6. und 7. Juni, Zero Days in Bishop

6. Juni: Wir fahren von Independence mit dem Bus nach Bishop, die Felder links und rechts von der Strasse sind sehr grün. Die Häuser und die Gegend vor Bishop sehen teilweise verwahrlost aus, einfach alles in die Landschaft gestellt, was man nicht mehr braucht: Autos, Baumaterial, Haushaltsgeräte ect.

Der Busfahrer fährt uns zum Mc Donald’s, der ist gleich neben unserem Motel, das wirklich sehr schön ist. Zuerst essen wir in einer holländischen Bäckerei, ich hätte den ganzen Tag hier verbracht, immer wieder etwas essen wäre super. Andy ist nicht der gleichen Meinung, also wird nichts mit faulenzen. Wir gehen in die Wäscherei und machen die Wäsche und die Blogbeiträge fertig.

Es wird Abend bis wir fertig sind, die anderen drei warten beim Motel auf uns um gemeinsam essen zu gehen. Danach gehen wir noch in eine Bar, hier ist für einen Donnerstagabend recht Betrieb in der Bar und es wird etwas später. Leider treffen wir jedoch keine anderen Hiker, schade.

7. Juni: Heute ist wie jedesmal einkaufen für die nächsten sieben Tage auf dem Programm. Der Topf und die Gaspatronen müssen noch ersetzt werden, so vergeht der Tag schnell.
Bishop ist eine sehr gepflegte und hübsche Stadt, mit vielen Restaurants und allerlei Geschäften. Scheint sehr belebt zu sein, überall sieht man, dass die Häuser in Schuss gehalten werden. Andy und ich schlendern gerne durch die Häuser und schauen wie die Leute so wohnen.

Am Abend gehen wir superfein chinesisch essen, ich glaube heute habe ich sicher viel mehr als 6000 Kalorien gegessen. Ich probiere an den Zero Days möglichst viel zu essen und zu trinken, auf dem Weg haben wir eigentlich immer Hunger.

Morgen gehen wir wieder über den gleichen Seitentrail zurück auf den PCT.
Leider kommt Monika die nächsten sieben Tagen nicht mit. Sie hat keine Lust, immer durch den Schnee zu stapfen und nasse Füsse zu haben, schade, werde sie vermissen. In einer Woche schliesst sie sich wieder unserem Hike an.

Tag 46, 4. Juni, Basecamp Forester Pass, Meile 763

Unser Wecker klingelt um 3 Uhr, Andy schaut aus dem Zelt, es ist nicht wirklich klarer Himmel. Es hat niemand Lust bei schlechtem Wetter auf den Whitney zu gehen, also gehen wir alle wieder schlafen.

Am Morgen ist der Berg immer noch Wolken verhangen, so ärgert es uns nicht, dass wir es abgesagt zu haben. Um halb acht ziehen wir los Richtung Forester Pass, durch eine unglaubliche spektakuläre Berglandschaft, über riesige Schneefelder bis zum Fuss vom Pass. Andy läuft voraus in kleinen Schritten, wir treten immer rein in seine Spuren. Herrlich, du stapfst vor dich hin und hörst nur den Schnee unter den Füssen (ausnahmsweise ist sogar Markus ruhig).

Heute ist es streng, die Höhe und dann wird der Schnee und wir sinken bei jedem Schritt ein. Den ganzen Tag haben wir nasse Füsse vom sehr weichen Schnee oder den Bächen. Aber man glaubt es nicht: den ganzen Tag herrliche Sonne.

Um 5 Uhr nachmittags erreichen wir das Basecamp, es sind schon andere Hiker hier, wir stellen im Schnee unsere Zelte auf. In dieser Kulisse das Zelt zu stellen macht den PCT-Trip auch wunderschön.

Den Pass nehmen wir morgen sehr früh in Angriff, damit wir bei Sonnenaufgang oben sind. Der Forester Pass ist 13,200 Fuss hoch (das sind gute 4000 m.ü.M.), er liegt an der Grenze zwischen Sequoia National Park und Kings Canyon National Park
Übernachtung bei km 1253 (Meile 763), gelaufen sind wir 21 km (13 Meilen), aber streng.

Tag 45, 3. Juni, Whitney Creek, Meile 767

Als wir um 5 Uhr aufstehen bewundern wir zuerst mal den Sonnenaufgang von unserem Zeltplatz aus, es ist genial schön. Um 6 Uhr wandern wir zu fünft los, der harte Schnee trägt uns. Wir gehen durch eine wunderschöne Landschaft, mit alles diesen verdrehten Bäumen recht weit auseinander (der Stamm ist eingedreht, sehen sehr wild aus).

Wir laufen über den zugefroren See, am Rand macht Markus mit seinem Pickel ein Loch ins Eis, um Wasser zu nehmen. Danach laufen und rutschen wir weiter, wenn es geht rutschen wir auf dem Hosenboden hinunter, macht mega Spass, mit kurzen Hosen etwas weniger.

Nach dem Fluss Whitney Creek frühstücken wir und ziehen danach Richtung Mount Whitney weiter. Dreimal überqueren wir Bäche über einen Baumstamm, das kann auch ich hier, die Wassermenge ist harmlos. Die anderen wollen vor dem Regen beim Zeltplatz sein, mich interessiert der Regen nicht, ich habe keine Lust immer dem Wetter davon zu rennen.

Natürlich bleibt auch heute die Dusche von oben nicht aus, Wir kriegen ein wenig Wasser oder Schnee gegen Abend, harmlos, aber mal einen ganzen Tag ohne Poncho wäre schon nett. Mir kommt es vor wie «Tenuefigg»: morgens die langen Wanderhosen, danach kurze Hosen, dann Regenponcho an, wieder ab, und wenn’s übel kommt, auch noch die Regenhose anziehen.

Wenn es geht, wollen wir morgen alle auf den Mount Whitney. Die meisten Hiker lassen ihn aus, wegen dem Schnee zur Zeit.
Schluss bei 1234 km (Meile 767), wir sind 27 Kilometer, also 17 PCT-Meilen gelaufen.

Tag 44, 2. Juni, Meile 750

Um 7 Uhr gehen wir los bei einigermassen blauem Himmel. Wir laufen etwa 150 m und die Telefone haben Empfang. Natürlich bin ich wieder Schuld, weil ich gestern den Zeltplatz oben gesehen habe, wir lachen, es ist ja sowieso besser jetzt Empfang zu haben, denn zu Hause ist jetzt Nachmittag, es wird erst mal telefoniert.

Zuerst ist der Weg noch schneefrei, aber dann nehmen die Schneefelder zu bis überall Schnee ist. Als wir um 10 Uhr Pause machen fängt es an zu schneien, alles wieder versorgen und Regenkleider anziehen. Wir sind im Wald im Schnee in California – wir nehmen es mit Humor. Aus dem Morgenessen wird ein Mittagessen.

Danach geht es im Schnee weiter und auch von oben kommt immer wieder mal Schnee. Uns ist es egal, das Wetter wird sich schon noch von der sonnigen Seite zeigen. Sehen aber nicht alle Hiker so, einigen vergeht der Hike, die gehen morgen auf einem Seitentrail ins Tal nach Lone Pine.


Um halb fünf machen wir Feierabend, das Wetter ist zu scheußlich. Den Abend verbringen wir mit essen und reden, später taucht sogar noch die Sonne auf, sehr schön in dieser Landschaft. Unsere Zeltplätze sind eh immer wieder traumhaft, wenn man einfach dort wo man Lust hat das Zelt stellen kann.
Übernachtung bei km 1207 (Meile 750), heute sind wir 25 km oder 15.5 Meilen gelaufen.

Tag 43, 1. Juni, Meile 734,5

Wir stehen um die fünf auf, um sechs laufen alle los. Es ist sehr schön, immer im Tal vorwärts bis zum Fluss Fork Kern River, unterwegs sehen wir immer wieder Zelte oder andere Hiker. Der Fluss fliesst durch ein wunderschönes Tal. Beim Fluss wollen unsere Mithiker eine Pause machen, wir frühstücken bei Sonnenschein. Hier unter der Brücke hat es viele Schwalbennester und die Schwalben müssen gerade ihre Jungen füttern, es herrscht aufgeregtes Treiben. Markus verteilt so lustig Sonnencreme auf seinem Gesicht, zuhause macht das wahrscheinlich seine Frau für ihn.

Ich gehe mal los, die anderen werden mich dann wieder einholen. Wir steigen in sehr harten Schnee hoch. Es ist noch eine Gruppe Hiker unterwegs, die haben schlechte Laune, der Schnee ist nichts für sie.

Oben angekommen essen wir zu Mittag, es ziehen wiedermal Wolken auf, aber wir bleiben trocken bis zum Abend (trocken von aussen, denn wir schwitzen und sind deswegen auch nass).

Weil Markus Internet braucht laufen wir noch den Hang hoch, der einzige der noch gute Laune hat ist Markus. Er ist unglaublich, plötzlich soll ich schuld sein!!! «Jetzt müssen wir noch diesen doofen Hang hoch, nur weil Rosa immer im Internet hängt». Was er noch alles aufgezählt hat, würde diesen Text sprengen. Manchmal lacht man sich schlapp und manchmal möchte man sich in den…

Gelohnt hat es sich, weil der Zeltplatz wirklich der Hammer ist und die Stimmung ist wieder sehr lustig. Leider gibt es aber kein Internet, trotz der Vorhersage unseres Gruppenkaspers Markus, dass es hier Internet habe.
Schluss bei km 1182, Meile 734,5, wir sind 35 km (22 Meilen) weiter gekommen.

Tag 42, 31. Mai, Meile 712,5

Wir stehen um 6 Uhr auf fürs Internet. Beim Container (Outdoorladen) hat es Wifi, aber wenn alle Hiker im Internet sind, geht nichts mehr.

Um 8 Uhr frühstücken wir mit Monika, Patrizia und Markus und planen die nächsten Tage, entspannt und total unkompliziert. Der nächste Abschnitt wird sicher streng werden, da ist es besser mit Leuten zu hiken, die etwas Humor haben und belastbar sind. Wir werden meistens in einer Höhe zwischen 3000 und 4000 Meter ü.M. laufen, Essen nehmen wir für mindestens acht Tage mit. Die Seitentrails sind meistens über 14 km (9 Meilen) lang, ein Weg.

Um 13 Uhr geht’s zum Store, wir essen noch ein Glacé und los geht’s, ab auf den Trail. Es ist sehr schön, wird immer grüner, Wasser muss man nicht mehr viel mittragen. Die Atmosphäre unter uns ist sehr locker und lustig, jeder läuft so wie’s für ihn gut ist und dann trifft man sich in der Pause oder am Abend. Wenn dann der Schnee kommt, werden wir in der Gruppe laufen und zusammen bleiben. 

Wir übernachten in einem Wald mit Bach. Wir sind jetzt in der Sierra Section angekommen, ist eher unser Teil des Weges: Wald, Schnee, Wasser und Grün überall. Es wird sicher auch dieses Jahr genug Schnee haben. Obwohl in der Wüste war es sehr unterschiedlich zum 2017, diesen Teil nochmals gemacht zu haben war einfach genial.

Schluss bei km 1147 (Meile 712,5), gewandert sind wir 17 km (10,5 Meilen).

Zero Day, 30. Mai

Nach dem Frühstück mit den anderen Hiker im Grumpy Bear gehen wir einkaufen für die nächsten acht Tage. Dafür kann man einfach zum Container auf dem Zeltplatz gehen, dort hat es so ziemlich alles.

Die neuen Trailschuhe haben wir in den General Store vorbestellt, der liegt etwa drei Meilen von hier. Nach dem Essen kommen Markus, Patrizia „Glunggenbuur“ und Monika um zu uns zu fragen, ob wir zusammen in die High Sierra gehen. Super, das wird sicher lustig mit ihnen und ist natürlich auch gut, sie sind nicht so ängstlich wegen dem Schnee.

Patrizia hat ein riesiges Problem beim Packen ihres Rucksack, denn nach dem Mount Whitney ist der Bärenkanister Pflicht. Sie bekommt Unterstützung von Markus und Patrizia (zwei Ingenieure), das gibt viel zu lachen. Mein Vorschlag ist, Patrizia soll den Bärenkanister vor sich her kicken.

die Ingenieure, links Glunggenbuur

Der heutige Tag ist wie immer bei «Zero Days»: Kleider waschen, duschen, alles vorbereiten und essen, essen und nochmals essen. Am Abend ist Grumpy Bear voll mit Hikern. Einer läuft mit einem Edelweiss-Hemd herum. Es ist Didier aus Wädenswil, aus unserem Heimatort, die Welt ist doch klein.

Drei Wädenswiler

Es hat leider auch immer wieder Hiker, die gesundheitliche Probleme bekommen oder aufgeben, das tut einem immer sehr leid für sie. Schön ist, im nächsten Abschnitt sind sicher mehr Leute unterwegs als im 2017. Mit Schlafen wird so schnell nichts, es hat eine gigantische Musikanlage, so viel Bass, das tut in den Ohren weh.

Tag 41, 29. Mai, Kennedy Meadows

Wir stehen um 4 Uhr auf. Ich sage zu Andy: «Ich gratuliere dir dann in Kennedy Meadows nach der Dusche zum Geburtstag». Wenn du sechs Tage gelaufen bist, verregnet wurdest, geschwitzt hast, draussen geschlafen hast und alles immer in den selben Kleidern, dann kannst du dich selber riechen. Das ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig.

Zuerst gehen wir mit Stirnlampe im Wald den Hang hinauf. Es wird sehr angenehm, nicht zu warm und doch mal mit blauem Himmel, super, so kommen wir gut voran. Gegen zehn sind wir am höchsten Punkt angekommen, trinken erst mal einen Kaffee. Jetzt geht es hinunter zum Fork Kern River. Wir reden und laufen, plötzlich ist Patritzia aus der Schweiz hinter uns. So gehen wir zu dritt hinunter, ist immer wieder cool auf dem Trail Leute so zu treffen.

Beim Fluss kühlen wir schnell die Füsse bevor wir die letzten Kilometer machen. Dann sind zu viert unterwegs, Monika und Patritzia sind bei uns. Nicht zu glauben, auf den letzten Kilometern des Wüsten-Abschnitts werden wir verregnet, wir finden, es reicht jetzt mit dem Wetter 😡. Beim Store machen wir nur ein Foto im Regenoutfit, bleiben wollen wir nicht, hier herrscht schlechte Stimmung.

Also gehen wir weiter zu Grumpy Bears Retreat – hier kann man duschen! -, als wir dort sind gleich rein um zu Essen. Hier sind sehr viele Hiker, bekannte und auch neue Gesichter. Markus aus Volketswil kennt uns vom Blog, lustiges Kerlchen, seine Mutter sei beruhigt durch unserem Blog, sie weiss jetzt, dass es noch andere Verrückte gibt, die in unserem Alter sowas machen, er ist nur sechs Jahre jünger. Andy bekommt von ihm einen Bananensplit spendiert.

Nach einer wunderbaren Dusche haben wir einen sehr lustigen Abend mit tollen Leuten verbracht, Andy hat seinen Geburtstag sehr genossen. Es geht uns einfach so gut auf dieser Reise, dass wir aufpassen müssen vor Glück nicht abzuheben.
Schluss bei 1130 km (Meile 702), gelaufen sind wir 35 km oder 22 Meilen.

Tag 40, 28. Mai

Es ist immer noch kalt und nebelig, wir ziehen uns warm an und gehen los. Andy möchte morgen in Kennedy Meadows sein, um seinen Geburtstag zu feiern. Er findet es lustig, wenn er Jasmin an dem Tag zum Geburtstag gratuliert, an dem er hat (wegen der Zeitverschiebung).

Wir sind extrem aufgeregt auf den nächsten Abschnitt, die High Sierra. Wird toll sein, die Desert Section abzuschliessen und die Bergstrecke zu beginnen. Heute geben wir nochmals Gas, es ist ein Auf und Ab den ganzen Tag, zuerst mit Sicht auf das Tal Lake Isabella und teilweise in die Desert.

Bei einem Bach machen wir Mittagspause, ich ziehe schon mal die Regenhose an, man weiss ja nie. Eine Viertelstunde später sitzen wir mit Ponchos beim Essen. Als alles nass ist, hört es langsam auf zu regnen. Nach einer grossen Pause geht’s weiter, wir laufen bis um 21 Uhr in die Nacht hinein.

Wir zwei stinken derart, dass für uns Cowboy-Camping (schlafen unter freiem Himmel) sehr attraktiv ist, das erste mal auf diesem Hike. Wir legen nur die Matten auf die Zeltunterlage, nehmen unsere Schlafsäcke raus und irgendetwas als Kissen und gut ist’s. Ein wunderschöner Sternenhimmel, ist einfach genial, wenn nur das Stinken nicht wäre.
Schluss km 1095, wir sind heute 42 Kilometer gelaufen.

Tag 39, 27. Mai, Meile 651

Eigentlich haben wir noch keine Lust rauszugehen, es ist uns zu kalt. Beim Parkplatz macht ein Trail-Angel für die Hiker Kaffee und Rühreier, sogar frische Donuts. Wir gehen natürlich auch hin. Er ist ein richtiger PCT-Fan, er bleibt mit seinem Pick-up mit Dachzelt gleich vor Ort. Wir kennen die meisten Hiker, die hier sind, das ist cool. Sehr viele, die auch Richtung Kennedy Meadows gehen.

Heute wollen wir zuerst noch nach Lake Isabella, um zu telefonieren, das ist 40 Kilometer entfernt vom PCT. Also stellen wir uns an die Strasse und machen Autostop, es geht nicht lange und ein junger Mann fährt uns bis zu einer Tankstelle. Von dort gehen wir der Strasse nach bis ein älterer Herr anhält und uns bis zu einem Burger-King in Lake Isabella chauffiert. Vorher zeigt er uns noch den Fluss unterhalb des Stausees Lake Isabella, er überschwemmt die umliegende Landschaft. Der Staudamm ist nicht mehr dicht und auch zu wenig hoch, sie arbeiten mit Hochdruck am Damm.

Im Burger-King telefonieren wir mit unser Jungmannschaft, unser Sohn hat heute Geburtstag, die Tochter dann am 30. und Andy ja am 29. Mai. Dann stellen wir uns wieder für Autostopp an die Strasse. Zuerst fährt uns eine Frau zum ‚richtigen‘ Autostöppler-Platz, der ist beim Highway und zwar nach der Einfahrt, da ist es offiziell erlaubt für Hiker. Dort nimmt uns gleich ein Mann mit, der nicht weit nur nach Hause fährt, er lädt uns bei der Tankstelle in seinem Wohnort aus.

Wieder an der Strasse hält dann Jens an, auch er ist auf der Heimfahrt und meint, er fahre nur ein kurzes Stück vom Weg. Wir steigen trotzdem ein, nach drei Meilen sagt er: «Ich fahre euch den ganzen Weg bis zum Walkerpass». Wir sind immer wieder überrascht über die vielen netten Leute, und über ihre Begeisterung für die Schweiz. Jens gibt seiner Frau Bescheid, sie ist begeistert, dass wir zwei Schweizer Hiker sind. Dieses Tal ist sehr schön, es gibt nur eine Farm im ganzen Tal mit Kühen und Pferden, der Farmer hat 200 Angestellte. Diese Dimensionen hier sind unglaublich, wir sind auch für ein Telefonat 40 Kilometer hin und zurück gefahren.

Eine gute Stunde gehen wir noch den Hang hoch und stellen dort unser Zelt auf. Wir sind bei Trail-Kilometer 1053 (Meile 651), heute sind wir nur 5 km (3 Meilen) gelaufen.