhänger an, der Mann ist vom Camp. Auf der Fahrt erfahren wir, was es hier heisst, sich auf ein Unwetter vorzubereiten. Er erzählt, dass sie im Camp die Anhänger bereit machen, im Fall eines Feuers evakuieren sie sofort. Wir sind sprachlos, Yves ist ebenfalls etwas baff, dies sind schon extremere Gefahren im Vergleich zur Schweiz. Als Camp-Angestellter lebt er damit, ist aber schon angespannt. Er fährt uns direkt vor unser Motel. 

Yves geht zu einem anderen Hiker aufs Zimmer und wir zum Office. Auch hier ist das Wetter und die Waldbrandgefahr ein Thema. Einige Gäste kommen aus der näheren Gegend (ausserhalb Sisters etwas in den Wäldern), sie haben bis Sonntagmorgen ein Zimmer gebucht, bleiben allenfalls länger, je nachdem, ob es dort wo sie wohnen, brennt oder nicht. Ziemlich makaber. Das und der Himmel überzeugen uns, auch bis Sonntag zu warten, bis dann sollte zumindest bekannt sein, ob es ein Feuer gibt. Nach dem Zimmerbeziehen gehen wir für das Nachtessen ins Restaurant und feiern die 2000er-Marke, ziemlich ausgiebig. 

Schluss bei km 3220 oder Meile 2001, gelaufen sind wir 6 km (4 Meilen).

Zero Day, 10 August:

Wir haben sehr, sehr lange geschlafen. Und dann die meiste Zeit des Tages einfach gefaulenzt. Ein Rundgang durch Sisters und etwas essen musste dann doch noch sein. Sisters ist ein relaxtes Westernstädtchen, sehr touristisch mit vielen Restaurants und Geschäften. Es gäbe schon tolle Sachen hier, aber wir sind etwas erschöpft (vom gestrigen Abend?) und gehen darum bald zurück ins Motel. Dort telefonieren wir noch etwas mit unseren Kindern und ich schreibe am Blog.

Die letzten Tage haben uns ziemlich beeindruckt, wie die Leute mit der Waldbrandgefahr umgehen, starke Menschen. Bei uns zuhause in der Schweiz leben wir schon in einem guten und sicheren Umfeld, mir kommt nichts Vergleichbares in den Sinn, solche extremen Gefahren gibt es glaub nicht in der Schweiz.

Wir haben noch etwa 1070 Kilometer oder 650 Meilen zu laufen und sind dann hoffentlich an der Grenze zu Kanada.

Tag 89, 24. Juli, Marble Mountain Wilderness, Meile 1600

Zur Passstrasse vom Etna Summit sind es 32 Kilometer, wir gehen früh los. Die Strecke zieht sich, gelesen haben wir, sie sei flach, aber von wegen, hinauf und hinunter geht’s, erst am Schluss ist es etwas flach. So wird es halb zehn bis wir dort sind. 

Hier brauchen wir Geduld, es fahren sehr wenige Autos in unsere Richtung. Schliesslich packt uns ein junger Mann hinten auf seinen Pick-up, zwischen Westernreitsätteln, Hund und sonstigen Sachen, die ein Cowboy so braucht. Auf der rasanten Fahrt ist gut Festhalten gefragt, bei all den engen Kurven. Unten meint er, es sei fast wie ein Rodeo-Ride gewesen, cooler Typ.

Im Dorf gehen wir in ein Restaurant, dort hat’s viele Hiker, darunter einige, die wir noch nie gesehen haben. Wir haben keine Zeit zum Reden, unsere Zeit ist knapp. Wir duschen bei der Tankstelle, gehen mit Regenhose und Daunenjacke an direkt zur Laundry, werfen alles rein in die Maschine und surfen während dem Waschgang etwas im Internet. Gleich dort ziehen wir die Kleider wieder an, einfach hinter einer Waschmaschine. Mit einkaufen und nochmals essen dauert dies locker einen halben Tag. 

In diesem Dorf sind die Leute extrem Hiker-freundlich und jeder grüsst uns. Ein Pick-up hält neben uns, es ist Bob, ein älterer Herr, der am Weg gearbeitet hat. Er habe uns gleich erkannt: «Steigt ein!» «Nein, sorry, geht nicht, wir wollen eigentlich weiter.» Er ist richtig erfreut uns zu sehen, möchte etwas für uns zu tun. Schliesslich fährt er uns zu seinem Lieblingsrestaurant, hat richtig Freude dabei.

Nach dem Essen um 17 Uhr stellen wir uns an die Strasse. Noch am Abend hinauf auf den Pass zu kommen, könnte schwer werden, viele werden nicht mehr hochfahren. Zum Glück kommt Philipp, der uns im Restaurant gesehen hat. Er fährt uns schnell rauf, nur um etwas Gutes zu tun. Er arbeitet im Wald, macht sowas wie Brandschutz, er schneidet braune Äste und fällt dürre Bäume und verbrennt Holz kontrolliert. Er meint, ihm gehe die Arbeit nicht aus. Oben gibt er uns seine Visitenkarte: «Call me(ruft an), wenn ihr was braucht.» 

Wir schreiben uns noch ins Trail-Register ein und laufen etwas in den Abend bis zum nächsten geeigneten Platz zum Zelten. Wir sind jetzt in der Marble Mountain Wildernessin Nordkalifornien. Später kommt noch Floh aus Deutschland, er hat unsere Namen im Register gesehen und gedacht, dass wir hier zelten. Super, wir reden noch etwas und dann ab ins Zelt. Schluss bei km 2576 oder Meile 1600, gelaufen sind wir 20 km (12 Meilen).

Tag 60, 23. Juni, Meile 981

PS: Äxgüsi, gestern habe ich etwas unklar geschrieben. Moni und Patrizia haben uns, also den PCT, wegen den vielen Flussquerungen verlassen.

Um fünf Uhr ziehen wir los zum Benson Pass, steigen im gefrorenen Schnee hoch, teilweise über Sun cap. Es ist sehr steil, nach 15 Minuten haben wir schon richtig Betriebstemperatur erreicht, einfach Jacke ausziehen und weiter. Nach einer Stunde stehen wir auf dem Pass, das ist super easy gegangen. Alle sind glücklich, ich sage zu ihnen: «So, jetzt sagt mal ‚Danke Rosa‘, gestern wäre das im nassen, weichen Schnee ein extrem mühsamer Aufstieg gewesen.» Brav wie sie sind, bedanken sie sich und wir machen ein Pass-Selfie.

Danach kommt der recht steile Abstieg ins Tal. Unsere erste Flussquerung über den Piute Creek ist keine grosse Sache. Dann steht der nächste Pass, der Seaver an, es geht wieder gerade hinauf im Schnee. «All in», unser amerikanischer Mithiker versteht die Welt nicht mehr, er kennt sich mit Schnee nicht aus, was wir hier machen, ist nicht ohne für ihn. Dazwischen machen wir Frühstück mit sensationeller Aussicht ins Tal. Wenn All-in wüsste was kommt!

Nach der Pause geht es steil hinunter, da ist es ihm nicht mehr ganz geheuer, er hat aber keine bessere Wegfindung. Es kommt noch verrückter: beim Fluss Kerrick Creek verläuft der Weg oberhalb im Hang, leider unter einer dicken Schicht Schnee, hier müssen wir immer gut aufpassen, dass wir nicht abrutschen, alle sind sehr konzentriert, der tosende Fluss unten motiviert uns genug. Markus läuft hinter All-in und ich vor ihm, irgendwann fragt er mich: «Is this safe?» (Ist das sicher?), ich sage: «Not really but an experience», nein, nicht wirklich, aber ein Erlebnis. Er verliert ein wenig die Fassung, das bekommt dann Markus ab, der es mit seiner einfühlsamen Art auch nicht verbessert. Nachher müssen wir den Fluss queren, wir suchen lange, aber überall ist die Strömung zu stark. Zum Glück finden wir ein Baumstamm, auch hier darf nichts passieren, denn darunter ist die Strömung stark. Für Andy ist der Gang über den Baumstamm ein Kinderspiel, Markus und ich müssen all unseren Mut zusammennehmen. Ich schnaufe ein paar Mal tief durch und gehe konzentriert hinüber. Marcus ist auch sehr bei der Sache und jubelt, als er drüben ist. All-in ist ganz cool, er hat alles im Griff.

Alle gehen dann voll motiviert den nächsten Pass hoch. Ohne Schnee ist das Wandern einfach genial, wir sind schnell oben. Hinunter hat’s natürlich wieder mit Schnee. Andy ist begeistert, ein Wald mit riesigen Fichten (sind evtl. Sequoias). Markus und ich umarmen eine, mit unseren Stöcken als Verlängerung schaffen wir’s grad. All-in lacht uns aus: «Verrückte Schweizer, kommen nach California um Bäume zu umarmen.»

IMG_9325In diesem Tal – hier wäre eigentlich nur ein Bach – müssten wir durch einen etwa 10 Meter breiten und tiefen Stream schwimmen, aber darauf hat jetzt niemand Lust, so machen wir Feierabend. Ich stelle das Zelt extra zwischen die riesigen Tannen für Andy (er ist total fasziniert von diesen Giganten), derweilen steigt Andy in den Bach um sich zu waschen – er ist einfach ein bisschen crazy. All-in ist ziemlich fertig mit den Nerven, möchte wissen, was er von den drei Schweizern denkt.
Schluss bei km 1576,8 (Meile 981), heute sind wir 24 km (15 Meilen) gelaufen.

 

Tag 49, 9. Juni, Meile 802,5

Heute Nacht hatten wir richtig kalt. Wir haben alles angezogen, ich sogar die Regenhose und trotzdem war mir noch kalt. Die Schuhe sind auch im Zelt gefroren, müssen halt an den Füssen wieder auftauen. Wir kriechen sehr früh aus dem Zelt, Viertel nach Vier.

Patrizia brauchte Hilfe von Markus, ihre Heringe sind an die Steine angefroren. So nach 5 Uhr ziehen wir los und steigen hoch zum Glen Pass (11’980 ft oder 3’642 m.ü.M). Der Schnee ist gefroren, der Aufstieg ist sehr steil und streng.

Oben angekommen sehen wir ins nächste Tal mit vielen kleinen Seen, die zugefroren sind, das ist sind sehr schön. Der Abstieg im schrägen Hang nach unten ist nicht ganz ‚ohne‘, besser nicht ausrutschen hier. Wir laufen bis 12 Uhr durch das Tal, hier müssen wir immer wieder mal ein kleinen Fluss queren. Überall hat es Wasser, die Sonne bringt den Schnee zum Schmelzen.

Bei der Woods Creek Bridge, einer Hängebrücke, machen wir die grosse Pause. Wir legen unsere Schlafsäcke und das Zelt in die Sonne, dass beides trocknet.

Am Nachmittag laufen wir noch halb Richtung Pinchot Pass hoch. Der Woods Creek (eigentlich ein kleiner Fluss), der daneben hinunter fliesst, hat eine imposante Wassermenge. Zweimal müssen wir ein zufliessendes Gewässer queren, was gar nicht so einfach ist, wir müssen zuerst eine Stelle finden, wo es machbar ist. Man muss dann gut aufpassen, dass man nicht hineinfällt, denn bei dieser Menge Wasser und der hohen Fliessgeschwindigkeit wäre es nicht ungefährlich.

Heute machen wir früh Feierabend und stellen die Zelte am Rande eines Waldes mit Sicht in das Tal. Es ist auch mal schön, den Abend bei Sonne zu geniessen. Solche Momente in der Natur sind unbezahlbar. Das ist unsere Hauptmotivation diesen Weg zu gehen, die Zeit, die wir an wunderschönen Plätzen verbringen.

Wir kochen auf einem grossen Stein. Markus möchte einen Schwingbesen für seine Schokoladecrème, ich sage:«Möchtest du den mit Akku? Den habe ich im Rucksack.» Wir haben immer viel zu lachen.
Schluss bei km 1291 (Meile 802,5), gelaufen sind wir 20,5 km, also 13 Meilen.